Harte Brocken

10.4.2021. Die Härte der Elemente bestimmt auch ihre Verwendbarkeit. Im Norden ist geforenes Packeis sehr widerstandsfähig, aber wenn die Temperaturen steigen, wird es flüssig. Genauso unterirdische Gesteinsmassen. Wenn sie in einem Gebiet mit aktiven Vulkanen liegen, kann die Hitze glühende Felsen zum Schmelzen bringen und die nähere Umgebung zerstören. Im Jahr 79 n. Chr. wurden die Städte Pompeji und Herculaneum, südlich von Neapel, von einem Ascheregen überschüttet. Archäologen haben sie wieder ausgegraben, und man kann viele Details anschauen, über die Lebensweise der damaligen Zeit. Sehr große Landflächen in Russland können nicht genutzt werden, weil dort Dauerfrost herrscht. Und in der nordafrikanischen Wüste dominieren Hitze und Sand, der nicht als Ackerboden geegnet ist. Maschinen können das ändern, aber ihre Fähigkeiten sind begrenzt. Das wird auch so bleiben, aber die Grenzen lassen sich verschieben, mit einem riesigen Aufwand, der teurer sein kann als die Vorteile. Außerdem bringt jede geologische Veränderung das Gleichgewicht in Gefahr, die Außentemperaturen und das Wetter.

Deshalb kämpfen weltweite Organisationen um Vorsicht und Wachsamkeit. Ihre Erfolge haben auch Grenzen. So lange der tropische Regenwald rücksichtslos abgeholzt wird, hat das Folgeschäden. Beobachtet wird das von feinen Messinstrumenten, aber die politischen Regierungen nehmen das nicht immer ernst. Dahinter stecken gewaltige finanzielle Interessen. Im Prinzip nichts Schlechtes, aber wenn es auf Kosten der Allgemeinheit geht, sehr gefährlich. Fehler werden überall gemacht. Am wichtigsten sind die Folgen. In vielen Staaten lebt eine arme Bevölkerung Manchmal ist das unvermeidlich, aber sehr oft überhaupt nicht. Man kann hier auf Beispiele verzichten, weil Jeder sie selbst leicht erkennen kann. Die Gesamtausgaben eines Staates werden veröffentlicht, seine Einnahmen auch. Also die Leistungsbilanz. Dazu gibt es viele Graphiken und Tabellen. Aber sie sind nicht lückenlos. Bei geographischen Karten spricht man von weißen Flecken, die noch Keiner erforscht hat. Mittlerweile ist das nicht mehr realistisch. Auf ökonomischen Karten kann sogar Alles sehr sauber und glatt aussehen. Aber sie enthalten viele unsichtbare Winkel, unbekannte Abgründe und schwarze Sümpfe, die sich nicht ändern. Die Computertechnik kann das sichtbar machen, aber sie wird oft mit halb wahren oder falschen Zahlen gefüttert. Oft wird das sogar ein öffentliches Thema, mit viel Empörung und Gejammer. Aber es ändert sich nichts.

Eine neue Weltordnung ist längst fällig, aber deren Regeln dürfen nicht außer Kontrolle geraten oder in falsche Hände fallen. Vor achtzig Jahren zerstörte der Zweite Weltkrieg große Teile von Europa. Danach herrschte militärischer Frieden, und Alles wurde wieder aufgebaut. Am Anfang mit großem Erfolg. Vor Allem das westdeutsche Wirtschaftswunder wurde bestaunt. Vor einer Woche, am 2.4.21, habe ich dazu einen Artikel geschrieben: „Erhards Schatztruhe“ :

https://luft.mind-panorama.de/erhards-schatztruhe-2/

Dreißig Jahre hat das Wirtschftswunder damals funktioniert, aber andere Staaten machten es nicht nach. Sie hatten eigene Regeln, die nicht gut funktionierten. So blieb es bei Ländern, deren Regionen reich wurden oder immer mehr verarmten. Auch in Deutschland begannen Anfang der Siebziger Jahre Krisen, deren Oberfläche vergoldet waren, aber innerliche Aklarmsignale sendeten. Jetzt ist dabei ein weltweiter Tiefpunkt erreicht. Ohne eine wirtschaftliche Ursache sind Riesenschäden entstanden, die mit Krediten überbrückt werden, aber keine neuen Ideen enthalten. Auf jeden Fall werden große Geld-Summen dafür gebraucht. Ausgerechnet da gibt es seit ein paar Wochen die Finanz-Skandale in den höchsten Etagen: „Wire Card“. „Open Lux“. Und noch ein paar andere, die das Gesamtbild erweitern. Die Justiz ist dabei aktiv, kann aber die offenen Lücken allein nicht schließen. Auch auf den sonstigen Gipfelhöhen hört man viel Gerede. Aber die alten Wunder nach Ludwig Erhards zeitlosen Regeln stehen auf dem Abstellgleis. Man kann sich dort ungehindert umschauen, muss aber die Werkzeuge auch wieder benutzbar machen. Ob das scheitert, weiß man erst, wenn überhaupt damit angefangen wird.

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