Kleine Bilder, lange Fernrohre

10.1.2022. Wenn das Wetter gemäßigt ist, nennt man das moderat, weil es dann vornehmer klingt. An der Sache ändert sich nichts. Aber Modewörter sind beliebt. Wenn Teilnehmer in einer Diskussion streiten, greift ein Moderator ein. Er soll sie beruhigen. Möglich ist aber auch, dass er die Spannung anheizen soll. So funktionierten die Sozialen Nezwerke schon vor vielen Jahren, und so geschieht es immer noch. Mitarbeiter plaudern dann aus, dass die  Geschäftsleitung es so will. Je mehr Teilnehmer auftauchen, desto höher ist „die Quote“, und die Werbekunden zahlen noch mehr, wenn sie die Sendungen sekundenlang unterbrechen. Das nervt, und deshalb wird es immer unbeliebter.

Weil zu viel Müll die Datenkanäle belastet, wird er aussortiert, von den Zuschauern mit der Fernbedienung und von der Redaktion mit Gebrauchanweisungen für alle Mitwirkenden. Noch besser ist es, wenn gute Journalisten den Inhalt vorher prüfen. Das passiert zwar sehr oft, ist aber als Spielverderberei nicht  überall erwünscht. Wie geht das weiter? Die Masse bedeutet nicht Klasse, und das Geldverdienen wird immer schwieriger, weil die Konkurrenz immer zahlreicher wird. Und nur Werbung rettet da gar nichts, sondern erzeugt immer dann Nebel und Unsicherheit, wenn es ernst wird.

Davon gibt es mittlerweile zu viel, und Keiner will noch mehr einstecken. Kein Trost ist es dabei, dass es auf fernen Kontinenten noch schlimmer zugeht. Die Mindestregeln des Völkerrechts verbieten alle Verletzungen der Menschenrechte und der Menschenwürde. Aber das ist Alltag, nicht nur in Afrika und Asien. Die beiden Kontinente sind hier nur Beispiele, in Europa ist das auch keine Ausnahme. Dabei gilt überall der „Dekalog“, das sind die zehn Gespräche über die universale Weltordnung. Also die Zehn Gebote. Man kann das ernst nehmen, aber in der Wirklichkeit ist es eine Ausnahme.

Ein Ziel ist es trotzdem hier. Benutzt man ein Fernrohr, werden die weit entfernten Dinge noch kleiner. Oder ganz groß. Je nachdem, wie man hineinschaut. Das Ergebnis ist immer gefärbt, von den eigenen Kenntnissen. Von der Lebenserfahrung und von den Informationen, die sich täglich erneuern, Das ist Privatsache, aber in jeder Führungsposition spüren das auch sämtliche Mitarbeiter.   Am Betriebsklima, das die Motivation steuert und von Quertreibern zerstört wird. Am geschäftlichen Erfolg jeder Organisation. der sich zwar messen und dokumentieren lässt, aber auch Ursachen und Fehler versteckt. Das kann ein technisches Problem sein, wird aber bei der Herstellung aller Maschinen durch automatische Gerätekontrollen klein gehalten. Wenn aber die falschen Köpfe die Schalthebel bedienen, geht jedes Schiff unter, so wie die „Titanic“ am 14.3.2012. Sie war luxuriös ausgestattet, gerade fanden rauschende Parties statt, aber ein Eisberg wurde übersehen, um 23.40 Uhr. Er riss ein Loch in das Schiff, es gab nicht genug Rettungsboote, und 1.514 Passagiere starben, drei Viertel der Anwesenden.

Voraussehen lässt sich nicht Alles, aber hier fehlten auch Sonden und Sensoren, Alarmsignale, die gefährliche Hindernisse rechtzeitig meldeten. Das ist auch die aktuelle  Situation vieler großer Staaten. Man lebt einfach so weiter wie immer oder bewegt sich zu langsam. Die vorhandenen Informationen werden nicht richtig ausgewertet und angewendet. Das ist hier ein Dauerthema, soll aber keine schlechte Laune verbreiten, im Gegenteil. Schönfärberei ist ein Unglück, Kritiklosigkeit auch. Aber das lässt sich verändern, ohne dass ständig Hektik und Unruhe verbreitet werden. Wenn sich die Denkmethoden ändern, erledigen sich viele Probleme von selbst.

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