Kostenlose Freundlichkeit

22.7.2021. Kostenlose Geschenke sind selten. Die Werbung platzt fast davon, aber auf jeden Fall soll gleichzeitig verkauft werden. Wenn Straßenhändler eine Mindestmenge nicht schaffen, bekommen sie manchmal keinen Lohn oder andere Nachteile zu spüren. Selbst wer nur ein freundliches Lächeln verschenkt, erwartet dafür eine Anerkennung, sonst gibt es Gerede hintenherum, wenn der Spielverderber gerade nicht anwesend ist. Aus einem kleinen Lufthauch kann dabei ein schweres Unwetter werden, und manchmal bricht sogar ein jahrelanger Kleinkrieg aus. Genauso harte Brocken sind aufgedrängte Sympathie und Mitgefühle, weil dahinter Neugierde und Machtgier stecken. In den Firmen wird gern locker geduzt, und den meisten Honig bekommt der Chef, weil er gute Beurteilungen, Belohnungen und Beförderungen verteilt. Wer dabei mitmacht, tanzt auf Glatteis, denn mit Leistung hat das gar nichts zu tun. Saure, schlecht gelaunte Gesichter auch nicht, das geht Alles am gemeinsamen Thema vorbei: Erfolg zu haben, ohne Schleifspuren und glitschige Ölflecken.

Dafür gibt es viele einfache Methoden, und sogar die Arbeit kann meistens vereinfacht werden, wenn sie nicht zum eisernen Machtbereich versteinerter Gruppen entgleist ist. Das ändert sich immer mehr, aber die Aufräumarbeiten gehen zu langsam vorwärts. Das ist kein Pessimismus, sondern nur eine Zwischenbilanz. Freundlich ist die nicht, weil es noch zu viele Quertreiber mit harten Ellenbogen gibt. Am schlimmsten dabei sind geheime Geschenke, deren Spuren verwischt werden. Selbst angesehene Großkonzerne mit sauberen Westen werden davon unterwandert. Schon im Januar 1914 gab es einen deutschen Industrie-Skandal. Er umfasste geheime Rüstungsabsprachen zwischen hochrangigen Mitgliedern der Kaiserlich Japanischen Marine und europäischen Industriekonzernen und führte zum Sturz der japanischen Regierung. Seitdem sind fast hundert Jahre vergangen, aber die Namen lassen sich jederzeit austauschen. Vergessen sind auch die Namen der einzelnen Mitarbeiter, und die Suche danach lohnt sich nicht, weil sie nur kleine Teile in einem großen Räderwerk waren, das plötzlich eine harte Notbremsung zu spüren bekam.

Wo überall Unzufriedenheit und Ungerechtigkeiten irrlichtern und herumwehen, kann man nicht sehen, aber schnell spüren. Mittendrin, aber auch als Gast. Sogar beim Lesen von Kommentaren. Die Sprache hat viele Schlüssel zu versteckten Türen. Manchmal reicht ein unauffälliges Zauberwort, damit sie sich weit öffnen. Oder zufällig treten schlecht bezahlte Leute auf, die zwar keine Zauberwörter kennen, aber den vollen Durchblick haben.  Solche Gespräche kann Jeder viele Jahre lang erleben, wenn er dafür die richtigen Antennen hat. Nicht elektronische Lauscher oder die feinsten optischen  Objektive, sondern Erfahrungen und weitergehende Kenntnisse.

Damit sind sogar Voraussagen möglich, zuverlässige Prognosen über den weiteren Ablauf eines angefangenen Projekts. Früher gab es dafür Zeit-Diagramme, Tabellen mit einzelnen Zwischenstufen und Terminen. Sie ließen sofort erkennen, ob ein unkalkulierbares Chaos  geplant war oder realistische Ziele, deren Qualität sich jederzeit überprüfen ließ. Heute erldigen das nicht nur Hochleistungsrechner, sondern jedes Laptop.

Logik und Phantasie sind keine Feinde. Eine Fundgrube dafür ist der Physiker Albert Einstein (1879 – 1955). Nur ein paar Zufallsfunde. Er schrieb: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“ „Schau tief in die Natur, und dann verstehst du alles besser. Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle.“

Mit dem „Geheimnisvollen“ meinte er das Mysterium. Eine Dimension voller Rätsel, die Niemand lösen kann. Noch nicht einmal die beliebte Fernsehserie „Aktenzeichen XY“. Dort werden viele traditionelle Methoden angewendet, in der Dimension der Auffälligkeiten, mit denen sich seit Jahrtausenden die Forensik beschäftigt, die wissenschaftliche Spurenauswertung. Eine Hauptsache sind dabei nachprüfbare Fakten, um falsche Bewertungen zu vermeiden. Nur wenig erfährt man dabei von ganz anderen Wissensbereichen, aus Zeitmangel, aber auch wegen unbestreitbarer Infomrationslücken. Die gibt es hier auch, aber über 40 Kapitel (Kategorien) handeln  von Forschungsbereichen, die mehr Aufmerksamkeit  verdienen. Das „Geheimnisvolle“ ganz besonders, denn es ist kein künstlicher Nebel. Um Wiederholungen zu begrenzen, wird hier nur kurz auf das Kapitel  „Symbolik, Bilderschriften“ hingewiesen, mit bisher über 400 eigenen Artikeln.

Das Geheimnisvolle lässt sich mit Logik zwar nicht auflösen, aber wer darüber nachdenkt, kommt zu überraschenden Ergebnissen. Zum Beispiel bei den monumentalen Sinfonien von Anton Bruckner. Hier ist  die Nummer Drei:

https://www.youtube.com/watch?v=3W5r0C3lxDg

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