Eichmann

18.2.2022. Strukturen sind die innere Form, das Innenleben aller beweglichen Gegenstände und Organisationen. Sie stützen die äußere Hülle und sorgen für Bewegung. Wird dabei eingegriffen, kann das zum Zusammenbruch führen, automatisch, aber auch absichtlich. Das ist die schlimmste Form der Kriminalität, die sich immer noch raffiniert tarnt und versteckt. Ein Beispiel dafür  passt immer: Als 1945 der Zweite Weltkrieg endete, wurde den überlebenden Haupt-Verursachern n Nürnberg der Prozess gemacht, auch durch amerikanische und russische Richter. Sie sprachen überwiegend harte Todesurteile, die auch vollstreckt wurden, weil Dokumente von den Angeklagten selbst unterschrieben wurden, die keinen Zweifel offen ließen. Trotzdem hatten sie Rechtsanwälte und konnten sich gegen die Vorwürfe wehren. Eigentlich selbstverständlich, aber schon seit einigen Jahren nicht mehr.  Immer noch werden Verdächtige, weltweit in mehreren Staaten, ganz anders behandelt, obwohl sie bis zu ihrer endgültigen Verurteilung wie Unschuldige behandelt werden müssen, also gut. Die Urteile in Nürnberg trugen vor allem die Begründung: „Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“ Das gab es vorher noch nie, aber damit nützte es den Angeklagten auch nichts mehr, dass sie sogar einen eigenen Justizminister hatten und Gesetze, die Alles erlaubten. Auch er wurde gehängt. Zu solchen Verbrechen gehört auch der Psychoterror. Er kann einen Herzschlag auslösen und ist dann ein Mord.

Dass es ganz anders gehen kann, erlebte die Welt im Fall Eichmann (1906 – 1962). Er hatte die europaweite Ermordung aller Juden organisiert, mit allen Einzelheiten, die man mit jeder Suchmaschine findet. Als er verhört wurde, gab es keine Gewalt. Ein Kriminalbeamter sagte ihm offen, dass er seinen nächsten Geburtstag nicht mehr erleben werden. Um Zeit zu gewinnen, packte Eichmann aus und erzählte auch seine letzten Geheimnisse. Der Beamte hieß Avner Less, und er wird gewürdigt in dem Artikel „Lichtgott Avner“ vom 2.9..21:

https://luft.mind-panorama.de/?s=lichtgott+avner+&x=7&y=10

Zitat: „Zu den Grundrechten eines Terror-Verdächigen gehört auch das Recht auf den sofortigen Kontakt mit einem Rechtsanwalt, die vollständige Mitteilung aller Verdachtsgründe, damit ihre Richtigkeit überprüft werden kann, also auch die Lügen von falschen Zeugen, Denunzianten oder habgierigen Erbschleichern. Genau deshalb ist es, ausnahmlos, genau vorgeschrieben: Die Behandlung jedes einzelnen Betroffenen, wie einen Unschuldigen, bis zu einem rechtskräftigen Urteil, in allen Instanzen. Wie viele Fehler dabei trotzdem passieren, ist hier ein praktisches Dauerthema. Denn selbst, jahrelang ausgebildete Mitarbeiter, bekommen auch Aufgaben, bei denen sie schwere Wissenslücken haben oder nur oberflächlich hinschauen.“ Aktuelle Beispiele sind überflüssig, auch sie findet man mit jeder Suchmaschine.

Am 10.12.20 erschien hier der Artikle „Der siegreiche Ketzer“. Zitat: „Friedrich Spee verlor die Geduld mit den Hexenprozessen, beim schrecklichen Fall der Stadträte in Bamberg. Sie wurden alle als Hexer falsch angeklagt und hingerichtet. Auslöser waren Verleumdungen und Gerüchte, durch ihre eigenen Mitbürger. Das ZDF widmete der Hexenverfolgung in Bamberg den Film „Seelen im Feuer“. Der Bayerische Rundfunk schrieb dazu: „In Bamberg wütete der Hexenwahn besonders heftig. Viele Dokumente der Verfolgungswelle sind im Original erhalten. So konnte genau rekonstruiert werden, wie die Verfolgungen, Verhöre und Verbrennungen abliefen. Egal, wie die Anschuldigungen lauten: Am Ende gestehen die Opfer eigentlich immer. Unter Folter geben die Menschen zu, das Wetter verhext, Kinder ermordet oder Sex mit dem Teufel gehabt zu haben. Begnadigungen gab es selten. Und auch das bedeutete meist die Enthauptung der Angeklagten. In Bamberg starben in der Verfolgungswelle bis 1632 etwa 1.000 vermeintliche Hexen und Magier. Das ist fast jeder zehnte Bewohner. Hunderte unschuldiger Menschen landen auf dem Scheiterhaufen. Schutz gab es nicht, vor allem nicht von der katholischen Kirche. Denn die benutzte die brutale Ketzerverfolgung als Instrument gegen die gefährliche Kirchenkritik, die Reformation Martin Luthers.“

Der Katholik und Jesuit Friedrich Spee nahm in seinem Buch solche Fälle juristisch ganz genau auseinander und bewies ihre Fehler. Danach war Schluss mit den Verbrennungen. Spee selbst geschah nichts. Er starb am 7.8.1635, schon drei Jahre nach der Veröffentlichung seines Buchs.“

Die harten Nürnberger Urteile, zu den „Verbrechen gegen die Menschenrechte“, sind weltweit bekannt, aber sie werden nicht mehr  als selbstverständlich betrachtet. Wer sich eine bessere Welt wünscht, muss auch deren einfachste Gesetze beachten. So wie die „Gesetze der Ökonomie“, hier mit über 1.000 Beiträgen kommentiert. Und die „Gesetze der Mystik“ (94 Beiträge). Man findet sie direkt unter diesem Text.

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