Feiertage im Februar

11.2..2022. Die privaten Feiertage im Februar konzentrieren sich auf den Karneval, erst am 17.4.22 ist der Ostersonntag. Obwohl sich die gemessene Uhrzeit nicht ändern lässt, baute Einstein (1879 – 1955) um das Thema „Zeit“ eine ganz neue Welt auf. Mit den physikalischen Formeln seiner Relativitätstheorie bewies er, dass die Zeit auch abhängig ist von den Faktoren Masse und Energie. Das hatte Folgen und war das vorher unbekannte Fundament für die spätere Elektronik, die auch das Internet möglich macht. Werden Wissenslücken geschlossen, verbessert das auch die Ergebnisse wichtiger Projekte und deren finanziellen Erfolg. Nicht nur ganz Wichtiges bewegt die Welt, die kleinen Einzelheiten sind ein Teil davon, der verändert oder ausgetauscht werden kann.

Die steilen Stufen der Karriere und die harten Ellbogen der Hierarchie entschieden früher darüber, wer ganz oben saß und die Schalthebel bewegte. Die Schulbildung, auch das jahrelange Universitätsstudium, setzte dafür unverwechselbare Markierungen, die längst unbrauchbar sind. Qualität hängt ab von persönlichen Erfahrungen, die viel Wissen voraussetzen, aber trotzdem nicht funktionieren müssen. Also entscheidet die Mischung, die Zutaten. Eine trübe Suppe oder ein starker Treibstoff, mit dem sich Berge bewegen lassen. Auch Staaten und internationale Konzerne. Ob das klappt, lässt sich an ein paar Messzahlen feststellen, wenn sie ein zuverlässiges Fundament haben.Das sind Universalgesetze, deren unterschiedliche Form immer den gleichen Inhalt hat: Das Innenleben muss funktionieren. Und was so einfach klingt, ist das Schwerste. Wer verrostete Einzelteile liebt, bleibt unterwegs stecken oder kann sich von altem Spielzeug nicht trennen. Auch ein Normalfall, weil er zu oft passiert. Ein starker Klebstoff sorgt dafür.

Aus nächster Nähe, auf der Schule oder in der Lehrzeit, ist das gar nicht jedes Mal erkennbar. Aber im Rückblick sofort, weil Vergleiche möglich sind, ganz schnell. Eine künstliche Hochgeschwindigkeit verfehlt die ganz weit entfernten Ziele. Volltreffer gibt es nur mit dem Durchblick, der sogar dicke Betonwände durchsichtig macht. Oder die alten Steinmauern der römischen Vatikanbank. Die Information kamen direkt aus dem Zentrum, jetzt sind sie offen zugänglich, nach zweitausend Jahren strenger Geheimhaltung. Alles muss wieder völlig neu aufgebaut werden. Ein harter Fall für jedes berühmte Denkmal, aber unvermeidlich, weil Viele dabei zuschauen. Ein Musterbeispiel, das sich grenzenlos anwenden lässt. Sonst könnte man es vergessen, aber die Antennen dafür werden immer empfindlicher und genauer. Die Neugierigen auch, die sonst lieber im bequemen Schaukelstuhl die Aktienkurse lesen, ohne ihre Bewegungen zu verstehen.Im Schaukelstuhl sucht man sich die besten Fensterplätze, um nichts zu verpassen, aber dafür reicht der Platz nicht einmal in einem überfüllten Bierlokal, wo namenlose Stimmen summen. Wortfetzen flattern vorbei, aber kurze Stichwörter lösen manchmal ein Donnerwetter oder ein Erdbeben aus, das Seismographen am anderen Ende der Welt registrieren und analysieren.

Ein Einzelner hat dabei keine Chance, aber er ist nicht allein. Wenn er sich gut benehmen kann, öffnen sich die Ohren noch weiter und auch die Sprechwerkzeuge. Eine Kunst bleibt dabei das Senden der richtigen Signale. In der Steinzeit sorgten dafür Trommeln, deren Rhythmus große Menschenmassen verstanden. Große Posaunen eröffnen „“Siegfrieds Trauermarsch“, mit allen musikalischen Lebensmotiven, die mit einem lauten Trompetenschall plötzlich zusammenbrechen, weil der Held verraten und ermordet wurde. Am 13. Februar 1883 starb Richard Wagner in Venedig.  Übermorgen ist das 139 Jahre her. Weil er gebrechlich war, hatten einige Freunde damit gerechnet. Auguste Renoir malte ihn am 15.1.1882, das Bild kommentierte Wagner mit der Bemerkung: „Da sehe ich aus wie ein evangelischer Pastor.“ Nämlich friedlich und abgeklärt. Im Sommer stand ihm damals noch die Uraufführung des Schlusswerks „Parsifal“ bevor, im Winter danach reiste er nach Italien.

Ein Sonderzug stand schon am Tag nach seinem Tod bereit, und an jedem größeren Ort spielten herbei geeilte Musiker „Siegfrieds Trauermarsch“. Die Nachrichten-Telegramme durch Funksignale,  wurden 1852 erfunden, eine ganz frühe Form dieser Informationsverbreitung, die immer mehr vergessen wird, seitdem Computer ganz andere Türen geöffnet haben. Über sein Leben und seine Gedanken hat der Komponist viele Papierseiten hinterlassen, noch mehr seine Freunde und Feinde. Diese Berge kann Niemand vollständig lesen, aber Zusammenfassungen, und das ist hier auch, das Thema Nummer Eins.

Zuverlässige Regeln sind keine Ausnahme, sondern steuern  das Alltagsleben in allen Bereichen. Ohne Wegweiser, die richtigen Verbindungswege, bleibt das ein unklarer, zäher Sumpf. Machmal reichen schon Überschriften, um weiter zu kommen.

Im Sommer 1983 war ich auch einmal mit dem Zug in Venedig, zufällig hundert Jahre nach seinem Tod. Das Sterbehaus, der Palazzo Vendramin, ist nicht weit vom Hauptbahnhof entfernt, und man kann dort, aus der ersten Etage, direkt auf den Canale Grande schauen, wo er zuletzt die Stadt sah.. Das war nur ein Tagesausflug, aber unvergesslich. Danach ging es weiter bis Rom und Neapel, wo eine ganz andere Welt beginnt, die unterschätzt wird.

Georg Solti dirigiert hier „Siegfrieds Trauermarsch“

https://www.youtube.com/watch?v=SXIXI1u0X9c

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