Mittendrin aufgewacht

14.10.2020. Nach jedem Abschied geht es weiter. Aus der Nacht wird ein Tag. Alpträume reinigen das Innenleben und befreien es von Müll. Danach ist man entspannt. Die Batterien sind neu aufgeladen. Die Energie wartet auf andere Aufgaben. Vor Allem ist das Wichtige jetzt besser erkennbar und kann gelöst werden. Oder ein par Schritte vorwärts gehen. Der heutige Mittwoch markiert eine Halbzeit, mitten in der Woche, bevor am Sonntaag Alles fertig ist, vorübergehend. Die Quersumme des 14.10. ist Sechs, die Zahl der Fortentwicklung, Wiedergeburt, neuer Projekte, Der gesamte Tag im Jahr 2020 ergibt die Endziffer Zehn. Das sind die zehn Gespräche mit Gott über seine Weltordnung, die Zehn Gebote.

Die dreifache Sechs ist das Zeichen der Übertreibung, der Hemmungslosigkeit, der Explosion bei einem Überdruck negativer Energie. In der Johannes-Apokalypse taucht vor dem endgültigen Weltuntergang eine Frau auf, die Hure Babylon. Sie ist betrunken vom Blut der Heiligen. Sie sitzt auf einem kranken, scharlachroten Pferd mit der dreifachen Ziffer 666. Das ist der doppelte Satan selbst. Beide Gestalten werden von zornigen Engeln vernichtet. Erst danach folgt das Jüngste Gericht. Die Sünder fahren hinab zur Hölle. Die Gerechten leben weiter, an der Seite Gottes im Paradies.

Das irdische Paradies gibt es nicht. Es ist ein Wunsch, eine Utopie. Eine Sehnsucht nach dem Unerreichbaren. Aber Jeder kann daran arbeiten. So wie die Baumeister der mittelalterlichen Kathedralen. Sie hatten die Pläne, für jedes Projekt und dessen gründliche Vorbereitung. Ihre Mitarbeiter waren freie Handwerke, die in ganz Europa herumreisten und nicht an eine feste Firma gebunden waren. Die Besten, zum Beispiel Maurer, als Lehrlinge und danach als Gesellen. Die höchste Stufe war der Meister, so wie auch heute noch, bei allen Handwerkern. Die ersten beiden Stufen müssen laufend beweisen, dass sie begabt sind. Durch Prüfungen.

Die Freimaurer kennen 33 Stufen der Erkenntnis. Die Quersumme ist nicht die dreifache Sechs, sondern die zweifache. Also die Verdoppelung der Drei, der dreifachen kosmischen Energie der Trinitas, des Allmächtigen Vaters, seines sterblichen Menschensohns und der universalen Energie der Gesetze. Vor langer Zeit, mit 54 Jahren, im Sommer 2003 sprach ich mit einem Freimaurer über die 33 Erkenntnisgrade. Er sagte offen, dass er die Ziffer 18 erreicht habe. Das ist die dreifache Sechs. Ein hoher Grad.

Die einzelnen Stufen gibt es, als ausführliche Deutung, in Büchern und überall dort, wo man viele Informationen findet. Die Bedeutung der höchsten Ziffer 33 ist aber trotzdem nicht allen Freimaurern bekannt. Sie können sehr ärgerlich werden, wenn man darüber spricht. Aber es ist kein tief verschlossenes Geheimnis, sondern öffentlich nachlesbar. Das kann Jeder selbst machen. Aber es ist kein Stoff für Geschwätz.

Das geplante große Bauwerk der Eingeweihte ist ein Tempel. Oder eine Kathedrale, die prunkvollste irdische Form des Paradieses. Jedes bauliche Detail ist dabei ein Symbol. Also das Element einer uralten Bildersprache. Im alten Ägypten waren das die Hierogyphen, vor über zweitausend Jahren. Niemand konnte sie verstehen und deuten. Aber dann kam Jean-Francois Champollion (1790 – 1832). Ihm gelang, als Erstem, die vollständige Deutung. Hier das Zitat aus dem Wikipedia-Lexikon:

„Anhand einer quantitativen Symbolanalyse des ägyptischen Steins von Rosette erkannte Champollion, dass Hieroglyphen nicht nur für Worte allein stehen konnten. Mithilfe der Namenskartuschen für Ptolemaios VIII.Kleopatra II. und Kleopatra III. , auf dem  Obelisken von Philae, dem Stein von Rosette, außerdem mit Abbildungen aus einem Tempel in Abu Simbel und anderen Papyri entdeckte er, dass einzelne Hieroglyphen für Buchstaben standen, andere für ganze Wörter, oder dass sie gar kontextbestimmend waren. Im September 1822 gelang es Champollion, ein vollständiges System zur Entzifferung der Hieroglyphen aufzustellen.“

Längst gibt es empfehlenswerte Bücher, wie die verdienstvolle und leicht verständliche Arbeit von Gabriele Wenzel (geboren 1958), deren reich illustrierte Gebrauchsanleitung aus dem Jahr 2001, in Antiquariaten frei verkauft wird oder bei Amazon bestellt werden kann: „Hieroglyphen. Schreiben und Lesen wie die Pharaonen„.

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Das gesamte Denken der alten Ägypter steckt in der Bilderschrift der Hieroglyphen. Nur deshalb wissen wir Genaueres darüber. Zum Beispiel die hinterlassenen Spuren vom Pharao Echnaton. Er regierte von 1351 bis 1336 v. Chr. Fünzehn Jahre lang stürzte er die ganze vorherige Denkweise völlig um, mit den vielen Göttern der Amun-Priester. Echnaton erkannte nur einen einzigen Gott an: Aton. Die Sonne, die stärkst kosmische Energie, die Alles Leben begleitet und langsam weiter entwickelt. Das nennen Wissenschaftler auch Evolution. Sie hat kein Ende, aber einen Anfang, der aus Vergangenheit und Gegenwart die Zukunft aufbaut.

Deshalb wird es wohl auch keinen Weltuntergang geben, wie ihn in furchtbaren Details das letzte Buch der Bibel beschreibt, die Johannes-Apokalypse, die hier auf dieser Webseite, in bisher 8 anderen Artikeln, schon öfter thematisiert wurde. Trotzdem wird auf der ganzen Welt, oft über den Inhalt der Apokalypse geredet. Da ist, schon in ganz anderen Quellen, zunächst der Baum des Lebens, der Weltenbaum. Er hat zehn Ebenen, die Sephirot, genauso wie die Zehn Gebote. Ganz unten ist die breite Wurzel, darüber werden die Zweige immer schmaler, konzentrieren also immer mehr Kraft, wie eine Pyramide. Die obere Spitze ist die kabbalistische Krone, lateinisch „Corona“. Das ist Gott selbst, der unsichtbar bleibt, aber in seinen symbolischen Zeichen, seine Weltordnung und seine enge Verbindung mit den Menschen offenbart.

Wikipedia-Zitat: „Den meisten gelingen nur ein paar Tritte auf der Himmelsleiter oder das Öffnen einiger weniger Tore. Jedoch behalten, so die kabbalistische Lehre, alle Suchenden und Lernenden ihre besonderen, erworbenen Fähigkeiten.“ Im 12. Jahrhundert nach Christus, also im Hochmittelalter wurde die Kabbala, die Gespräche mit Gott, von Südfrankreich aus immer mehr verbreitet.

Diese geheimnisvolle Welt des Mittelalters ist auch das Hauptthema von Richard Wagner. Zehn bedeutende Werke hat er vollendet. Der frühe „Lohengrin“ und sein letztes „Weltabschiedswerk“ – „Parsifal“ kreisen gedanklich um die verborgene Gralsburg, deren Ritter und den heiligen Gral. Dieser Kelch und sein Licht entsprechen der höchsten Stufe der Erkenntnis, der Erleuchtung. Das ist die mystische Vereinigung des Menschen mit den Zeichen Gottes, die er erkennen kann, die „Unio Mystica“.

Weiters findet man unter diesem Text, in einer Übersicht aller dazu passenden Artikel.

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