Die Gesetze der Mystik

16.9.2021. Das Geheimnisvolle ist das Kraftzentrum aller Kriminalfilme  und das Geheimnis ihrer Beliebtheit. Solche Filme habe ich früher sehr geliebt, schaue sie aber heute nur noch selten  an, weil sie manchmal an der uruhigen Oberfläche von Alltagsthemen festkleben, mit viel Geballer, Geplapper und Gekreisch. Zeitlos, unsterblich sind die hintergründigen Meisterwerke von Alfred Hitchcock, denen hier 12 Beiträge gewidmet sind:

https://luft.mind-panorama.de/?s=Hitchcock&x=19&y=15 

Hitchcock erforscht verborgene, schwer erkennbare  Tiefenschichten und ist stark  beeinflusst von der Psychoanalyse und Surrealisten wie Salvador Dali, über deren Methoden ich gern schreibe. Außerdem kann man viele ungelöste Verbrechen aufklären, wenn man sich auf die Abläufe konzentriert, die hier unter den Stichwortern „Gemeinschaftssregeln“, „Schriftliche Gesetze“  und „Elektronik“ zu finden sind.

Kein Mensch kann aber solche Geheimnisse auflösen, die unter der sehr alten Überschrift „Mystik“ immer mehr in Vergessenheit geraten. Der Ausdruck Mystik (aus dem Altgriechischen  ‚geheimnisvoll‘, ´Mund oder Augen schließen‘),  bezeichnet alle Berichte und Aussagen über die Erfahrung einer mystischen Vereinigung, dem elementaren archaischen Rausch der Unio Mystica.

Dazu gehören  vor Allem die sichtbaren Zeichen Gottes, die der Mensch erkennen kann. Zum Beispiel die zehn großen Gespräche im Dekalog, über die wichtigsten Gesetze des Universums: Verbot des Diebstahls und des Mordes, der Lüge und der rücksichtslosen Habgier nach fremdem Eigentum. Es gibt hier über 80 Artikel zu diesem Stichwort „Sichtbare Zeichen“ :

https://luft.mind-panorama.de/?s=sichtbare+zeichen+&x=23&y=12 

Die Überschrift „Gesetze der Mystik“ verweist auch auf die Querverbingungen zu den juristischen und ökonomischen Gesetzen. Sie sind das Fundament des Universums, auch als Säulen, die vor dem Eingang alter Tempel stehen. Das griechische Orakel von Delphi entstand schon nach dem Jahr 800 vor Chr. Es war ein Ziel für Besucher aus allen Himmelsrichtungen, die etwas über ihre Zukunft erfahren wollten.

Der reiche König Krösus wollte wissen,  ob er einen Krieg mit seinem Nachbarland anfangen sollte. Das Orakel antwortete: „Dann geht ein großes Reich verloren.“ Er begriff nicht, dass es sein eigenes war und verlor.

Orakel-Prophezeiungen  wurden immer formuliert durch ein Medium, das Verbindung zu den Göttern hatte, also auch die Gesetze der Mystik beherrschte.  Manchmal reicht dazu auch die Logik. Die Erschaffung der Welt beginnt,in der griechischen Übersetzung, mit dem Satz: „Am Anfang war die Logik (Logos).“ Bösartige Menschen haben auch eine eigene Logik, mit der sie ihre Pläne vorbereiten. Aber mächtiger ist die Verbindung von zwei wichtigen Messpunkten in der Vergangenheit und in der Gegenwart. Die Veränderungslinie zeigt nach oben oder unter. Das ist die Zukunft.

Der bedeutendste Logiker in der Musik war Johann Sebastian Bach (1685 – 1750). Seine glasklaren Melodien sind kunstvoll aufgebaut, aber sie klingen nur dann richtig, wenn auch die mystische Komponente dabei beachtet wird. Richard Wagner (1813 – 1883) setzte viel mehr Instrumente ein. Zu Bach meinte er nur: „Man sollte ihn nicht Bach, sondern Ozean nennen.“ Wagner verwendete in den „Meistersingern“ mehrfach gezielt die Handschrift, die Kompositionstechnik von Bach. Aber er war selbst auch der größte Mystiker der Musikgeschichte. Albert Schweitzer (1875 – 1965) nannte die beiden „Alpha und Omega“. Also Anfang und Ende der Musik.

Aus dem Meer der Meisterwerke von Bach kann man  immer nur Beispiele auswählen. Dazu gehört die Orchestersuite Nr. 3. Nach 6,5 Minuten hört man das berühmte „Air“. Die Luft. Der Geist. Danach versteht man auch die Regeln der Mystik:

https://www.youtube.com/watch?v=oNrkLUhdJd4

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