Kloster Herrenchiemsee

25.2.2021. Das Schloss in Versailles war das Machtzentrum der französischen Könige. Ludwig XIV. (920 – 954 n. Ch.) sagte: „Der Staat – das bin ich.“ Abe er gab, auch für Kriege, so viel Geld aus, dass die Unzufriedenheit und Armut im Land immer heftiger wurden. Sein späterer Nachfolger, Ludwig XVI. (1754 – 1793), wurde verhaftet und hingerichtet. Das endgältige Ende der Monarchie. Am Ende des Ersten Weltkriegs wurde, in Versailles, Deutschland zu hohen Entschädigungszahlungen verurteilt. Das war zu viel. Hitler eroberte Frankreich und erzwang in Versailles eine Auflösung des Vertrags.

Der bayerische Märchenkönig Ludwig II. (1845 – 1883) war nach einem Besuch vom goldenen Prunk in Versailles so begeistert, dass er sich eine kleinere Kopie bauen ließ. Auf der Insel Herrenchiemsee. Als er im Starnberger See Selbstmord begang, wurden die Bauarbeiten sofort abgebrochen. Ein seitliches Treppenhaus wurde nur noch angefangen.

Am 30.7.20 habe ich einen Artikel über den Froschbrunnen im Park von Herrenchiemsee geschrieben:

https://luft.mind-panorama.de/herrenchiemsees-froschbrunnen/

Auf dies Insel befindet sich auch ein altes Kloster. Dort wurde vor 72 Jahren das neue Grundgesetz der Bundesrepublik beraten und trat am 24.5.1949, beider Staatsgründung, in Kraft. Es hat nichts mehr vom gehorsamen Untertanengeist der vorherigen Vergangenheit und des Zweiten Weltkriegs bis 1945, der ganz Europa verwüstete. Es garantiert auch, immer noch, sehr viele Freiheitsrechte, zur eigenen Meinung, zu Presseveröffentlichungen und dem Recht auf Privatsphäre, gegen Übergriffe des Staats. Es galt von Anfang an auch für die DDR, wurde dort aber nicht beachtet, bis 1990, als zwei Denkrichtungen sich vereinigen sollten, aber schwere Fehler machten, bis heute.

Nach dem strengen Zwang im vorherigen Deutschen Reich, bis zum Krigsende 1945, gab es im Grundgesetz zum ersten Mal ein Widerstandsrecht. Es erlaubt jedem Menschen, sich unter bestimmten Voraussetzungen gegen staatliche Gesetze oder Maßnahmen aufzulehnen bzw. ihnen den Gehorsam zu verweigern. Wenn sie dem konkreten Inhalt der damals noch neuen Verfassung widersprechen. Gewalt ist dabei nicht gemeint. Dieses Grundgesetz wird vom Verfassungsgericht und vom Verfassungsschutz geschützt. Aber es ist auch Thema vieler kritischer Pressekommentare, die Verletzungen anprangern. Immer wieder gibt es Verfassungsklagen, auch gegen das neue Gesetz für das Bundeskriminalamt (BKA). das den Kritikern viel zu weit geht, weil sie staatliche Übergriffe befürchten. Auch sehr heftig sind die Straßendemonstrationen gegen die Corona-Einschränkungen: Die Schließung aller Gaststätten unterbricht das Prinzip der Versammlungsfreiheit. Betroffen sind auch Gemeinschaftsveranstaltungen beim Sport, in den Opernhäusern und der Reiseverkehr. Kein Zweifel besteht an der medizinischen Begründung. Aber oft hört man die Bemerkung: Was geht die Politiker das an? Sie sollen Gesetze beschließen, um die Einschränkungen durchzusetzen. Aber Mancher vergreift sich dabei im Tonfall und an persönlichen Machtphantasien. Andere Stichworte sind Profilierrungswut. Übertriebene Selbstdarstellung. Einführung einer neuen Staatsform durch die Hintertür.

In der Wortwahl sind hysterische Übertreibungen der Kritiker erkennbar, aber das Recht zum gründlichen Nachdenken haben sie. In der DDR gab es dafür die öffentliche und private Totalüberwachung durch die „Staatssicherheit“ (Stasi), auch durch Psyhoterror, Verbrechen gegen die Menschenrechte. Heute wird das so sehr nicht übertrieben, aber auch nicht nur auf einer Seite viel Porzellan zerschlagen. Und die Wortwahl der Kommentare ist aufschlussreich, weil dahinter Denkmethoden erkennbar sind.

Hier fanden schon oft, bei ganz anderen Themen, Sprachanalysen statt. Die Regeln lassen sich in alle Bereiche übertragen. Sie lassen Motive erkennen, die Antriebskräfte und versteckten Gründe der Gesprächsteilnehmer. Das lässt sich beruflich und politisch anwenden , sorgt für mehr Klarheit bei Täuschungsmanövern. Am einfachsten ist es in Wirtshäusern, weil dort in lockerer, beschwingter Atmosphäre kurze Stichwörter reichen, damit die geschlossenen Schleusen sich öffnen. Das kann sich hochschaukeln und wurde sogar oft hinterlistig, absichtlich eingesetzt, um Gerüchte und Falschmeldungen zu verbreiten. Aber man kann früh genug die Anzeichen erkennen und dumme Schwätzer vermeiden. Ich habe solche Tricks nie gebraucht und verachte die Hinterlist. Das macht Einige erst recht lebendig, aber es spricht sich auch herum, wer dabei aktiv ist.

Auf Dauer sind wertlosen Dummheiten chancenlos, weil sie gegen die universale Weltordnung verstoßen und gegen deren Fundamente trampeln. Am wirkungsvollsten sind dabei Offenheit und geschäftliche Transparenz. Wer dabei nicht mitmacht, ist verdächtig, wenn er keine ernthaften Gründe dafür hat, sondern nur Ausreden und Täuschungsmanöver. Beispiele dafür findet man täglich. Erstaunlich ist nur, dass zu Viele sich für undurchschaubar halten, also für unangreifbar. Hier werden aber auch historische Rätsel der Vergangenheit aufgekärt, zum Beispiel auf der folgenden Webseite: „Zeichen und Bilder“

https://www.mind-panorama.de/

Aber die Hauptlinie geht nicht rückwärts. Aus der Vergangenheit entwickelt sich zunächst immer die Gegenwart. Deren Merkmale kann man in Veränderungskurven eintragen und daraus Zukunftsprognosen aufbauen, die immer genauer werden. Ohne die Freiheitsgarantien unserer Verfassung wäre das gar nicht möglich, auch wenn Einige davon gar nichts wissen wollen. Dieser Irrtum hat schon in der Vergangenheit nur schlechte Folge gehabt und lebt trotzdem, sogar in anderen europäischen Staaten. Die Zeit dafür läuft allerdings ab.

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