Gut gewürzte Suppen

16.9.2022. Gedanken sind nur dann eine Suppenküche, wenn die Zutaten wild durcheinander gerührt und schlecht gewürzt sind. Sonst können sie wie eine große Orgel sein, in der viele Klänge gemischt werden. Ob das schmeckt, kann man abwarten. So ist das auch bei Noten. Wenn der Dirigent nichts damit anfangen kann, wird aus dem schlechten Klang ein Lärm. Oder ein Schlafmittel. 1996 saß in Bayreuths „Parsifal“ eine ältere Dame neben mir, aufwändig hergerichtet. Mitten im zweiten Akt kam ihr hochfrisierter Kopf immer näher. Se war eingeschlafen. Bis zur Pause habe ich mich nicht mehr bewegt, danach habe ich das Gelände verlassen. Mene Begleitung erzählte später, ihre Nachbarn hätten gefragt, „Was hast du dem Herrn getan, dass er nicht mehr zurück kommt?“ Des Rätsels Lösung wussten sie nicht, gerade konnte man sie lesen. Anschließend gingen wir nicht mehr zum Künstlerlokal „Eule“ wie sonst, weil es vermutlich überfüllt war. Am Markt gab es noch das Wienerwald-Lokal, dort wurde bereits aufgeräumt. Doch die Kellnerin sagte, „Ich brauche noch Zeit. Sie können gern bleiben.“ Danach gab es ein ungestörtes Gespräch, bis zum natürlichen  Nachtschlaf.

Wenn Musikdramen gut aufgeführt werden, sieht das anders aus, sorgt aber nicht unbedingt für Freude. „Parsifal 2008“ war außergewöhnlich, dazu gibt es hier einen Bericht. Nach dem Erscheinen zeigte sich sogar die führende Festspielleitung:

https://luft.mind-panorama.de/?s=stefan+herheim&x=18&y=7

Zitat vom 31.8.22: „In der Altstadt betraten wir  ein Stammlokal der Festspielleiterin. Die Kellnerin wartete schon an der Tür und führte uns zum Nachbartisch. Also war die Überraschung geplant. Neben der ersten Dame saß ihr Rechtsanwalt, außerdem ihr Lebensgefährte und der Privatsekretär. Niemand sagte ein Wort, obwohl die vornehme Runde darauf gewartet hatte. Schade, aber das hätte man friedlich vorbereiten können. Einen der Überraschungsgäste fragte ich nur nach der Übersetzung eines ausgefallenen lateinischen Wortes. Das ärgerte ihn, „Warum fragen Sie mich das?“ Es war sein Pseudonym in einer lebhaften Internet-Diskussion, wo er immer sachlich und fair mit mir diskutiert hatte. Jetzt war das Rätsel gelöst, immerhin so leise, dass kein Zuhörer es verstand. Trotzdem hat es sich bei den Tischgästen herumgeprochen, vielleicht auch noch bei anderen.

Der Grund für die Überraschung war offensichtlich: Ein paar Tage vorher hatte ich die Generalprobe vom neuen „Parsifal“ gesehen, die Karte war ein anonymes Geschenk. Ich war begeistert über Stefans Herheims ungewöhnliche Inszenierung, damit hatte wohl Niemand gerechnet.

Schade, das hätte auch ganz friedlich über die Bühne gehen können, mit Argumenten. Der Ukraine-Krieg ist Realität, aber sogar solche Konflikte lassen sich lösen. Der erste Beitrag heute beweist das, „Tempo ohne Hysterie“ :

https://luft.mind-panorama.de/tempo-ohne-hysterie/

Oft ist es so, als ob die Welt sich noch in einem anderen Planetensystem befindet, doch das ist eine äußerliche Täuschung. Die Univeralgesetze gelten überall, man muss sie nur übersetzen. Sie haben Schwarze Löcher, als wäre es ein Zauberkasten.  Die gibt es aber wirklich, sie lassen kein Licht in ihr Innereres, haben aber eine Energie, mit der sie Nachparplaneten verschlingen können. So kann auch unser Planet entstanden sein, beim Urknall vor13,8 Milliarden Jahren. Näheres dazu in den 24 Artikeln über das Webb-Teleskop:

https://luft.mind-panorama.de/?s=webb-teleskop&x=10&y=7

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