Neue Wetterwechsel

26.11.2020. Die Wetterforscher haben ihre langen Erfahrungen in Regeln umgesetzt. Danach ist der März der langsame Beginn der besseren Jahreszeit. Und „April macht, was er will.“ Aber längst kann das ganz anders aussehen. Vor sechs Jahren gab es einen kühlen und verregneten August. Vor zwanzig Jahren saßen die Besucher in leichten Winterjacken, zu Weihnachten draußen in den großen Biergärten, weil es so warm war. Und dieses Jahr hatte der November viele Sonnentage mit wolkenlosem blauen Himmel, aber Temperaturen um den Gefrierpunkt.

Verlassen kann man sich auch nicht mehr auf die politische Wetterlage. Viele Regierungen machen einfach weiter, obwohl sie nichts mehr zu bieten haben. Große Firmen haben nicht mehr die notwendigen laufenden Einnahmen, die sie unbedingt brauchen. Dann müssen Mitarbeiter und Manager gehen, um Kosten zu sparen. Ganze Branchen sind seit einem halben Jahr in Gefahr, zum Beispiel die Gastronomie und alle Plätze, wo sich die Leute sonst gern trafen, um nicht immer nur die eigene Verwandtschaft anzuschauen. Das hat weltweit Formen angenommen, die keine staatlichen Grenzen mehr kennen.

Die ausländischen Fernsehsender und auch die deutschen wiederholen rund um die Uhr ein einziges Thema. Das ist zwar wichtig, aber zu einfallslos. Gerade jetzt können die Filmarchive ein riesiges Angebot bereitstellen, vor Allem YouTube, kostenlos. Mit einer transportablen Computer-Tastatur kann man drahtlos einfach Titel eintippen, bequem vom Sessel aus. Dann ist sofort ein grenzenloses Angebot da.

Vollständige Kinofilme oder minutenlange Ausschnitte. Neuverfilmungen, Und ähnliche, verwandte Themen-Angebote. Deshalb muss Niemand ständig vor der Glotze sitzen, aber er kann es sich frei aussuchen. Auch draußen bleibt es bei zahllosen Möglichkeiten, je nach Hobby oder Kenntnissen. Die Auswahl ist zwar kleiner geworden, aber für Jeden bekannt. Spaziergänge und Reisen verbietet Niemand, nur die Politiker sind ständig aufgeregt und bellen mit verzerrten Gesichtern in die Mikrofone, was sie schon tausend Mal wiederholt haben. Bundeskanzlerin Angelas Merkel jagt von einer Führungs-Konferenz zur nächsten, aber man hat den falschen Eindruck, dass sie danach immer dasselbe erzählt. Genauso auch die Talkshows, wo sich quasselnde Gäste drängen, die gleichen Gesichter, die ständig in die Welt hinaus schreien, was Jeder weiß. Katastrophen gab es allerdings immer. Die erste, ganz große war die totale Sintflut, die „Sündenflut“. Wikipedia: „Die Sintflut wird in den mythologischen Erzählungen verschiedener antiker Kulturen als eine gottgesandte Flutkatastrophe beschrieben, die die Vernichtung der gesamten Menschheit und der Landtiere zum Ziel hatte. Nur wenige Personen entkamen der Katastrophe. Als Gründe nennen die Sintflut-Erzählungen meistens den Zorn Gottes oder der Götter über die Verfehlungen der Menschheit. Die bekanntesten Berichte sind überliefert: Bei dem prähistorischen Volk der Sumerer, Bei den Babyloniern im Gilgamesch-Epos und im Atraḫasis-Epos, über Noah sowie seine Familie im 1. Buch Mose der Bibel. In frühchristlichen Schriften und im Koran wird ebenfalls auf diese Geschichten Bezug genommen bzw. davon erzählt.“

Trotzdem hat die Menschheit überlebt. Vor vierhundert Jahren war es der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648, bei dem die meisten europäischen Ländern erbittert und gewaltsam gegeneinander kämpften. Schluss war erst, als alle Staaten so sehr beschädigt waren, die Gebäude, die Bauerngrundstücke für Lebensmittel, die vielen umgekommenen Soldaten, dass auch gar kein Geld mehr da war, für eine Fortsetzung. Dann trafen sich die offiziellen Abgesandten aller beteiligten Staaten im Rathaus des westfälischen Münster und unterzeichneten im „Friedenssaal“ einen gemeinsamen Vertrag. Danach war erst einmal Schluss mit dem Schlachtfest.

Man kann nicht alle Weltkastrophen noch einmal aufzählen. Die schlimmsten sind bekannt. In Europa war es zuletzt der Zweite Weltkrieg, von 1939 bis 1945. Die Haupt-Verantwortlichen wurden in Nürnberg zum Tode verurteilt, ihre Asche in die südliche Münchner Isar gekippt, um Wallfahrten zu verhindern. Dort ist allerdings auch die kleine Kapelle Maria Einsiedel in Thalkirchen, wo auch weiterhin kirchliche Wallfahrten, unverändert ihr Ziel haben.

Am Wochenende, in drei Tagen, beginnt die Adventszeit. Voraussagen kann dafür Niemand etwas. Aber schon jetzt ist es Zeit für nachdenkliche Gespräche, auch zum Bücherlesen. Ich habe mir schon zwei Märchenbücher bestellt, die ich zuletzt in meiner Kindheit gern gelesen habe. Dazu ein paar original englische Kleinigkeiten, die ein deutsches Versandhaus anbietet. Das ist keine verträumte Flucht aus der Welt, sondern eine Vorfreude. Auch bei anderen Dingen, die Jeder für sich selbst entscheidet. Ein paar Trauerweiden werden noch mehr ihre Köpfe hängen lassen. Aber Jedem ist zu empfahlen, dass er hilft oder endlich sie dort lässt, wo die schlimmsten Übelkrähen hingehören. Zu ihren Freunden, die in Wirklichkeit gar keine sind. Denn der Dekalog, die zehn Regeln Gottes, verflucht sie, die Lügner, Betrüger, Mörder und Raubritter. Rilke schrieb in seinem berühmten Herbstgedicht, „Wer jetzt kein Haus hat, findet keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben und auf den Alleen wandern, wenn die Blätter treiben.“ Wer selbst dafür keine richtige Lebensfreude hat, kann Unheil anrichten und ein schlechtes Klima verbreiten. Doch schon zu Beginn hat er damit – verloren, bis Andere ihm das sagen. Auch wenn sie arm sind, sind sie viel reicher, innerlich.

Wikipedia: „Die Adventszeit in der vierwöchigen Form, mit Bezug auf Weihnachten geht auf das 7. Jahrhundert zurück. Sie wurde tempus ante natale Domini („Zeit vor der Geburt des Herrn“) oder tempus adventūs Domini („Zeit der Ankunft des Herrn“) genannt. Papst Gregor der Große legte die Zahl der Sonntage im Advent für die Westkirche auf vier fest. Die vier Sonntage standen symbolisch für die viertausend Jahre, die die Menschen gemäß damaliger Auffassung nach dem Sündenfall auf den Erlöser warten mussten.

Seit ein paar Tagen gibt es eine neue Webseite, die auch Artikel aus diesen Seiten übernimmt:

https://www.mind-panorama.de/

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