Knigges alte Schubladen

7.9.2021. Der Freiherr von Knigge (1752 – 1796)  hat über gutes Benehmen und edle Umgangsformen ein bekanntes Buch geschrieben, das heute Keiner mehr liest, weil der Inhalt völlig veraltet ist. Zur Zeit seiner Entstehung gehört es zur Pflichtlektüre in reichen Bürgerhäusern und diente zur gehorsamen Kindererziehung. Eine Aktualisierung ist aber überflüssig, weil  der Rest der Welt sich völlig verändert hat. Gestern habe ich das rückwärts gedreht. Die Themen enthielten alte Begriffe, die kaum noch in Gebrauch sind, aber einfach nur mit einem neuen Inhalt gefüllt werden müssen. Zum Beispiel:

1. „Sichtbare Zeichen“. Da ging es um Religion. 2. „Afrikas Energie“ waren Ideen über die offene Zukunft in dem alten Kontinent. 3. „Vorzeichen von Katastrophen“. Wie man zuverlässige Voraussagen aufbaut. 4. „Wunder im hohen Norden“. Über erhoffte, aber nicht vorhandene Wunder in Bayreuth. 5. „Münster im Miniaturformat“. Die Übersetzung einer kleinen Großstadt in ein Weltformat.

Die letzten fünf Artikel findet man immer rechts oben auf dieser Seite. Sie enthalten Verknüpfungen und Querverweise zu anderen Themen. So kann man jeden Beitrag schnell vertiefen, wenn man will. Oder es einfach sein lassen. Oder sich auf eine eigene Auswahl beschränken.

Heute geht es um „Visionen“. Dazu gibt es einen Spruch: „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“ Anscheinend hat da Jemand das Wort genau übersetzet, wie eine Vokabel, aber den Inhalt nicht verstanden.

Das Schwierigste an den überragenden „Sonetten von Shakespeare“ ist nicht die wörtliche Übersetzung, sondern die Übertragung des tieferen Sinns, mit seinen vielen Anspielungen und Querverweisen. Versucht habe ich das schon mit sechzehn Jahren, mit ein paar Einzelstücken. Gelungen ist es bis heute nicht. Aber über den Autoren weiß ich mittlerweile viel mehr als die meisten Experten. Vor Allem das Wichtigste: Wer restlos Alles auswendig lernt, landet in einem undurchschaubaren Irrgarten oder versinkt in einem zähen Sumpf.

„Visionen“ sind Bilder aus der Phantasie, die gemeinsam auftreten  mit den Mängeln der Realität. Wer die beiden Bereiche nicht trennen kann, kommt ins Stolpern oder verstrickt sich in Knoten, die keiner mehr lösen kann. Auf dieser Webseite gibt es das Gegenteil. Die offenen Probleme der Gegenwart verbinden sich mit Ideen, was man daran verändern kann. Einzelfälle sind dabei nur Beispiele, die Jeder für sich selbst ausbauen kann. Wirkungsvoller ist es, die Methoden zu erkennen, die Arbeitsabläufe, Strukturen und deren Organisation, mit den besten Ergebnissen für alle Betroffenen und auch deren finanziellen Spielraum. Die meisten schauen nur in ihren Kontoauszug und seufzen: „Es ist immer noch so viel vom Monat übrig, aber kein Geld mehr da.“

Jetzt muss die rote Warnlampe Nummer Eins eingschaltet werden. Faulheit, Trägheit und Dummheit müssen selbst sehen, wo sie bleiben. Hier gibt es aber ständig Rezepte, was man aus ernst gemeinten, guten Projekten machen kann. Ein paar Vorschläge davon sind auch schon verwirklicht worden, aber leider ohne die Beachtung des gesetzlichen Copyrights. Das  kann sehr teuer werden und ist auch jahrelang, leicht nachzuweisen. Behandelt wird das wie ein Raub oder Diebstahl. Gewarnt wird auch vor allen anderen Formen der Kriminalität. Sie fallen immer schneller auf. Wer saubere Hände hat, kann sie auch offen zeigen. „Mani pulite“, dazu weiß das zuverlässige Wikipedia-Lexikon auch Einiges:

https://de.wikipedia.org/wiki/Mani_pulite 

Zitat: „Mani pulite (italienisch für „Saubere Hände“, sinngemäß „Weiße Weste“) war der Name umfangreicher juristischer Untersuchungen gegen Korruption, Amtsmissbrauch und illegale Parteifinanzierung auf politischer Ebene in Italien Anfang und Mitte der 1990er Jahre. Die Ermittlungen führten zum Ende der sogenannten Ersten Republik, mit dem Zusammenbruch der damals wichtigsten politischen Parteien, wie der Democrazia Cristiana und des Partito Socialista Italiano, sowie der Entstehung Dutzender neuer politischer Bewegungen. Die kriminellen Verflechtungen, die durch die Untersuchungen aufgedeckt wurden, bezeichnet man als Tangentopoli.“

Der Lexikon-Artikel ist ausführlich und enthält viele weiterführende Querverweise (Links). Aber es wäre völlig falsch, das Land Italien damit abzustempeln. Der Text gilt genauso für die meisten Staaten der Welt. Die Ursachen und Wirkungen sind auch die gleichen. Und auch meine „Visionen“ dazu. Im Detail muss man ganz nahe an die Sache heran gehen, aber die Regeln sind sich sehr ähnlich.

Das Wort „Vision“ ist weit verbreitet im religiösen Bereich, erreicht dort aber nicht alle Menschen. Gestern schrieb ich dazu den Artikel „Sichtbare Zeichen“:

https://luft.mind-panorama.de/sichtbare-zeichen/ 

Zitat: „Zum Thema „Religion“ gibt es hier 57 eigene Beiträge. Der Inhalt ist so vielseitig, dass man ihn nur in einer verständlichen Kurzform zusammenfassen kann. Den gleichen Tiefgang verdienen auch die Aufführung von Wagners Musikdramen, sonst kann man sie nur oberflächlich verstehen. Mit einem einzigen Satz lässt sich sogar die grenzenlose Bildersprache der Symbolik erklären: Das sind die sichtbaren Zeichen Gottes, die für den Menschen erkennbar sind.“

So kann man einen einzelnen Kommentar  beenden, aber das wäre zu wenig. Wer  ganz anders denkt, verdient Respekt, aber nicht auch noch erfolglose, eigene Projekte. Wertvolle Gespräche dazu gab es  in den letzten Jahrzehnten schon oft. Das erfährt man aus allen möglichen Quellen, deren persönliche Daten hier nichts zu suchen haben, aber auch für die Themen völlig unwichtig sind. Die Zukunft gehört nur der Gemeinsamkeit zwischen allen, die zwar Fehler machen, aber auch „saubere Hände“ haben. Manchmal stecken sie in dicken Winter-Handschuhen, aber auch die braucht man nicht jeden Tag, wenn sie nur noch Hindernisse sind.

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