Ein Saal, heller als die Sonne

22.1.2021. Für fast Alles gibt es Grenzen, weil der Mensch kein Wundertier ist, sondern alle Eindrücke von außen und alle Signale von innen nicht vollständig verarbeiten kann. Dafür gibt es sinnvolle Bremsen. Bei einer Überflutung mit Informationen schaltet der Verstand auf eine verringerte Wahrnehmung oder lässt nur noch das Wichtigste durch. Computer haben dafür technische Grenzen, die aber immer mehr erweitert werden. Der Hauptfehler ist dann, wenn das nicht mehr geordnet wird oder Nebensächlichkeiten den Horizont versperren. Die Folgen erlebt man jeden Tag. Junge Leute spielen gern auf Smartphones herum und tippen Informationen ein, die wertlos sind. Computerspiele können grenzenlos unterhaltsam sein, aber manchmal vertreiben sie nur die Langeweile, mit optischen und akustischem Müll. Das könnte ganz anders sein.

In Skandinavien berichten die alten Sagen der Edda, was nach dem Ragnarök passiert, dem Weltuntergang: Eine neue Welt beginnt. Man sieht einen Saal, heller als die Sonne. In der Realität wäre das nicht möglich, weil auch die normalen Strahlen der Sonne schon zu hell sind, um lange hinein zu schauen. Die Sprachbilder der Symbolik meinen immer etwas ganz Anderes: Das helle Licht eines ganz neuen Tags, nämlich eine höhere Erkenntnisstufe. Wir stehen kurz davor, denn nach den gegenwärtigen Krisen wird es eine neue Weltordnung geben. Das ist unvermeidlich, aber auch sehr gefährlich. Auf dieser Webseite werden laufend die großen Chancen und die drohenden Risiken erklärt, die direkt in den Alltag und das zukünftige Leben auf diesem Planeten hineinwirken.

Der Zukunftsforscher Robert Jungk schrieb vor sechzig Jahren sein bekanntestes Buch: „Heller als tausend Sonnen.“ Er meinte den Fortschritt der Wissenschaften, die damals Atombomben in vielen Staaten ermöglichten, mit denen man, mit einem einzigen Knall die ganze Welt hätte auslöschen können. In der Kuba-Krise wurde damals tatsächlich damit gedroht. Auf der kleinen Tropen-Insel hatte die Sowjetunion Fernraketen aufgebaut, mit denen man das amerikanische New York sofort hätte vernichten können. Im letzten Augenblick einigten sich die beiden Staatspräsidenten Nikita Chruschtschow und John F. Kennedy. Die Raketen verschwanden wieder, Richtung Moskau. Und die Amerikaner versprachen, niemals mehr das feindliche Kuba anzugreifen.

Das war einmal. Heute sind Atombomben weltweit verboten, aber es ist viel gefährlicher geworden. Weil schleichende Krisen nicht gelöst, sondern täglich nur noch, stundenlang zerredet werden. Um die die tieferen Ursachen kümmert sich Niemand. Denn sonst müssten zähe, ungerechte Macht-Systeme abgeschafft und erneuert werden, an denen Viele sehr gut verdienen. Beispiele dafür werden hier immer wieder genannt. Selbst wenn Keiner das liest, blähen sich die Krisen immer mehr auf und erzeugen ganz neue.

Die Hauptgründe dafür sind Informationslücken, vor Allem in den Führungsetagen der Profis. Oder Dummheit und der unbeirrte Vorsatz, Alles einfach so zu lassen, wie es ist. Im Beruf hatte ich die größten Schwierigkeiten immer bei einer solchen Denkweise, die rasch viele Verbündete und falsche Freunde findet. Vor Allem im ganz großen Maßstab, dem die Mehrheit widerstandlos folgen soll. Dafür gibt es sogar Gesetze. Derartige Rechtsordnungen können auf Dauer gar keinen Bestand haben. Das ergibt sich aus dem einfachsten logischen Denken.

In der Vergangenheit geriet auch das immer mehr außer Kontrolle, und selbst die besten Computer haben nichts daran verändert, weil Niemand rechtzeitig aufgewacht ist. Zum Nachdenken hat aber jetzt Jeder viel mehr Zeit als vorher. Jetzt können die großen Weichen noch rechtzeitig gestellt werden und auf neue Ziele gerichtet werden. Wer das verhindert, wird immer schneller erkannt, vor Allem mit besseren, realistischen Auswertungs-Programmen.

Dafür nur ein kleines, aber deutliches Beispiel: Vor ein paar Tagen habe ich an das Bundeswirtschafts-Ministerium geschrieben. Erwartet wurde eine Auskunft, über die Behandlung eines Einzelfalls, in einer bundesweiten Firma. Der Fall ist ganz klar, aber in der Antwort stand nur, dass ich mich an die Verbraucherschutz-Verbände wenden sollte. Die verlangen Gebühren, aber die Frage wäre für die steuerzahlende Allgemeinheit, grundsätzlich wichtig gewesen. Natürlich weiß der Minister darüber nichts. Seine Mitarbeiter hätten aber klar antworten müssen. Der Fall ist also noch nicht geklärt, und die Namen der Beteiligten haben ein Recht auf Datenschutz. Aber genau das sind die Themen des Staats, die er zu oft rasch abwimmeln will. Kein Einzelfall. Und wenn sich das nicht ändert, dann wird sich auch vieles Andere überhaupt nicht ändern, das zu Beginn dieses Artikels, nur als deutliches Beispiel diente. Genau dafür sind solche Kommentare bestimmt. Denn es kann ja nicht einfach so weitergehen wie bisher.

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