Ordo Novo Tre

18.10.2020. Die Zeichen einer neuen Weltordnung gibt es schon lange. Sie sind enthalten in der Bildersprache der Symbolik. die es schon gab, als die Menschen noch keine Grammatik und keine abstrakten Begriffe kannten.

In der Numerologie sind Ziffern der Ausdruck von Dimensionen. Null ist das Nichts, in dem der Urknall eine physikalische, neue Welt erzeugt, die aber auch die übergeordnete geistige Dimension aufbaut, die alle Veränderungen steuert. Die darauf folgende Eins ist der Allmächtige Vater selbst. Die Zwei bringt die Verdoppelung, das System der Paare. Sommer und Winter. Tag und Nacht. Gut und Böse. Das unzerstörbare Dualitätsprinzip. Null und Eins sind die Basis für jeden Computer. Das Binärsystem. Die logische Nummer Drei ist der vergängliche Mensch, mit einer begrenzten Lebenserwartung. Vereinigen sich diese drei Grundelemente, entsteht die dreifache Trinitas. Sie ist die Basis für alle Religionen. Die Verbindung der ursprünglichen Allmacht mit dem Menschen und der übergeordneten, universalen, kosmischen Energie.

Nummer Vier ist die Basis, das Viereck. Auch das Fundament für Gebäude, die Alles enthalten, was notwendig ist. Ziffer Fünf ist die dämonische Energie. Das Fünfeck, das Pentagramm, hat eine scharfe Spitze. Zeigt sie nach unten, sucht sie die Verbindung mit der Unterwelt, den schwarzen Abgründen. Zeigt sie noch oben, ist es die weiße Magie. Der Blick hinauf zum Universum, dem Kosmos. Nummer Sechs ist die Fortpflanzung, Verbreitung der bisherigen Energieformen. Die dreifache Sechs ist die Übertreibung, die Hemmungslosigkeit, Satan selbst. Sieben beendet die vorherigen Schöpfungstage. Wie jede Kalenderwoche, auch der heutige Sonntag, mit einer Ruhepause zum Nachdenken, Bilanz Ziehen und für die Planung neuer Projekte.

Ziffer Acht ist die Verdoppelung der Vier. Die Unendlichkeit. Sie ist das Ziel aller ernsthaften Projekte. Nummer Neun ist die Umkehrung der Sechs. Der Verfall. Die Degeneration. Die totale Zerstörung, aber auch als Katharsis, die Vorstufe zur Lösung.

Zehn ist der Dekalog. Die Gespräche mit Gott über seine Weltordnung, die Zehn Gebote. Sie bewahren die Vergangenheit, leiten auch die wachsenden Krisen der Gegenwart und sind das stärkste Zeichen der Zukunft. Im zehnten Monat, Oktober, hat dieses Kapitel begonnen. Die Fortsetzung, die Fortentwicklung aller bisherigen Systeme, die das Fundament bleiben für die Zukunft. Morgen ist ein anderer Feiertag. Das wird noch ein neuer Artikel.

Die bisherigen, wichtigen Systeme bleiben der unveränderliche Maßstab. Sie messen und vergleichen, werten aus und erklären, aber mit bisher unbekannten Computerprogrammen, die Alles beleuchten. Vor Allem die überfälligen Veränderungen. Die sind längst bekannt, werden aber nur fehlerhaft, lückenhaft angewendet. Das wurde hier schon oft erklärt und begründet. In der Themen-Übersicht, ganz rechts, kann man das Alles finden. Und in den Stichworten, unter diesem Text.

Der Grund für die unerledigten Aufgaben ist Unwissenheit, riesige Wissenslücken, sogar bei Experten. Ursache sind Faulheit, Dummheit, Missbrauch von Macht und finanzieller Kraft. Doch immer rascher fällt das auf. Schwarzgeld im Ausland zu verstecken, ist mittlerweile sehr riskant, Oder die Bestechung von Regierungen oder ablösungsreifen Königen. Oder die Schikanen gegen Unschuldige. Die Gesetze dagegen gibt es längst, aber sie werden nicht beachtet oder für unwichtig gehalten. Die stärkste Quelle für Wirtschaftskriminalität. Das harmlose Venedig, mit einer sehr niedrigen Kriminalitätsrate, ist Schauplatz der frei erfunden Kriminalromane von Donna Leon (Frau Löwe). Vor vielen Jahren habe ich sie bei einer Autogrammstunde zufällig kurz getroffen, nicht weit von der Münchner Staatsoper.

Kurz entschlossen habe ich mir dazu ein kleines Buch gekauft. Sie hat erstaunt auf den Titel geschaut, aber nichts dagegen gesagt. Es war „Die Kunst des Krieges“, Der Autor ist Sun Tsu (544 – 496 v. Chr.), ein aktiver General im Alten China. Er war auch Militärstratege und Philosoph. Sein Text ist ein Bestandteil der heutigen Elite-Ausbildung, an amerikanischen Militärakademien, für den Nachwuchs der Weltmacht. Nur ein Satz von Sun Tsu: „Das Ziel des Krieges ist nicht der Sieg, sondern der Frieden.“ Unbelehrbare, aggressive Kriegshetzer hätten genau das Gegenteil gesagt. Aber dieser General war kein weltfremder Träumer und hat viele Schlachten gewonnen. Er meinte, dass ein besiegter Feind Respekt verdient, sonst ist der nächste Krieg, auch mit seinen Nachfolgern, schon vorprogrammiert. Also Zeit- und Geldverschwendung.

Die amerikanische Dollarnote mit der Ziffer 1 zeigt den Satz „Ordo Novo Seclorum“. Die neue Ordnung, für alle Jahrhunderte. Für die ganze Welt und ihre Zukunft. Das sind die Zehn Gebote. Eins und Null, die Basis des Binärsytems, auf dem alle, auch die sehr komplizierten Computerprogramme aufbauen. Die Rückkehr zu einer leicht verständlichen Einfachheit wird in Zukunft Alles dominieren. Nicht unlesbare, langweilige Fach-Gutachten, mit aufgeblasenem Fremdwort-Salat. Die Rezepte müssen für jeden verständlich sein, der über ein ordentliches Allgemeinwissen verfügt, das er auch selbst erweitern kann. Paradebeispiel dafür ist ein begabter Musiklehrer, der uns, neun Jahre lang, alle Feinheiten der Klassischen Musik vermittelte, mit einer Ausnahme. Niemals hörten wir eine Note von Richard Wagner. Seine knappe Begründung: „Das war ein Verbrecherkomponist!“ Er meinte damit, fünfzehn Jahre nach dem Kriegsende, Adolf Hitlers Wagner-Begeisterung. Doch bei der Machtergreifung 1933 war der Komponist schon fünfzig Jahre lang tot, hatte aber den kulturellen Alltag der späteren Kriegs-Beginner dominiert.

Wagner konnte das nicht voraussehen. Ihm ist das erste Kapitel dieser Webseite gewidmet. Im Siegfried-Anbau, direkt neben dem Haus Wahnfried, kann man im Erdgeschoss, eine wertvolle Dauer-Ausstellung über diese dunklen Jahre vorbildlich aufbauen und den deutlichen Kontrast zeigen, zwischen Traum und harter Wirklichkeit. Das würde einige Besucher fernhalten, aber sicherlich nicht diejenigen, die ihre Augen, öffnen wollen. Unwissenheit ist der stärkste Feind für jeden Fortschritt, den man durch gute Informationen aber steigern kann.

Eine Etage höher im Siegfried-Anbau, nur eine kurze Treppe weit entfernt, ist Platz für ein, immer noch fehlendes, lebendiges Gedenken an Wieland Wagner, der nach dem europaweiten Zweiten Weltkrieg, als 44 jähriger, im Jahr 1951 mit allen schlechten Traditionen brach und dann ein „Neues Bayreuth“ aufbaute, das seit seinem Tod, am 17.10.1966 in München, ihn zwar nicht mehr feiert, aber seine zeitlosen Spuren auch nicht vernichten kann. Solch eine Aufwertung des Siegfried-Anbaus lockt das ganze Jahr gebildete Kultur-Besucher an, die auch reichlich Geld mit bringen, nicht nur im Sommer.

Die noch viel stärkere Aufwertung der gesamten Altstadt habe ich bereits in zahlreichen anderen Artikeln genau beschrieben. Man muss sie nur noch realisieren, darf dabei aber nicht wieder das gesetzliche Urheberrecht vergessen, dessen deutliche, verbindliche Forderungen bezahlbar sind. Und viel weniger kosten als die große Gesamt Summe der zukünftigen Einnahmen, für die ganze Stadt, ihre Sehenswürdigkeiten und Gastronomie.

„Ordo Novo Tre“ klingt vorne lateinisch, ist aber mit einer italienischen Ziffer Drei verknüpft. Das ist eine Anspielung auf die vielen Opernfreunde, südlich der Alpen, an das untergegangene römische Weltreich und die Gemeinsamkeiten mit „Germania“. Der germanisch-keltische Cheruskerfürst Arminius (17 v. Chr. – 21 n. Chr.) stoppte, schon im Jahr Neun nach Christus, den weiteren Vormarsch von drei römischen Legionen, für immer. Neun ist die Ziffer der Schwäche, der totalen Zerstörung und des Beginns einer ganz neuen Epoche.

Die Strategie von Arminius und seine frühere militärische Ausbildung in Rom selbst, hatten gesiegt. Außerdem hielt der besiegte feindliche Feldherr Varus, ihn vorher, auch noch für einen Freund. Solche Fehler besiegelten sein Ende. Arminius jedoch konnte sie schon lange vorher einplanen. Mit dieser Strategie gewann er. Er kannte vermutlich nicht den, bereits erwähnten chinesischen General Sun Tsu, der ein Meister der militärischen Strategie war, dachte aber ganz genau so, in seinen Taten.

„Ordo Novo Tre“ ist die neue Weltordnung. Nummer Drei. Die dreifache, universale Energie kommt aus der Verbindung von zwei verbündeten Kräften. Nach dem Untergang des antiken griechischen Weltreichs übernahm Rom die Führungsrolle. Als das, unvermeidlich, zu Ende ging, entstand, nördlich der Alpen, das mächtige Frankenreich. Karl der Große ließ sich im Jahr 800 (!) im Aachener Dom zum Kaiser des neuen, europäischen Weltreichs krönen. Das ganze Land wurde später, zwar von Bayern, vor zweihundert Jahren geschluckt. Die eroberten „Beutefranken“ behielten aber ihre drei unteren, mittleren und oberen Regionen, die gemeinsam, immer noch viel stärker sind als das alte Bayern. Und in „Deutschlands Mitte“ lebte auch der Nürnberger Schusterpoet Hans Sachs (1494 – 1576). Sein dankbares Preislied auf den bedeutenden Reformator Martin Luther (1483 – 1546), die „wittenbergische Nachtigall“, übernahm Richard Wagner wörtlich, als einzigen fremden Text überhaupt, in sein vorletztes Werke, die „Meistersinger“. Der leicht verschlüsselte Text:

„Wacht auf! Ich höre singen im grünen Hag,
eine wonnigliche Nachtigall, ihre Stimme durchdringet Berg und Tal.
Die Nacht neigt sich zum Okzident, der Tag geht auf vom Orient. Die rotbrünstige Morgenröte, her durch die trüben Wolken geht.“

Hier erlebt man den triumphierenden „Wach auf“ -Chor, in einer stilistisch passenden Aufführung aus New York:

https://www.youtube.com/watch?v=t_bMNYBD0I4

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