Finanzielle Abgründe

6.11.2020. Im Schulunterricht waren Zahlen langweilig, weil sie nur zum Rechnen benutzt wurden. Die Hintergründe, die Veränderungen und Vergleiche in der Außenwelt waren kein Thema. Auf dem Gymnasium gab es, neun Jahre lang, keine Betriebswirtschaft. Keine Volkswirtschaft. Nur Gastwirtschaften, zum Bier trinken.

Das hat sich deshalb geändert, weil es sein musste. Im Beruf. Privat auch, aber da konnte Jeder selbst für Durchblick sorgen.

Die aktuellen ökonomischen Zahlen sind erschreckend. Die Corona-Krise verschlimmert das noch, weil leere Politikersprüche nichts verbessern Verlängert man die fallenden Tabellenwerte, dann wird es immer ernster. Die Grundrechenarten beherrscht Jeder, aber kann nicht in der Realität damit umgehen. An Supermarkt-Kassen werden die Waren gescannt. In den Chef-Büros weiß man dann sofort, wie viele Kunden jeder einzelne Mitarbeiter bedient hat, wie viel Zeit er dafür verbraucht hat. Das kann ein Kündigungsgrund sein, auf einem schrumpfenden Arbeitsmarkt. Frührentner belasten Niemand, nur die Staatsausgaben.

Das ist oft gesundheitlich unvermeidlich, aber wie viele Fälle vorgetäuschter Faulheit verstecken sich darin? Bei manchen Leuten braucht man nur dreißig Minuten, um aus ihrem Gerede die Betrügereien zu erkennen. Man soll ihnen aus dem Weg gehen, denn ein schlechter Charakter ändert sich nicht, nur die Raffinesse der schlauen Täuschungsmanöver. Erinnert man sich an längst vergangene Jahre, wird das immer deutlicher. Man hätte Einiges verhindern könne, wenn man es nur verstanden hätte. Aber es gab ja keine Betriebswirtschaft in der Schule. Dafür Latein, eine längst tote Sprache, die Niemand mehr ernsthaft brauchte. Ich habe damals das Große Latinum mit einem „Sehr gut“ bekommen. Aber es war Zeitverschwendung, nützlich nur für Angebereien.

Auch damit verplempern Einige ihre Lebenszeit. Aber Film und Fernsehen sind längst Krisenbranchen, weil zu Viele sich dort, bequem satt essen wollen. Doch die Konkurrenz neuer Medien wächst auch. Gleichzeitig der Druck, Angebote anzunehmen, die Unglück bringen. Ein schlechter Ruf zerstört die Zukunft, auch wenn böse Einträge im polizeilichen Führungszeugnis nicht sofort auftauchen. Die Dunkelziffer bei Straftaten ist sehr hoch, aber überhaupt keine Garantie, wenn die Auswertungsprogramme immer besser werden. Und präziser, ohne die überzogener Kosten einer ständigen Überwachung und zusammengefälschte Phantasieprodukte. Die privaten Sicherheitsfirmen sind notwendig, aber Übertreibungen können die Existenz ganzer Firmen bedrohen, wenn sie nur ein einziges Mal negativ auffallen. Dann springen die guten Kunden sofort ab, und Alles spricht sich schnell herum.

Ich habe viele interessante Gespräche mit Sicherheits-Experten geführt, vor vielen Jahren auch Aufträge erteilt. Die meisten sind sympathisch, aber nicht Alle. Das merkt man schnell und mischt sich in ihre Angelegenheiten überhaupt nicht ein. Jeder lebt in seiner eigenen Welt. Und sollte dort auch bleiben. Ein ruinierter Ruf, eine beschädigte Vertrauensbasis lässt sich aber nicht mehr reparieren.

Das gilt in allen Bereichen. Gefährlich vor Allem bei großen Firmen und politischen Organisationen. Wenn Regierungen zu lange sich an der Macht festklammern. Auch in Dörfern, deren Besuch man meidet, weil man die Halunken kennt. Aber auch die guten Vorbilder findet, die jede Unterstützung verdienen. Im Zweifel entscheide ich mich nicht für das Wegbleiben, sondern schaue weiter zu. Das kann man auch aus Alaska, wo der gerissene Politiker Franz Josef Strauss, nur im Spass natürlich, Ananas züchten wollte, Tropenfrüchte.

Im Übrigen gibt es keinen Grund für Wichtigtuerei. Ich habe viel eingesteckt, aber niemals Rachegedanken gehabt. Das sieht man auch in meinen Texten. Unzumutbar sind allerdings Belästigungen, die zwar insgesamt weniger wurden. Aber sie sind ein Verstoß gegen die universale Weltordnung. Dafür bringe ich hier keine Beispiele. Denn wenn die Rechtslage klar ist, haben die Verursacher keine Chance zu ewigen Wiederholungen.

Wenn große Städte und große Firmen schlecht wirtschaften, ist das schlimm genug.

Aber wenn große Staaten Fehler machen, bedrohen sie ihre eigene Nation. Und rütteln am Fundament der Weltgemeinschaft, die miteinander auskommen muss. Ursachenforschung wird immer wichtiger.

Das Internet ist eigentlich allwissend, wenn die Daten vollständig sind und nicht gefälscht wurden. Aber in den winzigen Elektronen verstecken sich auch Verbrechen. Das entdecken die Computer auch, aber die Programme dafür sind noch mangelhaft. weil sie Auffälligkeiten nicht verknüpfen und solche Fachleute brauchen, die mehrere Wissensgebiete beherrschen und einbauen können. Das unterstütze ich gern.

Im Kapitel „Die Gesetze der Ökonomie“ findet man hier mittlerweile 114 Artikel. Einige Erfolgsmeldungen sind immer dabei. Aber noch mehr Fehlerberichte. Grund können nur die Bosheit der Mitwirkenden sein. Oder Informationslücken, die Jeder selbst schließen kann. Unter diesem Text sind auch dazu ein paar Stichwörter. Man muss sie nur anklicken.

Zur Erholung singt jetzt Hildegard Knef aus der „Dreigroschenoper“ das harte Brecht-Lied von der „Seeräuber-Jenny“.

Text-Finale: „in dieser Nacht wird ein Getöse sein im Hafen. Und man fragt: „Was ist das für ein Getöse?“ Und man wird mich stehen sehen, hinterm Fenster. Und man sagt: „Was lächelt die so böse?“ Und das Schiff mit acht Segeln und mit fünfzig Kanonen wird beschießen die Stadt. Und an diesem Mittag wird es still sein im Hafen, wenn man fragt, wer wohl sterben muss. Dann werden Sie mich sagen hören: „Alle!“ Und wenn dann der Kopf fällt, sag‘ ich: „Hoppla!“ Und das Schiff mit acht Segeln und mit fünfzig Kanonen wird entschwinden mit mir.“

https://www.youtube.com/watch?v=wFoD6iEMYgo

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