Echter Wodka

15.10.2022. Von Energie ist jetzt viel  die Rede, das muss man nicht wiederholen. Was das mit dem Thema „Osteuropa“ zu tun hat, weiß auch Jeder.. Die „stärkste Energie“ ist hier ein eigenes Thema. Es hat auch zu tun mit dem Stichwort „Meditation“, zu  dem es hier viele Beiträge gibt. Das ist die Konzentration auf einen Begriff und das Wegschieben aller Nebensachen. Alles zusammen ergibt hier die Beiträge, die nicht tagelang geplant werden, sondern beim Schreiben entstehen. 2016 war ich fünf Tage lang mit einem Russen befreundet. Ein Zufall, wie die meisten anderen Begegnungen auch. Er tauchte in einem Stammlokal auf, ein neues Gesicht. Dann habe ich ihm zugeprostet, und schon war er dabei. Am nächsten Abend auch. Da erzählte er über sein  Leben. Die Familie lebte in Moskau, er studierte Architektur, und alle mussten sparen. „Bei uns ist alles verboten“, sagte er. Das stimmt nicht, er meinte die Dinge, die Spass machen. Alkohol wird vom Staat nicht unterstützt. Dann habe ich, an einem anderen Platz, ihm eine Flasche Wodka hingestellt, die nicht teuer war, aber aus Russland stammte. Das erste Glas begutachtete er neugierig, wie eine Erscheinung aus einer anderen Welt. Dann trank er es, ganz langsam und hörte nicht mehr auf. Dabei wurde er aggressiv und beleidigend, schlief aber plötzlich ein. Am nächstene Morgen gingen wir zu einem Straßencafé und schauten zu, wie die anderen Leute zur Arbeit gingen. Dabei sagte ich ihm, was er selbts gesagt hatte und beendete damit die Bekannschaft. Es gab keinen Streit. Er entschuldigte sich sogar und meinte nur, „Morgen ist mein 25, Geburtstag, und ich habe noch Niemand, der mit mir feiert.“ Da habe ich ihm, ausnahmsweise, zwanzig Euro gegeben  und eine schöne Zeit gewünscht, auch niemals mehr wieder gesehen.  Beim Fortgehen sah ich nur, dass er eine weiße Plastiktüte mit dem Wodka trug.

Dass Gäste keine Engel sind, weiß Jeder.  In der Nähe besuchte ich viele Jahre lang ein kleines Stehlokal, Ärger gab es nie.  Einmal sprach die Wirtin mit einem älteren Gast  über die Wohnungsprobleme in München. Ich sagte nur, „Es ist nicht in Ordnung, dass einreisende Ausländern mit Kindern sofort eine Sozialwohnung bekommen.  Es  gibt genug alte Münchner, die in ganz anderen  Buden leben und dafür mehr Geld bezahlen.“ Da schrie sie: „Ein Ausländerfeind! Ein Ausländerfeind!“ Ich widersprach ihr, doch sie rannte in ihren kleinen Garten und schrie das Wort immer wieder. Danach bekam ich dort Lokalverbot.  Darauf bin ich nur dann stolz, wenn es mit einem Unrecht verbunden ist.  In einem anderen Lokal lärmten unbeherrschte Gäste aus München. Ich sagte nur, sie sollten nicht so viel Krach machen. Der junge Gastwirt brachte ein Bier mit einem Bierwärmer. Das ist im Winter heißes Wasser in einem kleinen Kessel  aus Kupfer, in dem die Bierflasche steht, bis sie nicht mehr eiskalt ist. Eine vernünftige Sache, aber er brachte das nur mit kaltem Wasser.  Es gab auch keinen Streit, nur eine Frage:  Warum?  Da sagte er, „Du hast jetzt Lokalverbot. Verlasse sofort  den Raum.“ Da bin ich sofort gegangen und heute darauf noch stolz. Solche Szenen sind selten, sogar Ausnahmen,  aber dann ist es besser, andere Plätze zu besuchen, in jeder Großstadt gibt es genug davon. Einmal hat es sogar einen guten Wirt erwischt, mit dem ich befreundet war. Danach haben wir uns einfach an anderen Plätzen  getroffen, wo es viel angenehmer war.

Schaut man auf Osteuropa, findet man dort die gleichen Ursachen, nur in gigantischen Dumensionen, aus denen einfach die heiße Luft heraus  muss.  Es gibt genug Platz für Alle,  die Hindernisse haben viele untershiedliche Namen, auch in Westeuropa,  doch die Bilder  haben  die gleichen Wirkungen.  Man kann sie übersetzen, mit der Bildersprache der Symbolik, hier in drei eigenen Kapiteln,  auch unter diesem Text. Man muss sie analysieren, die Werkzeuge für alle Fälle hat die Psychoanalyse, wenn man sie gründlich trainiert hat. Bei diesen Hinweisen bleibt es jetzt, wer Genaueres wisen will,  kann  die einzelnen Beiträge lesen.

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