Alles wird neu

29.9.2021. Wenn eine ganz neue Welt kommen soll, gelten trotzdem die unveränderlichen Universalgesetze. Man findet sie im Dekalog, den zehn Geprächen mit Gott über seine Weltordnung: Zum Beispiel das Verbot zu lügen, zu stehlen,  zu morden und die Habgier nach fremdem Eigentum. Den Untergang der alten Welt findet man in der Johannes-Apokalypse. Beide Stichwörter stehen direkt unter diesem Text. Die Schreckensbilder beim Weltuntergang sind Symbole. Diese Bilderschrift hat mit der Realität direkt überhaupt nichts zu tun, aber sie enthält starke Gedanken, für die eigentlich dicke Bücher notwendig sind, in einer konzentrierten, eindringlichen Kurzform.

Bevor die Menschen zum ersten Mal, lesen und schreiben lernten, glaubten sie, dass alle Naturbilder und Landschaften von Geistern bewohnt wurden, die sich überall in das Alltagleben einmischten und harte Strafen verhängten. Später wurden daraus die allmächtigen Götter, mit menschlichen Eigenschaften und Namen, aber grenzenlos stärker. Die Macht des Glaubens löste gewalttätige Kriege aus und schwere Attacken, bis zum heutigen Tag. Bekämpfen lässt sich das gewaltlos, wenn man die Symbolsprache gründlich versteht und in der Realität anwendet. In der Steinzeit, vor 2,6 Millionen Jahren, begann die Menschheitsgeschichte. So alt sind auch die Symbole. Vor tausend Jahren, im Mittelalter, kannte man sich sehr gut damit aus. Dazu schrieb ich am 4.2.21 den Beitrag „Nimrod, der Jäger“ :

https://luft.mind-panorama.de/nimrod/ 

Zitat: „Tatsächlich im Orient gelebt hat auch Sinan, der „Alte vom Berge“ (1133 – 1193 n.Chr.) . Er bekämpfte den einflussreichen arabischen Sultan Saladin, der sogar mit einem Teil der christlichen Kreuzritter befreundet war. Sinan war aber dagegen. Er setzte kampfbereite Assassinen ein, junge Männer, die er in einem verwunschenen, exotischen Traum-Garten zu Attentätern ausbildete. Sie bekamen dabei das Versprechen, im Paradies belohnt zu werden. Dann wurden sie an ihre Ziele geschickt. Sie blieben dann, über lange Jahre unerkannt, dort vollständig an ihre Umgebung angepasst und waren, durch das Studium von Sitten und Sprache speziell auf ihre Aufgabe vorbereitet. Da das eigene Überleben in ihrem Denken keine Rolle spielte, konnten sie, nachdem sie sich Vertrauen und Zugang bei ihren Gastgebern erschlichen hatten, jederzeit zu deren Ermordung aktiviert werden.

Wie immer steckt in den alten Sagen eine mächtige Phantasie, deren Antrieb unerfüllte Wünsche waren. Oder auch unglaubliche Ereignisse. Die uralte Bildersprache der Symbolik ist voll absichtlicher Rätsel, Hinweise und Zeichen, die man entziffern kann. Übersetzt man sie nur in eine nüchterne Alltagssprache, verlieren sie ihren Zauber. So geht es auch einigen Shakespeare-Übersetzern. Ihre Texte sind zwar richtig, aber sie wirken langweilig, weil sie die Kraft der Wortwahl im Original nicht beherrschen. Magische Stichwörter sind wie Schlüssel zu einer verborgenen Welt, in der Wunder geschehen.“

Das Fundament der neuen Welt sind also große Zeichen der Vergangenheit. Vergleicht man nur die messbaren Veränderungen, ergeben sie die Zukunft. Der Physiker  Albert Einstein (1879 – 1955) sagte: „Wir stehen auf den Schultern von Riesen, die vor uns waren.“ Er selbst entdeckte die vorher unbekannte Relativitätstheorie. E = mc hoch Zwei, Danach ist die Energie das Gleiche wie Masse mal Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat, (Äquivalenz von Masse und Energie). Daraus entstanden die Fundamente der Elektronik, der Datenverarbeitung und Speicherung. Noch längst nicht bewältigt ist das Problem der Auswertung.  Viele Möglichkeiten sind unbekannt oder werden nicht beachtet. Man findet sie hier mit dem Stichwort „Elektronik“, das 605 Beiträge enthält:

https://luft.mind-panorama.de/category/9-die-neue-welt/9b-elektronik/ 

In der Schule hatten wir eine Liste mit 40 dicken  Büchern, die wir vollständig lesen mussten. Die meisten Schüler hatten dazu keine Lust, aber es wurde gedroht: „In der mündlichen Abiturprüfung kann der Inahlt von jedem Buch abgefragt werden.“ Sinnlos, wenn man dieses Wissen eine Woche später überhaupt nicht mehr braucht. Mir hat das Lesen immer gefallen, aber nur,  wenn der Inhalt nicht wertlos war. Das Gesamtergebnis war wertvoll und ließ sich ständig vergrößern. Jetzt sieht man in der Natur die Erntezeit. Bei den wertvollsten Informationen auch.

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