Im offenen Labyrinth

12.12.2020. Wenn ein großes Erdbeben ausbricht, messen und registrieren das gleichzeitig feine Messinstrumente, die Seismographen, auch aus großen Entfernungen. Voraussagen lässt es sich aber nicht, mit zuverlässiger Sicherheit. Doch vorher schon geraten kleine Tiere in Unruhe und versuchen zu flüchten. Sie haben einen Instinkt dafür, eine angeborene Antenne. Das sind keine nebulösen, unklaren Vorahnungen, sondern biologische Empfänger. Beim Menschen ist das komplizierter. Er hat ein labyrinthisches, für Fremde schwer durchschaubares Innenleben. Aber auch viele Antennen, die Katastrophen ankündigen. Das ist zum Beispiel die Gesichtsmuskulatur anderer Leute. Wenn sie auffällig ist, übertriebene, also falsche Gefühle vortäuscht, wird sie als unangenehm empfunden, so wie bei schlechten Schauspielern.

So ist auch die enthemmte Hysterie, mit der Freuds gründliche Forschungen zur Psychoanalyse begannen. Er gewann daraus noch viele andere Erkenntnisse. Aber Auffälligkeiten sind immer ein Alarmsignal. In der berufsmäßigen Kriminalistik wird das oft falsch gedeutet, und Gutachter phantasieren sich daraus sogar ihre Beurteilungen zusammen, weil sie den Mechanismus gar nicht erkennen. In Kurzform sind das Störungen der Gedanken, falsche Wahrnehmungen der Realität. Aber das können sich bezahlte Experten auch zusammenlügen. Das Problem sind immer die unveränderlichen Charaktere.

Wer lügt, täuscht und betrügt, macht das auch bei Auswertungen. und Bewertungen. In wichtigen Dingen darf das nicht von einzelnen Personen abhängen, sondern nur von mehrköpfigen Gruppen, die aber auch durch externe Beobachter überprüft werden. Zum Beispiel im Internet. Wenn das nicht beachtet wird, kommt es unweigerlich zu falschen Ergebnissen, die schlimme Folgen haben. Dafür gibt es zwar Haftpflichtversicherungen. Sie zahlen aber nicht bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Dann haftet der Gutachter selbst, mit seinem eigenen Privatvermögen. Das scheint nicht überall bekannt zu sein, denn sonst würde es nicht immer wieder passieren.

Auffällige Hysteriker sind oft auch „Stalker“, die andere Leute ausspionieren und belästigen, über lange Zeiträume. Das ist eine schwere Straftat, die aber nicht immer erkannt und gemeldet wird und die dann auch nicht bestraft wird. Viele junge Leute halten das sogar für einen witzigen Spass, solange sie nicht selbst davon betroffen sind.

Dafür gibt es viele konkrete Beispiele, die aber insgesamt viel zu umfangreich sind und deshalb in der Themen-Übersicht zu finden sind, unter diesem Text.

Solche Fälle wirken auf Normalbürger verwirrend, sind es aber nicht, wenn man die Auffälligkeiten erkennen und deuten kann. Das ist hier schon oft geschehen.

Eine sehr gute Lösung ist der Ariadnefaden. Wikipedia: „Der Ariadnefaden war ein Geschenk der Prinzessin Ariadne, Tochter des kretischen Königs Minos. In einem undurchschaubaren Labyrinth versteckte sich ein gefährliches Ungeheuer, der Minotauros . Aber er wurde von Ariadnes Freund Theseus sehr schnell gefunden. Nachdem dieser Held dann den Minotauros getötet hatte, konnte er, mit einem vorher ausgerollten, langen roten Faden das Labyrinth wieder verlassen. Wenn man in einem Irrgarten, von Anfang an, auf dem Boden einen langen Faden abrollt, kann man damit die vorher zurückgelegte Strecke auffällig markieren und jederzeit, ohne Probleme zum Eingang zurückfinden, indem man einfach den Faden zurückverfolgt.“

Aus der Oper „Ariadne auf Naxos“ singt Lisa della Casa: „Es gibt ein Reich, wo Alles rein ist.“

https://www.youtube.com/watch?v=oxtuyQ13DuI

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