Ludwigs Sparsamkeit

25.5.2021. Als Pfingsten gestern zu Ende ging, nutzte das den Tagesausflüglern nichts mehr. Es war kühl und nass wie noch nie, und die jetzte geöffneten Gaststätten und Bierlokale waren nur schwach besetzt, obwohl die Mitarbeiter dringend darauf warteten, endlich wieder Einnahmen zu haben. Dafür setzte  es Kritik an den bekannten Politikern, weil sie alles Mögliche beschließen. Ein Lichtblick war das Versprechen für finanzielle Unterstützungen aller Firmen. Das geht gar nicht anders. Aber woher kommt das Geld? Aus teuren Krediten, die mit hohen Zinsen zurückgezahlt werden müssen, jahrelang. Weniger war zu hören von überfälligen Einsparungen. Die im Schneckentempo beschlossenen Haushaltspläne müssen dringen umgekrempelt und korrigiert werden. Da geht es um Milliarden, die vorhanden sind und gebraucht werden, aber nicht für überflüssigen Schnickschnack.

Jährlich stimmt die Regierung über einen Haushaltsplan ab. Die Fakten sind öffentlich, trotzdem gibt es noch keinen Schreibstift, mit dem man hohe Summen durchstreichen kann. Jeder, der staatliche Subventionen, finanzielle Unterstützung bekommt, freut sich darüber. Aber davon darf die Gemeinschaft nicht schwer beschädigt werden.

Die Liste der offenen Arbeiten  ist sehr lang, aber unbeliebt und wird ständig von Witschaftsprüfern bewertet. Aber vielleicht sind manchmal die falschen Lesebrillen im Einsatz. Oder die Analyse-Programme haben Lücken.

Ein fast vergessenes Wundermittel sind die Erinnerungen an „Ludwigs Sparsamkeit“. Gemeint ist damit nicht der Bayerische Märchenkönig Ludwig II., der wegen seiner verschwenderisch gebauten Märchenschlösser 1883 abgesetzt wurde, mit von der Regierung zusammenphantasierten Lügenmärchen, die längst aufgeklärt sind.

Sondern Ludwig Erhard (1897 – 1977), der als erster deutscher Wirtschaftsminister nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 das weltberühmte „deutsche Wirtschaftswunder“ aufbaute. Das vom Krieg total zerstörte Land wurde in wenigen Jahren zum Vorbild für die ganze Welt.

Das Wikipedia-Lexikon gibt dazu ausführliche Informationen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftswunder

Ludwig Erhard wurde hier schon sehr oft gewürdigt. Er stammte aus Nürnberg-Fürth, war also ein echter Meistersinger. Seine Regeln lassen sich übersichtlich zusammenfassen:

Freie Konkurrenz für alle Firmen, die damit besser und preiswerter werden. Verbot und Bestrafung von Mauscheleien, geheimen Preis-Abmachungen (Kartellen) zwischen einzelnen Firmen. Staatliche Untersützung für die Armen, soweit notwendig, ohne Subventions-Missbrauch, auch mit Gewerbesteuern der Firmen. Förderung der Kultur, aber Bekämpfung von Verschwendung.

Dazu predigte Erhard immer wieder: „Maß halten!“ Schon wenige Jahre später war die Sparsamkeit nicht mehr so wichtig, die Verschwendung steigerte sich. Und die Betrügereien. Wirtschaftskriminalität darf eigentlich gar nicht sein und ist strafbar. Trotzdem gab es zum letzten Jahreswechsel wieder erstaunliche Knaller. „Wirecard“ kann man in jedem Lexikon ausführlich nachlesen. Man kann das Stichwort rechts oben in der Such-Funktion eintippen, dann erscheinen 30 Artikel, seit dem 27. Oktober 2020.

Die Probleme sind also keineswegs gelöst, die Verursacher sind bekannt durch ihre jahrelangen Leistungen.

Am Mittelmeer war Deutschlands Urlaubsland Nummer 1 seit 1960 vor Allem Italien. Ab 1963 wurde die Bundesrepublik von Gastarbeitern überflutet, weil beide Staaten darüber Verträge geschlossen hatten. Die Gäste bekamen für ihre harte körperliche Arbeit meist eine angemessene Bezahlung. Und sie blieben bis heute.

Um das Leben zu genießen, kann man alle 905 Artikel und 40 Kapitel dieser Webseite als einfache Anregung nehmen. Kritik wird dabei immer von Lösungsvorschlägen ergänzt. Um sie zu verwirklichen, gibt es Spezialisten, die manchmal noch etwas verschlafen sind.

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