Hilfe für die Bauern

21.10.2020. Die Regierung hat jetzt eine Öko-Reform beschlossen. Eine gute Idee, aber was davon ist wirklich ganz neu?

Zum Thema gibt es hier schon lange ein eigenes Kapitel: „Die Gesetze der Ökonomie“. Man findet es ganz rechts, in der Themen-Übersicht auf dieser Seite, mit bisher 121 einzelnen Artikeln.

Reformen sind nur dann gut, wenn sie etwas bewirken. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Politische, leere Dampfplaudereien hört man oft, aber nichts bewegt sich danach.

Die gut praktizierte, aktive Ökonomie ist die wichtigste Voraussetzung für politische Stabilität, für die Beseitigung von Ungerechtigkeiten und Armut, also für den allgemeinen Wohlstand. Ein Meister war dabei Ludwig Erhard (1897 – 1977). Er fand das Wundermittel, seine zeitlos gültigen Ideen von der freien Marktwirtschaft. Damit schaffte er, nachdem Deutschland im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört worden war, innerhalb weniger Jahre das „Wirtschaftswunder“, das auch im Ausland bewundert und bestaunt, aber dort nicht nachgebaut wurde. Man erkennt das sofort an Vergleichszahlen, die aber anscheinend niemand nachlesen kann oder das gar nicht will. Denn Pleite bleibt Pleite. Unverändert, wie in Beton gegossen.

Deshalb, noch einmal diese Zusammenfassung. Danach muss es eigentlich Bewegung geben, deutlich erkennbare, schnell mögliche Veränderungen, nicht nur nebelhafte politische Absichtserklärungen. Aber seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945, also vor 65 Jahren, gab es das so klar sichtbar, wirklich nur in Westdeutschland, so lange Ludwig Erhard lebte. Vor 43 Jahren, 1977, ist er gestorben. Und mit ihm auch das Wirtschaftswunder.

Bundeskanzlerin Angela Merkel beschwört gern vor den Fernsehkamera die gute Zusammenarbeit mit ihren „europäischen Freunden“. Das sind die Staatspräsidenten, mit denen sie sich sehr gern zeigt. Damit auch ein Abglanz der gemeinsamen, untrennbaren Macht in ihrem eigenen, freundlichen Gesicht aufleuchtet. So spricht sie auch. Aber sie kennt nicht die genauen Regeln des Wirtschaftswunders, sondern schwelgt stattdessen im begeisterten Optimismus, obwohl es dafür gar keinen Grund gibt. Denn auch die ökonomischen Zahlen in Deutschland haben sich dramatisch verschlechtert, vor ihren gern lächelnden Augen, immer voll in der „Verantwortung für die Bürger“, die sie ja auch, vertrauensvoll, aber mit halb geschlossenen Augen, immer wieder gewählt haben, seit dem 22. November 2005. Seit fünfzehn Jahren herrscht sie und lächelt, aber die Situation wird nicht besser. Die allgemeine Krise vergrößert sich.

Das erkennt man sofort an Zahlenvergleichen, die Jeder selbst nachschauen kann. Die ökonomischen Kennzahlen verraten Alles, wenn sie nicht gefälscht sind.

Zum Beispiel den Geldwert, die Höhe der Staatsverschuldung. Dann die Einkommen der einzelnen Wähler, die mit ihren Gehältern und Löhnen auch ihr privates Leben finanzieren, also ihr persönliches Wohlbefinden, die individuelle Zufriedenheit, die den gesamten Staat stabilisiert. Oder kaputt macht. Weil das gar nicht erkannt wurde, brach or dreißig Jahren auch die DDR zusammen, obwohl die Staatssicherheit (Stasi) Alles, rund um die Uhr kontrollierte und überwachte. Gerade deshalb hatte man weder Zeit noch Geld, sich um die eisernen Gesetze der Ökonomie zu kümmern, die wie die Zehn Gebote zum Beispiel das Lügen verbieten, das Fälschen und das Töten. Beachtet man diese Universalgesetze nicht, treten harte Strafen ein. Im konkreten Fall löste sich ein ganzer Staat auf, wurde aber vom vorherigen Todfeind behutsam aufgenommen und gut behandelt.

Die Mehrheit der befreiten Bürger war sowieso nicht Jubelteilnehmer, sondern wurde einfach zu ihrem angeblichen Glück gezwungen

Deshalb ist es sehr aktuell,, wenn sich die Unterschiede noch weiter abbauen. Ich habe noch nie persönliche Probleme mit Ossis gehabt. Wenn man sie ernst nimmt, reden sie auch ganz offen, über die Vergangenheit. Da muss man nicht den eingebildeten „Besser-Wessi“ spielen, sondern über die, gemeinsame Zukunft nachdenken. Außerdem kommt man an Ursachen heran, die sonst nur selten thematisiert werden. Nur ein Beispiel: Hat Jemand immer noch gesundheitliche Probleme und Depressionen, dann hat es ihm damals nicht gefallen. Aber ein vierzigjähriger Thüringer sagte mir, ganz offen, „So schlecht ging es uns gar nicht.“ Aber nur, wenn man etwas dafür leistete, für den Erfolg des damaligen Staates, der immer stärkere Alarmsignale sendete und sie selbst nicht ernst nahm. Das Ende von diesem Lied ist bekannt. Aber es war nur ein Übergang in die Gegenwart und in die aktuellen Gesamt-Krisen. Wer für deren Auflösung sich einsatzt, hat alle Unterstützung verdient.

.