Livorno und Venedig

18.9.2021. Livorno und Venedig in Norditalien sind zwei völlig unterschiedliche Städte. Sie sind 330,9 Kilometer voneinander entfernt und liegen beide am Meer. 1982 war ich einmal in Livorno, mit einem kleinen Campingzelt für 2 Personen. Tagsüber lagen wir am Strand, genauso wie die Einheimischen und schauten ihnen abends zu, wenn die Familien gemeinsam vor dem Fernseher saßen. Livorno ist eine Arbeiterstadt, mit dem Stadtbus sieht man Viertel am Meer, wo die nackte Armut herrscht. Nach zwei Tagen war ich das dauernde Herumliegen am Strand leid. Es gab Streit. Florenz war 96 Klometer entfernt und hat ein großes öffentliches Schwimmbad. Dort konnte man den ganzen Tag in der Sonne liegen, aber ich habe mir die Kulturmetropole genauer angeschaut, allein. Eigentlich schade, aber die Gesamtsumme der starken Eindrücke ist dann noch größer.

Grundsätzlich war das  eine gute Idee. Denn zwei Jahre später ging es nach Venedig. Am Strand, in Cavallino auf der anderen Seite der Lagune,  lag ich nur abends oder besuchte einen nahen Vergnügungspark. Tagsüber ging es kreuz und quer durch die unbeschädigte Traumstadt. Nachmittags traf auch die Reisebegleitung ein, direkt vom überfüllten Strand in Cavallino. Dann wurden die Tageseindrücke ausgetauscht und gemeinsam Venedig angechaut,

Damit waren alle Probleme gelöst. Und das funktioniert überall. Wenn in einer Firma die Mitarbeiter sich nicht vertragen, müssen die Störenfriede und Unruhestifter mit den bösartigen Klatschmäulern einfach gehen. Fehler machen sie sowieso genug. Das einfachste ist dann eine gemeinsame Auflösungsvereinbarung, eine Trennung, dazu eine zumutbare finanzielle Abfindung. Macht man das nicht, bricht offener Krieg aus, mit versteckten Waffen. Am schlimmsten ist das in der Führungsebene. Ein Wachmann aus einer Security-Firma erzählte mir vor fünf Jahren: „Wenn ein neues Angebot von einem reichen Kunden bekannt wird, bricht der Dritte Weltkrieg aus.“ Das bleibt aber geheim, weil sonst die Kunden die offenen Türen einfach zuknallen. Auch bei allen sonstigen Auffälligkeiten. Die Videoüberwachung und das Abhören ist für Privatfirmen und Privatpersonen verboten. Gezielter Psychoterror kann einen Herzschlag auslösen. Das ist versuchter Mord.

Geheimnisse, mit denen man vorsichtig umgeht, liebe ich. Aber Wichtigtuer machen sich damit noch wichtiger. Sie reden auch sonst zu viel Quatsch in ihrem kichernden Bekanntenkreis oder bauen hinterlistige Fallen, für jedes Gesicht, das ihnen nicht passt. Über solche Geheimnisse schreibe ich aber nur, wenn Niemand die Beteiligten erkennen kann. Doch die Methoden solle sich ruhig immer mehr herumsprechen. Offenheit, aber nur in Grenzen. Die wichtigsten Verbote stehen im Grundgesetz: Jeder Verstoß gegen die garantierte Privatsphäre,  Meinungsfreiheit und den freien  Informationszugang. Wenn Jemand einen  Internetanschluss nicht bezahlen kann, muss der Staat dieses Grundrecht finanzieren, im Voraus, auch in Gefängnissen.

Wenn Jemand glaubt, dass man in Venedig nur über solche Dummheiten nachdenkt, liegt ganz falsch. Zum Stichwort „Venedig“ gibt es hier schon über 60 Artikel, die ganz andere Schwerpunkte haben:

https://luft.mind-panorama.de/?s=Venedig&x=19&y=5 

Es gibt schützenswerte Geheimnisse, aber oft werden mit dieser Vokabel auch Verbrechen vertuscht. Oder Fehler des Staates. Kein Land bleibt davon verschont, aber die öffentlichen Lügen kann man sich sparen. Auch das ist hier ein Dauerthema, aber in einer Form, die Niemanden verletzt. Die Mitwirkenden sind oft nur kleine Räder in einem rotierenden Hamsterrad, aber sie wollen bestimmt auch wissen, warum man versteckte Heimlichkeiten überhaupt braucht. Damit Unruhe für Verwirrung sorgt und sumpfige Labyrinthe immer undurchschaubarer und geheimnisvoller  werden.  Das ist aber nicht in Ordnung. Niemand muss das Rad neu erfinden, es rollt von selbst. Im jetzigen Herbst müssen die Milchkühe allein die romantischen Almhütten im Gebirge verlassen, aber begleitet von Bauern, die aufpassen, dass ihnen unterwegs nichts passiert. Springt Jemand trotzdem dazwischen, wird er verjagt. Der Unruhestifter, nicht der Bauer. Das klingt eigentlich selbstverständlich, aber die sonstige Realität sieht ganz anders aus. Da gilt das alte Lied: „Auf der Alm gibt es keine Sünde, weil da keine Menschen sind.“ Zu dieser beliebten Melodie habe ich am 10. Oktober 2020, vor einem Jahr, einen Artikel geschrieben:

https://luft.mind-panorama.de/auf-der-alm-da-gibts-ka-suend/

Wissen ist Macht, verspricht viel Geld und höchsten Genuss. Deshalb wird es auch so oft missbraucht. Dann zerstört es die wertvollsten Dinge, auch Freundschaften. Und weckt die übelsten Instinkte.

Der Zukunft gehört die Transparenz, die Durchsichtigkeit. Innerhalb der bereits erwähnten Grenzen. Böse Geheimnisse haben da nichhts zu suchen.

Die Entschlüsselung von komplizierten Rätseln  ist für die  meisten Zeitgenossen zu schwer. Die oft ganz unbekannte Denkmethoden kann man überall auf dieser Webseite  lernen und selbst trainieren. Das ist kostenlos, darf aber nicht für finanzielle Ziele ausgenutzt werden, die den Dieben die Taschen füllen. Nur deshalb noch einmal der Hinweis auf das Copyright.

Sogar beim ausgefallenen Thema „Die Gesetze der Mystik“ findete man vor Allem Rätsel, die eigentlich Niemand auflösen kann. Gibt man  nur das Stichwort rechts oben ein, in der Such-Funktion, bekommt man noch mehr Antworten. Zum Beispiel vorgestern:

https://luft.mind-panorama.de/mystik/

.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.