Plisch und Plum

14.9.2021. Olaf Scholz, Jahrgang 1958, ist ein sympathischer Mensch, zur Zeit der beliebteste Kanzlerkandidat, leider auch noch Finanzminister. In der Vergangenheit waren die besten Künstler dabei Franz Josef Strauss und Karl Schiller, die ab 1.12.66 bis zum 2.7.72, als erfolgreiche Finanzminister und Wirtschaftsminister, den Spitznamen „Plisch und Plum“ hatten. Beide waren erfolgreiche Schüler von Ludwig Erhard (1897 – 1977), der nach dem Zweiten Weltkrieg, im total zerstörten Deutschland, das „Wirtschaftswunder“ aus dem Boden stampfte, das im gesamten Ausland bewundert wurde und 1963 die ersten italienischen Gastarbeiten nach Deutschland brachte, weil sie aus ihren Armutsregionen südlich von Neapel einfach nur noch weg wollten. Und bis heute unbeirrt blieben, als unersetzlicher Teil im Straßenbild der deutschen Großstädte wie Duisburg und München. Zum Thema „Wirtschaftswunder“ gibt es hier schon über 40 Artikel:

https://luft.mind-panorama.de/?s=wirtschaftswunder&x=8&y=7

Das Erstaunliche daran ist, dass Niemand mehr diese zeitlosen ökonomischen Regeln beachtet. Erhards Hauptgedanken waren Sparsamkeit, soziale Gerechtigkeit und der Ausgleich von Abgründen zwischen Stadt und Land. Heute kann davon keine Rede mehr sein. Der Staat nimmt ständig neue Milliardenkredite auf, die von den gläubigen Wählern später jahrelang, bis zum letzten Euro zurückgezahlt werden müssen. Die jahrzehntelang verschlafene Streichung von überflüssigen Staatsausgaben (Subevntionen), auch in Milliardenhöhe,  findet nicht statt.

Finanzminister Scholz ist dazu bisher nichts Neues eingefalllen, aber die aktuellen Wahlprognosen nennen ihn bereits als Gewinner. Auch das ist eine Prognose, die mit Sicherheit zutrifft. Vergleicht man ihn mit seinen Konkurrenten, ist er wirklich der beste von allen. Und jetzt klingelt wieder die Signalglocke „Relativitätstheorie“. Der Physiker Albert Einstein (1879 – 1955) hat damit das Fudament für die ganze Elektronik und alle Computer gelegt, weil er nachwies, dass die angebliche Konstante Licht sich verändert durch die Faktoren Masse und Geschwindigkeit. Seinem Zeitgenossen Sigmund Freud (1856 – 1939) gelang das gleiche Wunder mit der Entdeckung des Unterbewusstseins im menschlichen Gedächtnis.

Beide lebten äußerst bescheiden, verschwendeten ihre Lebenszeit nicht mit der Jagd nach Geld und Gold, deren vorausehbares Scheitern schon Richard Wagner (1813 – 1883) in mächtige Bild-Symbole und eine magische Musik verwandelte, deren Echo das ganze Universum ist. Dazu gab es hier am 12.9.21 den Artikel „Unzerstörbares Gold“ :

https://luft.mind-panorama.de/gold/ 

Als ich vor 25 Jahren die Aufgabe bekam, die Konzern-Immobilien einer Großstadt zu verwalten, war das Neuland. Mein erster Chef sagte zu mir: „Behandeln Sie die Gebäude so, als ob sie ihr Eigntum wären.“ Er meinte sorgfältig und rücksichtsvoll, aber ich musste mit der harten Realität fertig werden. Vom stillen Glück im bequemen Schaukelstuhl war dabei nichts zu bemerken. Viele Fälle und ihre Ursachen habe ich bereits, genau geschildert, aber nur die Funktionsweise, die Abläufe, Bremsklötze und das durch Fehler verschleuderte große Geld.

Das waren nicht einmal Wissenslücken. Griffbereit lagen überall juristische Handbücher und Spezialgesetze, die für Alle galten. Aber es gibt gewohnte Traditionen, an denen man hängt, zum Beispiel die Originale alter Bilder von Rembrandt oder die surrealistischen Gipfelpunkte von Salvador Dali. Daran darf man gar nichts ändern. Außerdem gehören sie oft dem Staat, so wie Rembrandts „Nachtwache“, deren holländiches Original, sicher hinter großen Glasscheiben,  im staatlichen „Reichsmuseum“ in Amsterdam hängt.

Aber  auch ein Denkmal des Weltgeistes, wie das Bayreuher Festspielhaus, ist kein totes Museum, sondern soll Wagners Werke jeden Sommer lebendig aufführen, Das Ergebnis ist Geschmacksache, ich versuche im Kapitel „Die Deutung der Symbole“ immer wieder, das Original vor seinen Bearbeitern zu schützen. Freunde macht man sich damit nicht, aber die Sache ist es wert.

Dringend notwendig ist der Einbau einer geräuschlosen Klima-Anlage für den Hochsommer und die vorsichtige Verbreiterung der Zuschauersitze. Das lässt sich erledigen, wenn man die Umbauten so vorsichtig ausführt, dass es den Gästen  optisch gar nicht auffällt. Ein Mitglied des Stiftungrats, der für die Verwaltung aller  Spenden zuständig ist, sagte mir schon vor Jahren, dass optische Veränderungen unerwünscht seien. Aber es handelt sich nicht um einen privaten Familienbetrieb, sondern um eine gemeinnützige Stiftung, für die auch die Bundesregierung Millionen zahlt. Ein Denkmal aber, das man nicht mehr  einfach und angenehm besuchen kann, muss dann  auch auf die Produktion von lebendigen Aufführungen verzichten.

Niemand will das, aber es darf auch nicht der Hinweis auf die Beachtung des Copyrights vergessen werden, weil ich, seit vielen Jahren, konkrete Pläne dazu beschrieben habe. Schon im Winter können sie verwirklicht werden, aber nicht ohne vorherige Gespräche über das Copyright und dessen immer wieder geforderte Beachtung.

Warum werden Riesen-Löcher bei den Einnahmen nicht einfach geschlossen? Warum findet ein zeitlich befristeter Saison-Betrieb nicht auch im Winter statt, wenn auf der Bühne historische Musikfilme gezeigt werden können?

Jede Firma, die Verluste macht, kann nach den Ursachen forschen und sie beseitigen. Kassenbücher sind nicht zum Bewundern von langen Zahlenkolonnen da, sondern für ihre Auswertung. Das hat schon viele Firmen auf der ganzen Welt gerettet.

Die Fehler im Finanzministerium des Kanzlerkandidaten  Olaf Scholz kann ihm Niemand persönlich vorwerfen, aber er muss seine Mitarbeiter dazu verpflichten, dass sie nicht wiederholt werden.

Dazu braucht man keinen Krieg, sondern nur Frieden. Die noch nicht erledigten Arbeiten haben auch ein Millionenpublikum, das alle Veränderungen aufmerksam registriert. Meine Kommentare zur Sache sind allgemein bekannt. Allein die Nachricht, dass das Eis zu schmelzen beginnt, wäre im Herbst eine Sensation. Aber nicht unmöglich.

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