Leere, stille Treffpunkte

25.3.2021. Die chemischen Elemente der Luft kann man ganz genau feststellen. Aber wenn man einem windstillen Sommertag vor einem weiten See sitzt, kann man davon gar nichts sehen. Das ist nicht die einzige unsichtbare Macht, die die Welt regiert. Der Strom gehört dazu, aber auch die Gedanken. Einen großen Lebenstraum hat Jeder, kann ihn aber nicht immer durchsetzen. Dann gibt man ihn am besten ganz auf, spart viel Zeit und Geld. Aber einige Hirnverbrannte können das nicht. Sie kämpfen gegen die ganze Welt, um sich durchzusetzen. Das Ergebnis können, vor Allem in der Politik, nur riesige Schäden sein und die jahrzehntelange Verarmung von Staaten, mit wertvollen Energien und Traditionen. Trotzdem ist es Teil der Realität. Wer dagegen den Mund aufmacht, wird überwacht, bedroht und schikaniert, mit Hilfe von Lügnern und Betrügern. Die Rezepte sind wertlos, weil das Ergebnis nicht schmeckt, aber die Finanzkraft der Verursacher steigert. Seit den ersten Jahren im Beruf, als ganz junger Mensch, habe ich selbst solche Systeme abgelehnt, die dann ihre Giftkrallen zeigen und in alle Richtungen schlagen. Im Lauf von Jahrzehnten muss man damit leben, weil sie immer wieder auf dem Spielplan stehen. Aber ein geschlossenes Theater hat auch keine Einnahmen mehr, die Kosten laufen weiter. Sehr bedauerlich ist das zur Zeit, selbst die besten Künstler bekommen nur ein Gehalt, wenn sie tatsächlich auf der Bühne stehen. Am 12.10.20 habe ich dazu Vorschläge gemacht: „Opernfeste, aber warum ohne Gäste?“

https://luft.mind-panorama.de/opernfeste-ohne-gaeste/

Geändert hat der Kommentar nicht viel, aber hier geht es nicht um Erfolgsrekorde, sondern um Anregungen. Gerade für Veranstaltungen gibt es viel Platz. Ein Mindestabstand für die Besucher ist leicht zu markieren und Viele sind dazu bereit. Aber fast Alles wurde abgesagt. Das läuft jetzt schon viel zu lange, weil sich Änderungen leicht organisieren lassen. Das Leben hat außerdem noch viele andere, interessante Themen. Das gigantische Wikipedia-Lexikon bietet sehr viel dazu an. Bei den ganz großen Sachen, die auf jedem Spaziergang zu finden sind.

Manchmal sind allerdings ganz kleine Details der einzige Schlüssel für Rätsel, die Niemand löst. Fragen über Fragen. Warum ist Richard Wagner ein ständiges Problem für Nichtskönner? Einerseits entfesselt er alle Klangfarben für ein Riesenorchester. Andererseits sind die ganz kleinen Augenblicke oft eine Schatztruhe, wenn man sie erkennt. Leider ist das selten. Die Strafe ist stundenlange Langeweile. Dann sollte man besser in der ersten Pause gehen. Auch hier kommt man mit faulen Tricks nicht weiter. Und Falschspieler verlieren sofort. Im „Siegfried“ gibt es zehn Minuten, die wie ein Prüfstein sind. In einem steilen Felsengebirge entdeckt der Held einen schlafenden Ritter. Er nimmt ihm den Helm ab und sieht eine unbekannte Frau, die Tochter des Obergottes Wotan. Hier beschränkt sich Wagner auf Violinen in höchster Tonlage, die eine hymnische Melodie immer mehr steigern und die leise Stimme des Sängers, der sonst sehr laut singen muss, stundenlang. Dann küsst Siegfried die Schlafende. Sie erwacht mit einem Sonnen-Gesang, „Heil dir Sonne, heil dir Licht.“ Das ist nicht neu. Einen solchen, schriftlichen Sonnen-Gesang hat auch der ägyptische Pharao Echnaton hinterlassen, vor 3.400 Jahren. Darin beschreibt er die Sonne als einzigen Gott, den er anerkennt. Die stärkste Energiequelle auf der Erde. Die zehn außergewöhnlichen Minuten im „Siegfried“ singt hier Jason Wickson:

https://www.youtube.com/watch?v=04Ww-c_st9Y

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