Im Zeichen des Bösen

28.12.2020. Orson Welles ist ein Genie der Filmgeschichte. Vor Allem, wenn er selbst Regie führte. Das bracht ihm schon Anfang an Probleme. Sein Kinofilm „Citizen Kane“ gilt für viele Kritiker als einer der besten in der Filmgeschichte. Er arbeitete damals schon mit einer optischen Tiefenschärfe, die vom Vordergrund bis zum fernen Hintergrund glasklare Bilder festhielt, während der Inhalt oft sehr geheimnisvoll war.

Für die Titelrolle im „Prozess“ nahm er Hitchcocks „Psycho“-Mörder Anthony Perkins. Aber kein einziger Mord passiert in dem Film. Die Hauptfigur Josef K. wird verdächtigt und angeklagt, ohne dass er Näheres erfährt. Da macht er sich auf die Suche nach den Ursachen, gerät an viele merkwürdige Figuren und findet am Ende gar nichts. Aber diese spukhafte Atmosphäre hat Welles mit allen Feinheiten eingefangen. Der Zuschauer weiß genauso wenig, aber wird von der Wucht der mysteriösen Bilder förmlich überrollt. Welles nahm auch viele Nebenrollen als Schauspieler an und stand dabei immer im Mittelpunkt. An seiner Seite, bei dem Thriller „Im Zeichen des Bösen“, war Superstar Charlton Heston, als Polizeidetektiv. Heston erreichte es, dass der bereits engagierte Regisseur entlassen wurde und Welles seine Aufgaben übernahm. Am Ende stand ein Meisterwerk.

Geheimnisvolles passiert ständig. Überall, wo Daten verarbeitet werden. Man sucht die Ursachen, findet aber nichts, weil die Spuren nur schwer erkennbar sind. Aber die Ermittler haben immer mehr Möglichkeiten dafür.

Die Grenzen dafür setzt das Grundgesetz, das zum Beispiel Zwang, Gewalt und Psychoterror verbietet.

Die Vorfälle werden dann zu Schlagzeilen oder bleiben diskret. weil sie vertraulich sind. Das wird sich auch dort noch weiter verbessern, wo es um die Privatsphäre geht. Genauso bei den anderen Grenzen, die in unserem Grundgesetz stehen.

Der Bankbereich ist davon ja nur ein kleiner Ausschnitt. Zum Beispiel der extreme „Wirecard“-Finanzskandal. Dabei werden zur Zeit Details in die Öffentlichkeit gezerrt, die den aktuellen technischen Stand dokumentieren. Das wird die Aufklärungsmöglichkeiten noch weiter verbessern, muss aber aufmerksam beobachtet werden, damit es nicht zu schweren Fehlern kommt. Es sind bereits alle technischen Möglichkeiten für Verbesserungen vorhanden, aber sie werden gar nicht immer eingesetzt. Andererseits ist die oberste Grenzlinie immer unser Grundgesetz und seine Freiheits-Garantien, so dass gar nicht Alles gemacht werden darf, was möglich ist. Die größte Herausforderung ist dabei die Grenze zwischen Gut und Böse, Die Zeichen des Bösen.

Das klingt einfach, ist aber nicht selbstverständlich, in der Realität. Die Kriminalstatistik nennt zwar genaue Zahlen, für jeden Einzelbereich. Die Häufigkeit ist aber noch viel zu hoch. Man kann das leicht absenken, ohne gegen unsere Gesetze zu verstoßen. Neue Programme können alle verbotenen Methoden automatisch herausfiltern, so dass ihre Auswertung gar nicht möglich ist.

Aus sämtlichen anderen Perspektiven kann aber nicht nur Datenmaterial gesammelt und sortiert werden, wie bisher. Auch eine Bewertung lässt sich einbauen, mit Ziffern wie Schulnoten, von „Sehr gut“ bis „unbrauchbar“. Dazu geographische Hinweise, die den Verbreitungsgrad erkennen lassen, die Beteiligten ähnlicher Fälle und abgeschlossener Urteile. Noch möglich sind andere Messpunkte, die aber alle miteinander verknüpft sind und ein Gesamtergebnis zeigen, das auch für Gerichtsurteile ein wichtiges Element ist, aber immer noch von Menschen überprüft werden muss, weil auch Fälschungen und Manipulationen sich darin verstecken.

In drei Tagen ist Silvester, aber zum Feiern ist den Meisten die gute Laune vergangen. Die Nachrichten sind langweilig, weil sie sich zu oft wiederholen und zu viele Belanglosigkeiten ganz breit treten, vor Allem, wenn Politiker auftreten. Aber es kommt auch auf die persönliche Situation jedes Einzelnen an. Wer körperlich immer auf seine Gesundheit achtet, findet zur Zeit nur geschlossene Sportstudios und Schwimmbäder. Wer gern gesellige Lokale mag, steht vor verschlossenen Türen. Entscheidend ist die innere Verfassung, für Jeden ein ganz eigenes Thema.

Wer unter psychischem Druck steht, findet viele Hilfsangebote. Leider auch von Scharlatanen und Betrügern, die nur Geld abzocken wollen, von anderen Leuten, die selbst auch nicht viel haben. Es ist Zeitverschwendung, aber aufschlussreich, sie besser kennen zu lernen. Aber mehr bringt es, sich mit seriösen Varianten zu beschäftigen. Über die Psychoanalyse gibt es hier bisher 34 Artikel, aber sie durchdringt das gesamte Denken und kann natürlich auch missbraucht werden. Doch dann wird sie zum Bumerang und bewirkt bei den Betroffenen gar nichts, außer dem Anhören von langweiligen Geschwätz.

Ihre Grundzüge kann man leicht verständlich beschreiben, aber die Praxis ist viel komplizierter und erzeugt Fehler. Im Kern wird darin der Wahrnehmungsbereich des Menschen auf drei Elemente gestützt: Das Ich, die eigene Wahrnehmung des Lebens. Außerdem dessen Veränderung durch die täglichen Fakten der Außenwelt, die Erziehung und das Milieu. Die Steuerzentrale für Alles ist das Gedächtnis, die realisierten Erfahrungen und deren anschließende Weiter-Verarbeitung. Unter dieser tiefen Ebene liegt auch noch, zusätzlich das mächtige Unterbewusstsein, das alle Störungen und Auffälligkeiten speichert. Sie schlafen und warten aber nur auf Signale, um lebendig zu werden. So werden schwere Störungen erkennbar und auch die Ursachen, die schon in der Kindheit entstanden sein können. Findet man sie, ohne jeden Druck, lösen sie sich auf. Das gilt auch für die mangelhafte Organisation großer Firmen und ganzer Staaten.

Mit biologischen und chemischen Methoden findet man da gar nichts, deshalb interessiert es auch zu oft nur einen kleinen Kreis von Auserwählten, die damit Geld verdienen wollen, aber dafür nichts anzubieten haben.

Im bevorstehenden Neuen Jahr entsteht auch eine neue Welt, die hier ein eigenes Kapitel, mit diesem Namen hat. Vieles davon muss noch realisiert werden, aber es ist unaufhaltsam.

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