Nach der Auferstehung

5.3.2021. Ostern als Fest der Auferstehung, der Wiedergeburt, war schon gestern ein Thema. Aber Stichwörter sind immer nur ein Hinweis. Der gesamte Inhalt ist so groß, dass man ihn für sich noch viel gründlicher erforschen muss. Aber hier können nur Wegweiser genannt werden, sonst gerät das Thema außer Kontrolle und nützt Niemandem mehr. Zum Durchblick gehört immer eine Ordnung. Die Beschränkung auf Hauptsachen und das Weglassen von Nebensachen. Was hinter den Überschriften steckt, kann in Datenspeichern miteinander verknüpft werden, ganz grob und ganz detailliert. Auch die Querverbindungen können automatisch verbunden sein, müssen sich aber auch auf das Wichtigste beschränken. Und dann gehen mehrere Lichter auf. Das Licht war immer ein Schlüsselwort für die Erkenntnis, durch jahrelange Forschung oder durch Intuition. Das sind plötzliche Geistesblitze. Bekannt sind sie nicht durch Massenveranstaltungen, sondern bei der Arbeit von Spezialisten. Sie haben ein gründliches Fachwissen, durch Lernen und persönliche Erfahrungen. Und plötzlich wird es hell. Nicht in der Außenwelt, nicht durch elektrisches Licht oder ein Computerprogramm, sondern durch die Bündelung in einer Idee.

Aus der Vergangenheit sind viele Beispiele davon bekannt. Der Ariadnefaden gehört dazu. Der griechische Held Theseus sollte ein menschenfressendes Ungeheuer finden, das sich in einem riesigen Labyrinth versteckte. Das war für ihn ganz leicht, nachdem ihm die Prinzessin Ariadne ein rotes Wollknäuel übergeben hatte, das einen einzigen, langen Faden enthielt. Er ließ den Anfang des Fadens am Eingang des Irrgrtens fallen und rollte dann den Rest ab. Immer wenn er unterwegs den Faden wieder sah, wusste er, dass er nicht vorwärts gekommen war. Dann machte er weiter, fand das Ungeheuer und besiegte es.

Diese kleine Geschichte ist erfunden, aber ihr Titel ist seitdem ein Symbol, ein Signal dafür, wie man ungelöste Probleme beseitigt. In der Gegenwwart gibt es mehr als genug davon. Meistens werden sie nur wiederholt und zerredet, aber nicht gelöst. Gestern, am Ostersonntag, galt ein noch stärkeres Symbol: Die Auferstehung. Die Wiedergeburt. Da geht es nicht um ein Märchentier aus der Vergangenheit. Sondern um die Zukunft. Was in den letzten zweitausend Jahren geschah, ist zum Teil in Sackgassen gelandet, auf falschen Wegen oder in schlechten Händen. Gejammer nützt da gar nichts, aber Viele tun es trotzdem. Auf dieser Webseite werden oft handfeste Vorschläge dazu erklärt, aber nicht gehört oder verstanden. Das ist nichts Besonderes. Die längste Zeit meines beruflichen Lebens wurde gestört durch Nichtskönner in Führungspositionen. Die meisten sind schon Rentner, aber das Denken lebt aktiv weiter. Eine Zukunftsregel kann nur sein, dass sich das tatsächlich ändert. Unter diesem Text findet man das Stichwort „Heilmethoden ohne Lehrbuch“, mit bisher 23 Kommentaren. Hinweise auf die Selbstheilungskräfte des Körpers. Wer eine Wintergrippe bekommt und etwas vorsichtig ist, verliert sie wieder nach vierzehn Tagen. Bekannte Hausmittel reichen dafür, den Rest macht der Körper von selbst. Ein uraltes Wissen der Medizin. Es gilt aber auch für den Geist. Wer Fehler im Leben macht, erkennt sie durch die Folgen. Danach auch die Ursachen. Wenn man die beseitigt, verbessern sich radikal die Ergebnisse. Aber man schaue sich nur um. Die Ungerechtigkeiten, die Unehrlichkeiten haben schnelle, kurze Hände und greifen zu. Aber auf Dauer sind sie nicht lebensfähig, sondern bechädigen ganze Staaten und große Firmen. Jeden Tag. Darum passt dazu genau das Thema von der Auferstehung und Wiedergeburt.

Der Verfasser des letzten Buchs der Bibel, mit dem Weltuntergang, der Apokalypse, war der alte Johannes, früher der Lieblingsjünger von Christus, über dessen Leben und Tod er auch ein eigenes Buch geschrieben hat: Das Johannes-Evangelium. Inhaltlich vergleichbar sind die Bücher von Matthäus, Markus und Lukas. Sie berichten vom Kreuzestod, aber nicht vom Ende der Welt. Ihre Berichte hat Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) , „der fünfte Apostel“ in musikalische Passionen verwandelt. Die Matthäus-Passion gilt als sein Gipfelwerk. Der Gottesleugner Friedrich Nietzsche (1844 – 1900) schrieb, „Gott ist tot“, aber nachdem er die Matthäus-Passion gehört hatte, notierte er, „Jetzt möchte ich am liebsten wieder zum protstantischen Glauben übertreten.“ Richard Wagner schrieb über Bach, „Man sollte ihn nicht Bach, sondern Ozean nennen“. In seiner Meistersinger- Komödie gibt es mehrfach musikalische Anspielungen auf strenge Bach-Fugen, und in der Ouvertüre hört man drei verschiedene Melodien gleichzeitig. Bachs Spezialität waren – zwei Melodien gleichzeitig: Der Kontrapunkt. Wagner setzte noch eine drauf und lachte dazu, „Das ist angewandter Bach!“

Bachs Orchestersuite Nr. 3: Nach 7.40 Minuten hört man das berühmte „Air“, nur von Violinen gespielt. Ein Zeichen der Ruhe, Meditation und lebendiger Gedanken:

https://www.youtube.com/watch?v=FuMtEof9MWs

Hier ist Bachs Oster-Oratorium (42 Minuten)

https://www.youtube.com/watch?v=62fawgUUpg8

Alle Erfinder und Entdecker haben Neuland betreten. Kolumbus bei der Entdeckung Amerikas. Einstein fand das Fundament der Elektronik. Freud schaute tief in das menschliche Gedächtnis hinein. Ständig gibt es neue Erfindungen, die aber nicht diese gewaltige Bedeutung haben. Das Zeichen der Wiedergeburt, so wie die Auferstehung, ist nicht neu, hat aber eine universale Bedeutung. Jedes Leben ist voller Irrtümer und Fehler. Buddha (564 – 483 v. Chr.) entwickelte daraus die Idee, dass der Mensch so lange wieder geboren wird, bis er innerlich rein ist. Erst dann kehrt er zurück in das Universum, aus dem er gekommen ist.

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