Ein lebendiges Museum

10.11.2021. Ein Museum war früher etwas für Spezialisten. Dort wurden ihre Träume Wirklichkeit. Schatzkammern, in denen man nichts anfassen durfte. Vor vierzig Jahren hat sich das geändert, auf der ganzen Welt. In Münster entstand ein Museum für die ganze Weltgeschichte. Die Abteilungen galten immer nur einer zeitlich festgelegten Epoche. Man konnte darin herumwandern und die wichtigsten Dinge ganz nahe anschauen, mit kurzen, gut verständlichen Erläuterungen. Wenn man wieder draußen war, hatte man nicht nur tote Fossilien gesehen, sondern ihre Veränderungen und deren Ursachen.

Auf dem Nachbargrundstück entstand ein Allwetterzoo. Der hatte seinen Namen, weil sämtliche Besucherwege überdacht waren und vor schlechtem Wetter schützten. Die Tiere lebten aber in grauen Betongefängnissen, ohne Farben und nur mit ganz wenigen Sträuchern. Das war abstoßend. Später verfestigte sich immer mehr die Überzeugung, dass man Menschen besser behandeln muss. Beim Bau neuer Städte und Wohnungen. Und beim Bau neuer Gefängnisse. Zwar ist es dort nicht ganz so schlimm, hätte aber längst verbessert werden können und müssen. Die Gestaltung der Räume und aller Gemeinschaftseinrichtungen. Für Details ist hier kein Platz, aber man hört dazu auch wenig von den Berufsarchitekten.

Der alte Zoo in Münster existiert nur noch auf Ansichtskarten. Er musste weg, weil eine Großbank das Gelände für ihre neue Zentrale brauchte. Auch für die  Betonbauten des gleichen Architekten, der vorher den neuen Allwetterzoo plante und baute. Nachdem die Stadt im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört worden war, wollte er sogar das historische Zentrum neu gestalten, aber die Bürger wehrten sich. Heute sieht man dort den Prinzipalmarkt, der in allen Details eine sorgfältige Rekonstruktion der alten Baupläne ist, nach denen er entstand. Im 14. Jahrhundertz, als das Mittelalter zu Ende ging.

Der Prinzipalmarkt war auch der Treffpunkt für alle europäischen Staaten, die 1648 den blutigen Dreißigjährigen Krieg beendeten. Zu dem Stichwort findet man mehrere Artikel, wenn man den Begriff in die Such-Funktion eintippt, rechts oben auf dieser Seite. Ein zweites Stichwort sind die „Wiedertäufer“ von 1536, zu denen es hier 14 Beiträge gibt.

Von 1971 bis 1987 war der Prinzipalmarkt das Zentrum aller Stadtrundgänge. Leider ist er auch der Zentrale Busbahnhof, für den es viel Platz gibt, hundert Meter entfernt, auf dem großen Domplatz, der nur als Wochenmarkt genutzt wird. Ringsum gibt es aber viele andere Sehenswürdigkeiten und Traditionlokale, in denen man über die Vergangenheit nachdenken kann, auch über das Mittelalter, in dem dieser Markt entstand, mit einer eigenen Marktkirche Sankt Lamberti, an deren Uhrenturm drei schwarze Eisenkäfige hängen, zur Warnung vor dem Schicksal der Wiedertäufer, die man vor dem benachbarten Rathaus mit glühenden Zangen in Stücke riss und die in den Käfigen verfaulten. Näheres dazu findet man auch mit der Such-Funktion oben. Die Wiedertäufer waren eine fanatische Glaubensgemeinschaft, die den Bischof von Münster gewaltsam vertrieb und eine Schreckensherrschaft errichtete, bei der Kritiker sofort gehen mussten, verhaftet wurden  oder vom Scharfrichter geköpft wurden.

Münster hat kaum Prominente, die über die überschaubaren Grenzen hinaus bekannt sind. München hat aber  fünf Mal so viele Einwohner und, vergleichsweise, tausend Mal mehr Prominente. Viele davon sind uninteressant, aber ausgerechnet die langweiligsten haben viele Doppelgänger, manchmal professionell geschminkt und verkleidet in den Bavaria-Filmstudios. In den letzten Jahren hat es mich nicht einmal gewundert, dass ich so viele davon sah, sogar gleichzeitig, in fünf facher Menge, die aussahen  wie Katharina Wagner, weil meine Freude an Wagnermusik allgemein bekannt ist, bei Bekannten und bei den Lesern dieser Webseite. Völlig überrascht hat mich nur nur, dass in einem Stammlokal plötzlich ein Mitarbeiter hinter der Theke  auftauchte, der wie der junge Doppelgänger einer historischen Persönlichkeit aussah, die tatsächlich ein enger Lebensfreund Richard Wagners war und ihn, auch als Nachbarn energisch unterstützte. Über diese schon längst verstorbene Persönlichkeit habe ich hier öfter berichtet. Zuerst dachte ich sogar, es wäre ein jüngerer Urenkel. So wie auch die rechtmäßige  Hügel-Erbin Katharina Wagner. Aber Urenkel erben manchmal leider nicht das Genie, die Ausnahmeleistungen  ihrer berühmten Urgroßväter. Die Wikipedia schreibt dazu Folgendes: „Die Mendelschen Regeln gelten nur für Lebewesen, bei denen sich im Zuge der sexuellen Fortpflanzung diploide und haploide Stadien (mit zwei bzw. einem Chromosomensatz im Zellkern) abwechseln Viele Merkmale werden allerdings polygen vererbt durch das Zusammenwirken mehrerer Gene.“

Gregor Mendel (1822 – 1884) meinte damit, dass zwar Enkel genial sein können, der Rest der Verwandtschaft aber nicht. Ein gutes Beispiel dafür war Wieland Wagner, aber nicht seine Familie.

Sein Bruder Wolfgang hatte dem Sohn Gottfried ein lebenslanges Hausverbot erteilt, wegen eines „Enthüllungsbuchs“. Der Tochter Eva Wagner-Pasquier geschah, über zehn Jahre nach dem Tod ihres Vaters, kürzlich ein  Unfall an der Münchner Isar. Dazu gibt es hier den Artikel vom 10.7.21, „Das Unglück an der Isar“. An Spekulationen beteilige ich mich auch dabei nicht, und bis heute gibt es dazu keine neuen Nachrichten. Alles wäre Privatsache, wenn es nicht mit dem Namen des Giganten verbunden wäre, den alle Musikfreunde kennen, aber nicht unbedingt verstehen.

Auch sie bekommen Unterstützung, wenn sie das Kapitel anschauen „Die Deutung der Symbole“, das hier 125 eigene Beiträge enthält:

https://luft.mind-panorama.de/?s=deutung+der+symbole&x=11&y=1

In Münster gibt es ein Stadttheater, das auch große Opern spielt. Viele Jahre habe ich dort hervorragende Aufführungen gesehen, betreut durch den musikalischen Leiter Alfred Walter und den Hausregisseur Karl-Erich Haase, die beide Assistenten von Wieland Wagner waren,

Die Vergangenheit kehrt nicht zurück, und das ist auch gut so. Aber sie ist eine Schatzkammer, manchmal auch ein Tresor für Ideen, der hier weit geöffnet wird. Dankbar war ich immer dafür, viele Leute überhaupt nicht kennengelernt zu haben. Eine Wirkung hatten sie trotzdem, aber auch das lässt sich „gewinnbringend“ verwerten. Noch nicht einmal mit Geld, aber auch für das Geldverdienen gibt es viele legale, saubere Möglichkeiten. Vor den anderen wird ausdrücklich gewarnt.

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