Petro Basconi aus Padua

26.1.2021. Padua ist bekannt, aber nicht die einzige bedeutende Stadt auf der Welt. Es gibt noch viel klangvollere Namen, je nachdem, was man sucht. Nur 30 Kilometer entfernt ist die Traumstadt Venedig. Weiter weg, im Westen, ist es die französische Hafenstadt Marseille. Der ganze Bereich ist der Speckgürtel von Italien, mit wertvoller Industrie und Luxusmode aus Mailand. Nicht weit ist die Toscana, in der Renaissancezeit das Machtzentrum der reichen Fürsten Medici in Florenz.

Damals tauchte in Paris ein englischer Flüchtling auf, der sofort Hilfe fand, beim Botschafter seines Landes: Thomas Walsingham war auch Neffe des Londoner Geheimdienstchefs, einem engen Vertrauten von Königin Elisabeth I. Er half dem Flüchtling, mit dem er eng befreundet war, auch bei seiner Weiterfahrt nach Padua, wo ihn Niemand mehr erkannte. 1627 starb er dort. Das wissen wir nur durch die Aufzeichnungen von Petro Basconi, mit dem er unter einem Dach lebte und der den Erkrankten bis zu dessen Tod pflegte. Basconi notierte, dass der Fremde behauptete, er wäre Christopher Marlowe und hätte aus London fliehen müssen.

Dazu gibt es mittlerweile noch sehr viele andere Hinweise und Spuren. Marlowes Theaterstücke wurden damals nach London geschickt und vom bekannten Theaterdirektor William Shakespeare weltberühmt gemacht, dessen Namen der untergetauchte Marlowe jetzt als Pseudonym verwendete. Als Autor tauchte Shakespeare auch zum ersten Mal, erst nach Marlowes Flucht auf. Die wenigen Mitwisser hielten ihren Mund, um ihn nicht in Gefahr zu bringen. Liest man Marlowes Hauptwerke jetzt, ist die sprachliche Verwandtschaft mit Shakespeares Meisterwerken überdeutlich. All das ist anderen Forschern schon lange aufgefallen. Wer Details darüber wissen will, findet sie auf der folgenden Webseite:

„Zeichen und Bilder“

https://www.mind-panorama.de/

Fasst man alle Spuren zusammen, ergibt sich daraus ein Monument der Geistesgeschichte. Die eindringliche Sprache, die Wortwahl, die Themen, die Gedankentiefe sind universal. Sie brauchen keine aufwändigen Dekorationen und Kostüme, sondern wirken mit einer zeitlosen Macht. Die Werke wurden damals oft am englischen Königshof gezeigt und brechen heute, immer noch alle Rekorde der Theaterstatistik. Marlowe hatte sich vorher aber zu viele, strafbare Freiheiten herausgenommen. Er wurde beschuldigt, ein Gotteslästerer, politischer Verschwörer, Unruhestifter, Feind des Königshauses und Autor von anonymen Flugblättern zu sein, die den Erzbischof von Canterbury persönlich massiv beleidigten, das geistliche Oberhaupt der anglikanischen Kirche. Marlowe wurde deshalb auch vorübergehend verhaftet, aber seine mächtigen Freunde lösten dieses Problem, erst einmal, durch seine Freilassung. Nichts konnten sie tun für seinen Mitbewohner Thomys Kyd. „Kit“ war auch Marlowes eigener Spitzname. In der Haft belastete Kyd seinen Freund sehr schwer, und dessen Prozess wurde dann bereits auch zeitlich festgelegt. Der Erzbischof von Canterbury persönlich wollte das Verfahren leiten. Die Todesstrafe war zweifelsfrei vorhersehbar und damals unvermeidbar. Da verschwand Marlowe, nach einer nur vorgetäuschten Messerstecherei in einem Londoner Wirtshaus, bei der er angeblich starb. So steht es heute noch, in den allermeisten Biographien über ihn. Aber seine Werke enthalten viele Hinweise auf sein Denken und sein Schicksal. Die brühmten Sonette auch. Gewidmet sind sie, ausdrücklich einem „Mr. W. H.“, dem „einzigen Empfänger“. Wer dahinter steckt, weiß bis heite Niemand. Aber möglich war, zu dieser Zeit, sein Retter, Thomas Walsingham, also abgekürzt „W – H“. Wenn es nur diese Kleinigkeit wäre, könnte man sie vergessen.

Aber Shakespeare umfangeiche Texte wimmeln von derart vielen Anspielungen, Mysterien und Wortspielen, dass einige Forscher sie schon lange entschlüsselt haben. Und aus den zahllosen Einzelheiten, Bruchstücken und Querverbindungen ergibt sich ein sehr klares, umfasendes Bild, das seit vierhundert Jahren kein einziger Kriminalist oder Detektiv völlig auflösen konnte. Heute ist das aber möglich, wenn man solche Denkmethoden anwendet. Dazu gebe ich hier laufend genaue Hinweise, vor allem im Kapitel „Elektronik“. Das wird die Zukunft sowieso beherrschen, leidet aber immer noch unter großen Wissenslücken der Beteiligten. Nicht nur bei den kriminalistichen Ermittlern, sondern auch bei den Tätern. Viele Verbrechen würden gar nicht erst geplant, wenn man die Folgen bereits im Frühstadium erkannt hätte. Das ist eine teure Zeitverschwendung, und die Energie dafür ist viel besser eingesetzt in legalen Projekten. Angesichts der aktuellen Weltkrisen werden immer mehr realistische Lösungen gebraucht, mit denen man auch vorzeigbare, finanzielle Gewinne durchsetzen kann.

In Zukunft werden das keine weltfremden, akademischen Einzelpersonen erledigen, keine abgeschotteten Führungs-Klüngel und keine versteckten Amigo-Netzwerke, sondern alle Köpfe, die nachprüfbare Leistungen produzieren. Die Ergebnisse müssen öffentlich zugänglich und transparent sein. Das schafft Vertrauen und Motivation, die wichtigste Energiequelle auch für arme Länder. Die Daten dazu sind jetzt schon nicht geheim, aber bisher nur lückenhaft ausgewertet. Sie müssen das stabile Fundament auch für große Projekte sein, von denen Alle etwas haben. Jede Auffälligkeit, die keine Nebensache ist, hat auch Ursachen, die Lösungen enthalten, wenn man sie erkennt. Leider ist das überhaupt nicht selbstverständlich. Die Mängel sind zu viele, auch der alte Schrott von vorgestern. Aber das lässt sich ändern.

Die ganze Weltordnung ist zur Zeit schwer gestört. Dabei hat sie nur zehn Hauptregeln: Sie stehen im Dekalog. Dieses Stichwort und weitere Artikel dazu findet man auch unter diesem Text.

Padua liegt in Norditalien, mit anderen reichen Regionen. Südlich von Neapel ist die Sonne am stärksten und hellsten, und die materielle Armut am größten. Auch das hätte man längst ändern können.

Aber die Kultur und die Musik haben ihre eigene Kraft, besonders im Süden. Carlo Bergonzi singt: „Torna a Surriento“ (Die Rückkehr nach Sorrent):

https://www.youtube.com/watch?v=Ug_6mu0NcXE

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