Freitagabends im Kino

23.9.2022. Am Freitagabend war München früher nicht zu übertreffen. Spannend war es jeden Tag, aber Freitagabend begann für die meisten das Wochenende, für Jeden nach seinem persönlichen Geschmack. Damals passte das Wort Traumstadt noch, heute muss man nicht lange überlegen, welches Wort besser passt. Auch das sieht Jeder ganz anders, daraus kann man erkennen, in welche Schublade er gehört oder, als hoch gebildeter Paradiesvogel, in welchem Gebirge er unterwegs ist, ohne dass dort Gleichgesinnte unterwegs sind.  Hollywood ist die Mutter aller Kinofilme, und dort erschien vor sechzig Jahren das dicke Buch „Hollywood-Babylon“. Der Autor Kenneth Anger wurde niemals verklagt, er nannte alle Namen und ergänzte sie mit echten Dokumentar-Fotos. Das Buch liest man,  ohne eine Pause zu machen, aber die wilden Zeiten sind längst vorbei. Zum Beispiel erfährt man von Kenneth Anger, dass der erste „Ben Hur“, mit dem berühmten Wagenrannen, vom Schauspieler Ramon Navarro gstaltet wurde, der ein Publikumsliebling war. Ermordet wurde er in seiner Traumvilla von zwei Zufallsbesuchern, die ihn mit einer antiken Statue erschlugen, dazu sieht man einen von den beiden auf einem Schwarzweiß-Foto, das schon ein paar Tage älter war.

Babylon war im Altertum eine mächtige Stadt. In der „Johannes-Apokalypse“ vom Weltuntergang wird sie als Stadt der Sünde bezeichnet, schlimmer als Rom. Vor dem Jüngsten Gericht in der Bibel taucht noch ein scharlchrotes, krankesTier auf, mit der dreifachen Bezeichnung “ 6 6 6″. Das ist Satan selbst. Beide Figuren werden von Erz-Engeln vernichtet. Sie tragen Rüstungen wie Soldaten, erst danach beginnt der Weltuntergang. Nach der Vertreibung der Menschen aus dem Paradies bewachte der Erzengel Michael den verlassenen Wundergarten, mit einem Flammenschwert, damit die Menschen nicht mehr zurück kamen. Das sind keine Fakten, sondern alte Symbolbilder, die man übersetzen kann, Dann werden sie, auch in der Gegenwart, verständlich. Zur „Deutung der Symbole“ gibt es hier drei eigene Kapitel, eines unter diesem Text.

Bis zum 27. September sind  es noch vier Tage, aber der Freitag passt besser. Das war damals ein Sonntag, am 27.9.1987, aber ein Feiertag, aus anderen Gründen. Der Umzugstag nach München. Zu den vorherigen Jahren im Norden, von 1949 bis 1987, gibt es hier ein eigenes Kapitel, die siebzehn Jahre in Münster lagen in der Mitte, auch inhaltlich, wenn man die alten Bilder innerlich verarbeitet hat. Das geschah bisher in 46 Kapiteln, mit unterschiedlichen Themen, die aber eine gemeiname Handschrift haben.

Am 18.9.22 erschien hier der Artikel „Supermann Thor“ :

https://luft.mind-panorama.de/supermann-thor/

Zitat: „Dazu ein  farbenprächtiger  Film, nach den arabischen „Geschichten aus Tausendundeiner Nacht.“ Er beginnt mit einem Zitat: „Die Wahrheit liegt nicht  in einem einzigen Traum. Die Wahrheit liegt in vielen Träumen.“ Oder auch in Alpräumen, manchmal.

Ab 1990 war der Filmkomponist John Barry (1933 – 2011) in Hollywood nicht mehr erwünscht, weil er keine Digital-Musik  schrieb. Auch die Filme änderten sich, ohne ihn. Dann ging er ins Aufnahmestudio, für seine eigene Welt. Ein Stück daraus ist „The Beyondnesses of Things“ (Die Jenseitigkeit der Dinge) :

https://www.youtube.com/watch?v=67tN6ShNhiY

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