Luther auf der Festung Coburg

9.8.2022. Einem Kaiser ins Gesicht zu schauen und ihm dabei zu widersprechen, das hat nur Martin Luther (1483 – 1546) gewagt. Der Kaiser war Karl V., der damalige Herrscher über ganz Europa, anwesend waren auch alle Fürsten des Reichstags in Worms. Sie erklärten danach Luther für „vogelfrei“, Jeder konnte ihn ermorden, ohne dafür eine Strafe zu befürchten. Auf der Heimreise nach Thüringen wurde er schon von bewaffneten Soldaten erwartet. Sie versteckten ihn in der Wartburg bei Eisenach, im Auftrag seines Landesherren, des Kurfürsten Friedrich der Weise. Dort übersetzte er das Orginal der Bibel in die deutsche Sprache, mit einer Kraft, die bis heute nicht übertroffeen wurde. Er nannte das, „Dem Volk aufs Maul zu schauen.“ Der römische Papst wagte es nicht, Kreuzritter gegen ihn in Marsch zu setzen. Luther hatte bereits so viele Anhänger, dass  die Feinde mit einer sofortigen Niederlage rechnen mussten. Auf der Veste Coburg, ließ er ein Bild des Papstes aufhängen, mit Hörnern und einer Teufelsfratze. Dazu schrieb und komponierte er ein Lied: „Der alt-böse Feind, mit Ernst er es jetzt meint. Wir fürchten ihn nicht, denn er ist schon gerichtet. Ein kleines Wort nur  kann ihn vernichten.“  Bach hat die einfache Melodie und den Text, ohne Änderungen übernommen, daraus aber eine festliche Kantate gemacht, mit Chor und einem großen Orchester, dessen Trompeten Freudenklänge schmettern.

Die christlichen Kirchen haben ihre Macht verloren, auch wegen  der Behandlung von Kritikern, die als „Ketzer“ in Rom gejagt und verbrannt wurden. Die freien Plätze haben Glaubensgemeinschaften übernommen oder Organisationen, die mit den religiösen Bedürfnissen Geld verdienen. Um was geht es dabei eigentlich? Die „Mystik“ ist die Vereinigung des Menschen mit den sichtbaren Zeichen Gottes, die er erkennen kann. Dazu gibt es hier das Kapitel „Die Gesetze der Mystik“, auch unter diesem Text, mit anderen verwandten Themen.

Hier gibt es viele Vergleiche mit  wichtigen Ereignissen der Vergangenheit, ohne dass man sich selbst dabei erwähnt. Wichtigtuerei ist Dummheit in ihrer primitivsten Form, aber ähnliche Erlebnisse wie bei Luther gibt es nicht nur in orientalischen Märchen aus 1001 Nacht, auch im ganz kleinen, unbekannten Kreis. Ein paar Beispiele dafür waren in den letzten Jahren oft zu lesen. Im August 2003 war es der Vertreter einer Glaubengemeinchaft, dem ein paar Tatsachen nicht bekannt waren, die im Internet schnell zu finden sind.  Das regte ihn so sehr auf, dass ich danach einen Feind hatte, mit dem kein Gespräch mehr möglich war. Weitere Beispiele sind überflüssig, man  findet sie in fast allen 46 Kapiteln hier. Manchmal wurde auch mit Methoden reagiert, die  ein Fall für die Justiz wären, aber Zeitverschwendung sind. Gleichzeitig gilt der Datenschutz, ein Grund für einige Beteiligte, ihre Hemmungen noch mehr zu vergessen. Der finanzielle Schaden wird nicht berechnet, obwohl das leicht möglich wäre, und die Gesamtsituation hat sich stark verbessert, bis auf  einige unverbesserliche Fälle.

Das ist auch Zeit, am heutigen Freitag gründlicher darüber nachzudenken, bei einem Gedankenaustausch mit den Zeitgenossen, die immer noch arbeiten. Die finanzielle Situation wird, nicht nur in Deutschland zu einem immer größeren Problem. Wirtschaftsminister Habeck versucht,  das  Beste daraus zu machen, aber er steht vor Grenzen, die er nicht allein überwinden kann. Das Hauptproblem sind alte Denkmethoden und Fehler bei den täglichen Arbeitabläufen, die immer noch nicht erkannt und beseitigt sind. Die „Ökonomie“ will möglichst große Erfolge und dabei möglichst niedrige Kosten. Welche Gesetze dabei nicht beachtet werden, steht auch unter diesem Text.

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