Ein kurzer Ausflug in Spanien

1.7.2021. Die ersten sechs Monate des Jahres sind vorbei. Morgens um 7.00 Uhr draußen kühle zwölf Grad, ein grauer Himmel, so stellt man sich den Hochsommer eigentlich nicht  vor. Die Erwärmung der Erde wird trotzdem immer bedrohlicher, deshalb gibt es internationale Klimakonferenzen. Insgesamt sind Prognosen nicht sehr stabil und bleiben unklar. Die Sprachlosigkeit belastet den Gedankenaustausch. Die Köpfe sind übervoll mit Informationen, die überhaupt nichts vorwärts bringen. Also muss man genauer hinschauen. Und dann den Standort wechseln.

Tatsächlich gibt es sehr viele Aktivitäten, die Schwung erzeugen,  Ncht nur die unterwegs, real auftauchenden Zufallstreffer, denen nicht viel Gescheites einfällt, die aber trotzdem den breitesten Weg versperren und die Ohren zumüllen. Dieser Überfluss durchdringt alle Bereiche. Aber es gibt Wegweiser. Sie fallen aber nicht sofort auf. Zum Glück, denn sonst entsteht ein Gedränge, alle Plätze sind dreifach besetzt, und von draußen strömen immer mehr Zeitverschwender  herein.

Jederzeit kann man zuverlässige Mitmenschen fragen, warum sie dabei mitmachen. Sie streiten es ab. Oder die Antworten sind unklar, es passiert einfach. Nur ein kurzes Beispiel: In meinem ersten und letzten Spanien-Urlaub 1986, südlich von Barcelona, habe ich den überfüllten Badestrand vermieden, allein die kleinen Fischerdörfer ansgeschaut und ein wegen der Hitze menschenleeres Straßencafé besucht. Der einzige Kellner hatte nichts zu tun, also kamen wir ins Gespräch. Am nächsten Tag brachte er sein Auto mit und zeigte mir seine Heimat. Das war besser als jeder Reiseführer, und auch noch gewürzt mit persönlichen Kommentaren. Erst auf der Rückfahrt folgte uns ein Motorrad mit einem uniformierten Fahrer. Wie mussten die Ausweise zeigen. Kein Problem. Aber ich konnte nur  auf ein kleines Hotel zeigen: „Dort liegt mein Ausweis.“ Der unbekannte Polizist hatte sofort einen großen Respekt: „Sie wohnen bei der Senora!“ Dann   verschwand er. „Die Senora“ war die Hotelbesitzerin und gehörte offensichtlich zur örtlichen Prominenz, vielleicht eine Generalstochter, denn so energisch trat sie auf. Trotzdem war die gute Laune verdorben, nur für eine halbe Stunde. Und mit Spanien verbinden mich viele gute Gedanken. Man sieht niemals das ganze Land, aber es gibt genug Zeichen, die ein größeres Bild erkennen lassen.

Weltstädte wie London oder Wien haben langweilige Fußgängerzonen mit Läden, deren Filialen es überall gibt. Die Zeit für eine gründliche Besichtigung der unverwechselbaren Unvergleichlichkeiten fehlt meistens. Taucht man in der ländlichen Provinz auf, rascheln dort die Dorfkönige und blasen sich auf. Ein Universalmittel dagegen ist die gezielte Information.

Wenn man in einem großen Museum jeden einzelnen Raum genau anschauen will, bleibt wenig hängen, und ein Wiedersehen kommt gar nicht in Frage. Aber Details sind wie Schlüssel. Sie passen sogar dort, wo es sie  eigentlich gar nicht gibt. Für Datenmassen gibt es Filter. So wie die Rechner des Finanzamts jeden Unterschied zum letzten Jahr an die Steuerfahndung melden. In Chicago konnte man Al Capone (1899 – 1947) keines seiner stadtbekannten Verbrechen nachweisen. Dann entschied Präsident Roosevelt, einen genauen Steuerfahnder zu beauftragen, den offensichtlichen Reichtum des Mannes zu überprüfen. Mehrere Gefängnisstrafen folgten und lösten auch das ganze Problem.

Aber nicht nur die große Pauke sorgt für klare Luft. „Das Große ist wie das Kleine“, liest man in der mittelalterlichen Tabula Smaragdina, der Tafel aus Smaragd. Makrokosmos und Mikrokosmos haben vergleichbare Abläufe. Wer sie studiert, bekommt viele Antworten. Die richtigen muss man nur aussuchen und bewerten. Zum Thema „Tabula Smaragdina“ findet man hier über zwanzig Beiträge:

https://luft.mind-panorama.de/?s=tabula+smaragdina+&x=10&y=7 

Es gibt Universalgesetze, die in keinem Buch stehen. Hier findet man vierzig Kapitel zu ganz unterschiedlichen Themen, die das beweisen. Eine Überraschung ist das nicht, wird aber nicht immer beachtet. Viele Gespräche zeigen  das, selbst wenn es sich um hohe Werte und Aufgaben handelt, die mehr Aufmerksamkeit verdienen und verlangen. Ein jederzeit vermeidbares Risiko. Die falschen Hände haben ihre eigenen Bewegungen. Auch das lässt sich beeinflussen.

„Recuerdo de la Alhambra“ ist nur ein kurzer Ausflug nach Spanien, aber Narciso Yepes bringt die ganze Atmosphäre, nur mit seiner Gitarre:

https://www.youtube.com/watch?v=EQGBbLBShzk

.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.