Galapagos

25.1.2021. Die Galapagos Inseln sind weit weg, im großen Ozean bei Chile. Sehr bekannt wurden sie durch Charles Darwin. Er tauchte mit einem wisenschaftlich ausgebauten Schiff auf. Dann fand er, dass dort, auf einer begrenzten Fläche, sich Vögel entwickelt hatten, die zwar die gleiche Rasse hatten, aber ganz unterschiedlich gebaut waren. Zum Beispiel die Schnäbel veränderten sich im Lauf vieler Jahre, je nachdem, welche Nahrung sie bekamen: Fische oder härtere Früchte. Und so war es bei anderen Eigenschaften auch. Der Körper passte sich an seine natürliche Umgebung an. Darwin nahm davon viele Muster mit, zurück nach England und dort studierte er sie ganz genau. Er fand die Gesetze der Evolution des Planeten, nach denen sich sämtliches Leben auf der Erde weiter entwickelt. Seine Erkenntnisse von den ewigen Spannungen und Auseinandersetzungen, bei denen nur die Stärksten gewinnen, wurden politisch missverstanden und beim Rassenwahn, zur Ausrottung unterschiedlicher Völker missbraucht. Es verbreitete sich auch der Schwindel, der Mensch stamme vom Affen ab. Schuld sollte wieder Darwin sein. Aber er meinte etwas ganz Anderes. Im Meer entstanden sämtliche Lebwesen, veränderten und passten sich aber langsam ihrer natürlichen Umgebung an, auch äußerlich. Aus Fischen wurden andere Tierarten, die höchsten Stufen ähnelten dem Menschen, und er übertraf sie dann alle. Dummheit kann das so sehr falsch verstehen, dass daraus dann wild zusammenphantsierte Hirngespinste entstehen.

Wichtiger sind die erweiterten Forschungsmöglichkeiten. Schon längst arbeiten unterschiedliche Denkrichtungen eng zusammen. Zum Beispiel Physiker und Biologen. Die Nanotechnik will in den kleinsten Dimensionen die Natur entschlüsseln und neue Welten entwickeln. Gerät das aber in falsche, kriminelle Hände, wird zum Beispiel die Medizintechnik missbraucht. Manche Akademiker kennen nicht einmal den Eid des Hippokrates. Niemand unterschreibt ihn, aber er fordert alle Ärzte auf, Heilmethoden nur zum Wohl der Patienten anzuwenden. Die Realität hat sich davon längst entfernt. Für Geschäftemacherei wird auch Überflüssiges und Schädliches sproduziert. Die Werbepsychologie entdeckt neue, lukrative Märkte, und dann geht es los. Eine künstliche Nachfrage wird im Labor realisiert, um Käufer zu finden oder politische Ziele zu unterstützen.

Das Alles soll natürlich Niemand wissen, aber es ist längst bekannt, auch aus vielen anderen Bereichen. Es fällt immer schneller auf, auch die Ursachen und Motive im Hinzergrund. Das ist – immer wieder – die große Chance des Internets. Wenn ich hier über Erkenntnisse aus der Psychoanalyse oder der Musik schreibe, muss das Niemanden interessieren. Aber das stimmt nicht. Nur deshalb liest man, ganz oben auf dieser Seite, Hinweise auf das Urheberrecht, das Copyright und die Besucherzahlen. Kein Grund zur Wichtigtuerei, aber ein Hinweis darauf, dass es, sogar im weltweiten Netz, noch Regeln und Gesetze gibt.

Leider ist es, in nachweisbaren Fällen, so weit gekommen, dass Spuren, offen sichtbar, in der Landschaft herumstehen, deren Verursacher damit Geld oder Anerkennung einfach an sich gerissen haben. Es ist Zeitverschwendung, jeder Kleinigkeit hinterher zu laufen, aber die Unverschämtheit mancher Köpfe ist größer als man es für möglich hält. Weil solche Regelverstöße sehr teuer werden können und viele Mitwisser haben.

Viel wertvoller ist es, Neuland zu entdecken. In allen vierzig Kapiteln, die man ganz rechts auf dieser Seite sehen kann, geschieht das auch. Von allgemeinem Interesse ist es nicht immer. Die Kultur ist Privatsache und Geschmacksache. Aber Ökonomie, Politik und große Wissenslücken in der Rechtsprechung und Polizeiarbeit bekommt Jeder zu spüren. Am erstaunlichsten ist dabei gar nicht, was Jeder in der Zeitung oder in Büchern lesen kann, sondern, was man in Zufallsgesprächen mit Unbekannten hört. Es ist ganz menschlich, wenn Jemand unter Druck steht und einen Zuhörer findet, dass dann sich alle Schleusen öffnen können. Das ist Privatsache und vertraulich, öffnet aber große Tore, hinter denen schwere Fehler und falsche Bewertungen erkennbar werden. Das wiederum hat Folgen. Selbst wenn man nicht alle Staaten der Welt besuchen kann und ihre Machtmenschen überhaupt nicht kennt, verbreiten sich täglich Informationen, massenhaft und nicht zu verhindern. Unglaublich ist es, dass schwere Fehler oft gar keine Konsequenzen haben. Die alten Schlampereien blühen und wachsen einfach immer weiter. Ungerechtigkeiten sind härter und dauerhafter als Diamanten vom Mond. Die Nutznießer werden dabei immer fetter.

Die Logik macht das Alles leicht verständlich, auch wenn die Details sehr kompliziert sein können, wie ein schwarzer Sumpf im Mondschein. Doch die Uhr tickt immer lauter. Die Krisen steigern sich. Also muss ein Umdenken statfinden. Früher waren das Enthüllungsberichte, Skandale aus der Zeitung. Die Experten dafür sind heute, schon an ihren alten Perücken erkennbar. Doch mit Schminke und Verkleidung geht es nicht weiter. Auch wenn man Smartphones nur für verbotene Spielereien benutzt. Das war ein Massenvergnügen, bis vor einem Jahr. Jetzt lacht Keiner mehr darüber, auch nicht die arbeitslosen Statisten.

Im Grunde ist Genörgel darüber wertlos, aber die Erkenntnisse sind immer noch zu wenig bekannt. Alle Staaten müssen damit gut umgehen, und dann wird auch etwas daraus. Jede Erfolgsmeldung verdient Aufmerksamkeit, weil sie den Kreislauf wieder in Schwung bringt. Davon hört man zwar noch nicht viel, aber es bewegt sich, immer schneller.

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