Genau vor 33 Jahren

27.9.2020. Genau vor 33 Jahren war der Umzug von Westfalen in das 750 Kilometer entfernte München. Eine ganz andere Welt, mit ungewohnten Traditionen: Die deftige Sprache, der altbayerische Dialekt, vemischte sich mit Stimmen aus der ganzen Welt. Das ergab eine freundliche Behandlung zugereister Gäste („Zuagroaster“). Kontakte entstanden schnell, beruflich und in der Freizeit. Eine Überfülle von Sehenswürdigkeiten für Touristen. Geheimtipps für Neuzugänge. Spätabends, an den vielen Theken, lange Gespräche bis zum Morgengrauen oder Gemeinsamkeit im persönlichen Bereich. Manches funkte zunächst, an der Oberfläche, das Meiste rauschte vorbei und öffnete neue Erfahrungen, die im Lauf der Zeit immer wertvoller wurden oder Änderungen und Abschiede unvermeidlich machten. Die dunklen und die hellen Farben vermischten sich und schufen neue Bilder und Gedanken.

Am Anfang stand eine achtstündige Autofahrt im hellen Sonnenlicht, mit dem Ziel Schwabing West. Ein Sonntag, so wie heute, der auch jetzt gerade, genau um Mitternacht, wieder beginnt. Unruhe und Abwechslung, neue Erlebnisse sind längt nicht mehr wichtig. man erntet, was langsam sich entwickelt hat. Absackende Qualität oder klare Trennung, das letzte Wort kann auch das beste sein. Abschiede fallen gar nicht immer schwer, sie können auch eine Befreiung sein, das Loslassen von sinnlosen Belastungen, die nichts mehr bringen. Das schafft wertvollen Platz, der selbst mit viel Geld nicht zu bezahlen ist. Viele verstehen das nicht, manche mischen sich trotzdem noch ein, als unerwünschte Belästiger. Mittlerweile ist das zu Recht eine juristische Straftat, die im Wiederholungsfall sehr teuer werden kann. Genauso wie das Verbreiten von Lügen oder Märchen.

Wenn man Überflüssiges abstreift wie einen alten, hässlichen Mantel, ist das eine Befreiung. Zum Vorschein kommen dann nicht nur Kostbarkeiten, sondern auch Müll oder Wegwerf-Sachen, die Platz verschwenden. Weil die Zeit, durch die gewachsene Überfülle vergangener Erlebnisse, immer schneller abläuft, muss man trennen zwischen Wichtig und Unwichtig. Das machen alle Computerprogramme vollautomatisch, wenn sie gut vorbereitet sind. Der Mensch stößt da an Grenzen, die sich aber auch verändern lassen. Und findet Vergleiche, Gemeinsamkeiten von Abläufen, die früher nicht beachtet wurden, aus Unkenntnis. Informationen kann sich heute Jeder selbst besorgen. Die Möglichkeiten steigern sich. Aber auch die Passivität der faulen Zeitgenossen, die einfach nur überall mitreden wollen, um sich wichtig zu machen, mit wertlosem Klatsch und Tratsch. Das durchschaut man immer schneller.

33 Jahre – zwei Mal die Drei, das Zeichen der Trinitas, der dreifachen Einheit aus Vater, Sohn und der universalen Energie, die von Anfang an die Fortentwickung auf dem Paneten Erde, den unbeirrbaren Fortschritt begann und auch weiter steuert, trotz aller Bremsversuche. Die kosmische Energie ist in der genannten Reihenfolge selbst die magische Ziffer Drei. Das Ergebnis. Wenn diese dritte Dimension fehlt, ist das eine Lücke im Gesamt-Zusammenhang, die man finden und schließen kann.

Jeder setzt selbst seine Schwerpunkte. Dabei kann man auch an die falschen Leute geraten. Aber in der Summe, der abschließenden Bilanz, zählen nur die Gewinne, nicht im materiellen Bereich, sondern bei dem, was bleibt. Die Kunst hat da grenzenlose Möglichkeiten. Drama, Sprache und Musik erreichen manchmal die tiefsten Abgründe, aber auch die höchsten, einsamen Gipfel. Dort, wo die Luft ganz dünn wird. Und die freie Sicht immer sehenswerter.

Der Blick in die Zukunft hängt immer ab von den Erfahrungen der Vergangenheit. Manches reift ganz langsam oder verschwindet. Das ist ein Natur-Prinzip, wie die Jahreszeiten. Auch eines der ganz unterschiedlichen Themen, die man hier auf dieser Seite, rechts unten findet.

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