An einem Wintermorgen

12.12.2021. Gerade die Nacht hat immer die Phantasie entflammt, das Fundament für Ideen und neue Projekte. Die sollen natürlich möglichst viel Geld in die Kasse spülen, aber oft klappt das gar micht. Das große Geld landet in den Taschen einer Mindetheit, oft sogar mit kriminellen Methoden, die viele Anhänger  haben, weil sie bequem und einfach sind. Aber auch blutrünstige Vampire müssen zurück in ihre Wohnungen auf dem Friedhof, wenn frühmorgens der neue Tag beginnt, sonst zerfallen sie zu trockenem Staub, vom Winde verweht. Spätestens das Mittagslicht, wenn die Sonne ihre stärkst Kraft erreicht, sorgt dafür, dass viele dunkle Ecken verschwinden und klebrige Sümpfe austrocknen. In der Symbolsprache ist das stärkste Licht die Erleuchtung, die innere, mystische  Vereinigung des Menschen mit den sichtbaren Zeichen  Gottes, die er erkennen kann. Die Unio Mystica.

Das bekommt Niemand geschenkt, sondern hat ein paar Voraussetzungen: Eine natürliche Begabung. Viele praktische Erfahrungen, die ausgewertet werden müssen, mit einem Blick in die Zukunft. Die Formel dafür habe ich schon oft genannt: Beim Vergleich zwischen wichtigen Punkten der Vergangenheit und Gegenwart entsteht eine graphische Linie, die nach unten oder oben zeigt. Das ist die Zukunft. Verändert man die beiden Messpunkte, ändert sich auch die Zukunft. Das kann jederzeit geschehen, auch im ablaufenden alten Jahr. Unvermeidlich wird es im Neuen Jahr.

Denn die Computer und das Internet finden bald ganz ganz neue Methoden zur Auswertung. Das Sammeln von Daten wird immer schneller erledigt. Doch ihre Bewertung hat große Fehler, in der Politik, dem Management großer Firmen und in der Kriminalistik, die noch zu viele Fehler im Dunkeln lässt. Vor dreißig Jahren habe ich große Organisationen in München aufgebaut oder wurde daran gehindert. Durch klebrige Freundschaften, die fester zusammenhielten als ein chemischer Klebstoff, der Elefantenkleber.

Die riesigen Schäden lassen sich genau berechnen. Manchmal verschwanden sogar fehlerlose Gutachten in dicken Firmentresoren. Der Nürnberger Gustl Mollath meldete seine Ehefrau bei ihren Arbeitgebern. Sie transportierte jede Woche große Mengen Schwarzgeld in die Schweiz. Dann drohte sie einem Freund, „Wenn er nicht aufhört, mache ich ihn fertig.“ Sie zeigte ihn wegen Bedrohung und Körperverletzung an. Er landete in der Psychiatrie, obwohl es für die Lügen keine Beweise und keine Zeugen gab. Vor ein paar Monaten erstritt Mollath eine Entschädigung durch den Freistaat Bayern, von fast 600.000 Euro. Über diesen Fall gibt es hier ein eigenes Kapitel. Und er ist kein Einzelfall, wenn man sich nur  den Fall Kachelmann anschaut, dessen schreckliche Einzelheiten mit jeder Suchmaschine im Internet zu finden sind.

Das werden keine Einzelfälle mehr bleiben. Dann sinkt die viel zu hohe Kriminalitätsrate, und vor Allem die Dunkelziffer der offenen Fälle, die noch gar nicht aufgefallen sind.

Zum Licht in der Nacht, bevor die unvermeidliche Morgendämmerung beginnt, hat Eduard Mörike (1804 – 1875) ein wunderbares Gedicht geschrieben: „An einem Wintermorgen, vor Sonnenaufgang“: Ein Auszug: „Einem Kristall gleicht meine Seele nun, den noch kein falscher Strahl des Lichts getroffen. Zu fluten scheint mein Geist, er scheint zu ruhen, dem Eindruck naher Wunderkräfte offen, die aus dem klaren Gürtel blauer Luft, zuletzt, ein Zauberwort vor meine Sinne ruft. Die Seele fliegt, so weit der Himmel reicht. Hinweg, mein Geist! Hier gilt kein Stillestehn: Es ist ein Augenblick, und Alles wird verwehen!“

.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.