Ein erlöschender Sternenregen

27.2.2022. Der 17. Juni war vierzig Jahre lang ein gesetzlicher Feiertag. Seit dem 17.6.1953. Die Wikipedia schreibt dazu: „1953: Unzufriedenheit mit dem herrschenden politischen  Regime führt zum Volksaufstand in der DDR, den die Deutsche Volkspolizei und sowjetische Truppen niederschlagen; mindestens 55 Menschen sterben, etwa 1600 werden zu Haftstrafen verurteilt.“

Seit 1990 gibt es das nicht mehr. Doch gleich nach dem Aufstand schrieb der gefeierte Staatsdichter Bertolt Brecht: „Die Regierung wünscht sich ein neues Volk. Vielleicht sollte sich die Regierung ein neues Volk suchen.“ Am 17. Juni 1970 war ich in der Hamburger Staatsoper. Im Tristan“ sang eine Hauptrolle Theo Adam ( 1926 – 2019) . Doch die Ankündigung wurde im Besucherfoyer geändert. Er hatte abgesagt, ohne Angabe von Gründen. Die konnte man sich denken, denn er stammte aus Dresden, in Sachsen. Dort war der Gedenktag kein Feiertag, und das hatte man ihm wohl ausdrücklich mitgeteilt. Er war einer der Stars von Wieland Wagner, von 1953 bis 1965,  und dabei  einer der wichtigsten. Der Ersatz in Hamburg war zwar  gut (Arnold van Mill), aber die anderen Solisten spielten in einer kleineren Kreisklasse. Sogar Wielands Inszenierung, die in Hamburg seinen Tod noch um Jahre überlebte, war keine gute Idee. Um die Raserei der Gefühle in starke Bilder umzusetzen, hatte er in Bayreuth einen grasgrünen Himmel verwendet, und für den Erdboden sogar die Himmelsfarbe Dunkelblau. Die Realität stand also auf dem Kopf, ganz bewusst. In Hamburg dominierte die Schockfarbe Violett, eher ein Signal für überheizte Unzufriedenheit. Und als König Marke (eigentlich Theo Adam) die Liebenden überraschte, trug er einen langen, knallgelben Mantel, wie eine Zitrone. . Das war zu viel. Die langweilige musikalische Leitung war zum Einschlafen, und ich war froh, als Alles endlich vorbei war. Ganz andere Tristan-Erlebnisse findet man hier, erwähnt in über 60 Artikeln:

https://luft.mind-panorama.de/?s=tristan&x=17&y=11

Der Aufstand in Ostberlin fand statt, im Jahr 1953. Die gegenwärtige Ukraine-Krise hat ganz andere Mitwirkende, aber man kann Vergleiche ziehen. Das bleibt heute Jedem selbst überlassen, sämtliche Fakten findet man mit allen Suchmaschinen.

Und wieder entscheidet das unsichtbare Räderwerk, das den Regeln einer großen Maschine gehorcht. Um die ganz genau kennenzulernen, lassen sich die Namen aller Mitwirkenden ersatzlos austauschen. Dieses Prinzip wird hier immer beachtet, und damit lassen sich die kompliziertesten Probleme auch praktisch lösen. Die Hauptsache dabei sind Konzentration und Meditation. Zum letzten Stichwort gibt es hier über 70 eigene Artikel:

https://luft.mind-panorama.de/?s=meditation&x=15&y=3

Der ersatzlose Verzicht auf die Namen der Mitwirkenden lenkt nicht davon ab, dass die meisten bekannt sind, weil sie sich wiederholen, mit ihrer Handschrift, also die verwendeten Methoden. Auch in ihrem eigenen Bekanntenkreis, der sich nicht grenzenlos täuschen lund belügen lässt. Und das ist wieder die Verbindungstür zur Justiz. Dort gibt es Informationslücken, die Jeder selbst schließen kann, in alle Himmelsrichtungen, ganz tief unter der Oberfläche und bis zu den Grenzen des Universums, die noch Niemand kennt, aber gedanklich erreichen kann. Einige Wegweiser findet man direkt unter diesem Text.

Das Internet wurde vor dreißig Jahren zu einem Massen-Phänomen, als ich, zufällig zur gleichen Zeit, nach München kam. Zeitweise ist es außer Kontrolle geraten, jetzt schlägt das Pendel der großen Weltuhr wieder zurück. Auch wenn sie unsichtbar ist, kann man sie  erkennen und sogar in geographische  Karten einzeichnen.

Mit Worten geht das auch, bei jedem Gespräch mit Menschen, die gute Absichten haben. Deshalb fallen die anderen immer schneller auf. Sie haben ihre Zeit hinter sich, auch wenn sie das gar nicht bemerken. Jede Wirkung lässt sich berechnen und voraussagen. Messfehler haben keinen Ewigkeitswert. Wenn man in ein offenes Gesicht schaut, muss das bei nicht bei einem Schönheitswettbewerb sein. Entscheidend ist, ob die Fassade nur blendet und blitzt, wie ein erlöschender Sternenregen in einem Märchenbuch. Oder ob im Tageslicht davon noch etwas übrig bleibt.

.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.