Neue Kontinente am Horizont

7.3.2021. Die ersten Fahrten auf dem Meer waren gefährlich, aber sie wurden trotzdem gemacht. Wer an einem Fluss lebte, lernte, wie man eine Brücke darüber baut. Und den Fischen konnte man abschauen, wie man sich durch das Wasser bewegt. Die Konstruktionen wurden immer größer und stabiler, schafften immer größere Strecken. Vom 4.000 Jahre alten Steinkreis im südenglischen Stonehenge weiß man, dass dort auch ein paar Menschen lebten, die am Mittelmeer aufgewachsen waren. Die älteste Hochkultur in Ägypten hatte wenige Schiffe, aber im Norden begann das Mittelmeer. Für größere Ziele. Die späteren Griechen und Römer eroberten ihre Reiche auch vom Mer aus. Die Römer wollten wertvolles Land und besetzen und materielle Schätze mtnehmen, aber die Griechen und Ägypter schauten auch zum Himmel, erforschten den nächtlichen Sternenhimmel, und sie erkannten die Sonne als mächtigste Energiequelle auf der Erde. Das war auch das große Thema im sehr weit entfernten, südenglischen Stonehenge. Die großen Steinsäulen bildeten einen Kreis. Durch eine Lücke fiel morgens das erste Sonnenlicht, am Tag des Frühlingsbeginns, der Wintersonnenwende, dieses Jahr am 20. März. Über Stonehenge habe ich am 18.9.20 einen Artikel geschrieben:

https://luft.mind-panorama.de/stonehenge-licht-aus-dem-weltall/

Neue Entdeckungen geschehen durch Neugier oder wegen ungelöster Probleme. Das ist die Universalregel für den Fortschritt. Heute ist fast Alles erforscht. Offen ist die Realisierung von Erkenntnissen und die Entdeckung unbekannter Dimensionen. Beides ist verzögert, weil große Krisen die Menschheit ablenken. Aber sie schaffen auch neue Wege. Vor hundert Jahren gab es die Forschungen von Einstein (1879 – 1955) und Freud (1856 – 1939). Sie entdeckten unsichtbare Welten: Die physikalische Relativitätstheorie und die Psychoanalyse. Es gibt einen kurzen Schriftwechsel zwischen den beiden, aber ihre Gedankenwelten näherten sich nicht. Einstein legte das phasikalische Fundament der Elektronen und der späteren Computer. Freud entwickelte die Ursachenforschung in der Erkenntnis, der Störungen und Auflösung von Auffälligkeiten, beim täglichen Zusammenwirken großer Gemeinschaften, in der Ökonomie, der Politik, Kultur und der Beachtung von Regeln und Gesetzen. Beschäftigt man sich mit den Details, dann findet man dort eigene Planetensysteme, einen unbekannten Kosmos, dessen Umrisse jetzt schon lange bekannt sind, aber dessen Einzelheiten und Abläufe noch viele weiße Flecken haben, die man auf keiner Karte findet.

Die geographischen und historischen Karten haben keine Lücken mehr. Weltraumsatelliten bilden die Details aller Kontinente ab, auch Unterwasserkameras. Aber Jean-Francois Champillion (1790 – 1832) konnte als erster die rätselhafte Bildersprache der ägyptischen Hieroglyphen genau entziffern, so dass man sie heute lernen kann wie die Grammatik einer Fremdsprache. Noch weiter geht die Symbolik, die alle äußeren Zeichen und Bilder erklärt, in der Frühzeit und in der Gegenwart. Zu diesem Thema findet man hier fast 300 Artikel. Der vollständige Umfang kann aber noch nicht einmal geschätzt werden. Immerhin füllen diese Stichwörte die ältesten Bibliotheken der Welt. Mit den 40 anderen Kapiteln (Kategorien) hier ist es genauso.

Das Erstaunlichste daran ist der geringe Grad ihrer Bekanntheit. Die Medien berichten laufend darüber, übrig bleiben bei vielen Lesern ein paar Stichwörter, aber keine gründlichen Informationen über die Abläufe und Auswirkungen.

Die Erforschung von Geheimnissen ist längst bei Rekorden angekommen, aber sie sind oft gar nicht wichtig, füttern nur Neugier oder führen zu Nichts, weil es Randerscheinungen sind. Der Höhepunkt der Ketzerverfolgung waren vor fünfhundert Jahren brennende Scheiterhaufen, aber es traf Unschuldige, die von Nachbarn, Konkurrenten oder bösartigen Schwätzern denunziert worden waren. Gründlich aufgeräumt damit hat Friedrich Spee (1591 – 1635). Am 10.12.20 gab es hier einen Artikel über ihn:

https://luft.mind-panorama.de/der-siegreiche-ketzer/

Friedrich Spee brauchte keine Gewalt, um die jahrelangen Massenmorde zu beenden, nur logische Argumente. Die wirkten nicht sofort, aber bald. Dann war Schluss mit dem gnadenlosen Verfolgungstheater, an dem viele Zuschaue ihren kranken Spass hatten. Sie waren nicht zu bändigen, nur durch die eindeutigen Informationen, über die Verbrechen an den Opfern.

Die Datenmassen im Internet können Infomatiker schnell berechnen. Den Inhalt, die Gedanken darin aber nicht. Sie steigern sich durch die Phantasie, die neue Ideen schafft, aber auch tückische Irrwege gehen kann. Selbst wer viel gelernt hat, stößt immer wieder auf neue Türen und unerforschte Kontinente. Goethes „Doktor Faust“ klagt: „Habe nun, ach ! Philosophie,Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie, durchaus studiert, mit heißem Bemühen. Da steh ich nun, ich armer Tor ! Und bin so klug wie zuvor. Zwar weiß ich Viel, doch möchte ich Alles wissen.“ Ein unerfüllbarer Wunsch, aber Faust wendet sich deshalb an Mephisto, den Diener Satans. Und unterschreibt einen Teufelspakt: Wenn er nur fünf Minuten glücklich sein kann, gehört dem Teufel seine Seele. Daraufhin wird ihm Einiges geboten, und Mephisto gewinnt.

In der Realität funktioniert das oft. Es ist die Antriebskraft aller Verbrechen. Aber am Ende steht die Strafe dafür. Die Entdeckung eines schwarzen Universums, aber auch dessen Ende.

Hier für noch mehr Aufklärung zu sorgen, ist technisch ein Kinderspiel, mit jeder Suchmaschine. Goethes Teufelsbote Mephisto sagt sogar, „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ Das stimmt auch. Es ist das Doppelprinzip der Dualität. Auf den Winter folgt der Sommer. Auf die Nacht der Tag. Wintertiere und schlafende Pflanzen wachen auf, wachsen und blühen. Dabei drohen Gefahren, natürliche und geplante. Aber auch die kann mit dem Licht der Erkenntnis dämpfen, mit Informationen und Nachdenklichkeit. So einfach kann das sein, aber es ist nicht selbstverständlich. Die Beweise dafür kann man jeden Tag anschauen, auch dann, wenn die Gemeinschafts-Treffpunkte wieder geöffnet sind.

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