Luke Kelly aus Dublin

24.10.2020. Laut singende Männer in vollen Bierkneipen sind nicht immer angenehm. Aber da gibt es große Ausnahmen. Zum Beispiel Luke Kelly (1940 – 1984) aus Dublin. 1964 erschien sein erstes Album mit der irischen Gruppe „The Dubliners“. 1984 brach er auf einer Deutschlandtournee in Mannheim zusammen und starb nur kurze Zeit danach. Optisch fiel er vorher sofort auf, mit einem riesigen roten Wuschelkopf und einer dröhnenden, aber sehr ausdrucksvollen Stimme.

Wenn er loslegt, bleibt kein Auge trocken. Jedes Wort ist deutlich verständlich, die anderen Band-Mitglieder spielen respektvoll leise. Und er hat den richtigen Ton drauf, für alte irische Volkslieder. Man bekommt sofort Sehnsucht nach der Grünen Insel, auch wenn man sie nie besuchen wird und nur aus Filmen kennt. Das wäre ein langes Kapitel für sich, aber dafür ist hier kein Platz.

Als große Musik kann man das bezeichnen, was im Inneren tiefe Spuren hinterlässt. Selbst bei anspruchsvoller Klassik fehlt manchmal das Temperament der Beteiligten. Dann ist es nur noch zum Einschlafen schön. In stundenlangen Wagner-Vorstellungen habe ich mich oft auf die erste Pause gefreut und bin dann gegangen, weil nur berühmte Langweiler mitwirkten.

Was Viele gar nicht wissen: Für circa sechs Euro monatlich kann man einen Router (Funkverteiler) mieten. Wenn dann der Fernseher daheim über Wireless Lan (WLan) verfügt, das ist heute Standard, dann kann man alle YouTube-Filme auf dem großen Bildschirm auswählen und jederzeit, Tag und Nacht, im privaten Wohnzimmer anschauen, in bester Qualität. Meistens kostenlos.

Weil Viele das gar nicht wissen, kommt der Hinweis deshalb hier. Mit einer separaten, kabellosen Computer-Tastatur kann man vom Sitzplatz aus, über Funk, Alles auswählen und viele interessante Zusatzfunktionen anwenden. YouTube- Filme lassen sich allerdings nicht aufzeichnen, aus urheberrechtlichen Gründen (Copyright).

Ein Meister der optischen Verzauberung ist der Holländer André Rieu. Vor tausenden Zuschauern gestaltet er monumentale Szenen, mit vielen Herren in schwarzen Anzügen und Damen in knallbunten Barock-Garderoben. Die Königinnen spielen sogar Dudelsack. Hier hört man sein schottisch inspiriertes Konzert „Highland Cathedral“:

https://www.youtube.com/watch?v=tAsdo0zMUyA

Etwas anders ist Luke Kelly mit den Dubliners, beim „Black Velvet Band“(Das schwarze Band aus Seide), in einem überfüllten irischen Pub. Und die Gäste singen begeistert mit. Kein abgehobenes Smoking-Publikum, sondern Arbeiter in Freizeitkleidung:

https://www.youtube.com/watch?v=CBRQM0vErH8

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