Que sará

1.2.2022. Lateinamerika ist ein wichtiger politischer Faktor. Puerto Rico gehört zu den Vereinigten Staaten (USA), ist aber kein Bundesstaat. Das Land ist nicht arm. Rum und Tourismus sind wichtige Einnahmequellen, außerdem sind die Steuern niedrig. Es ist attraktiv für Investoren, auch im Rest der Welt. Das hat sich herumgesprochen, aber die Sache hat Haken. Man findet sie mit dem Stichwort „Panama Papers“ und jeder Suchmaschine. Die Wikipedia schreibt: „Als Panama Papers werden vertrauliche Unterlagen des panamaischen Offshore-Dienstleisters Mossack Fonseca bezeichnet, die infolge eines 2,6 Terabyte großen Datenlecks am 3. April 2016 an die Öffentlichkeit gelangten. Nach Einschätzung der beteiligten Medien belegen die Unterlagen legale Strategien der Steuervermeidung, aber auch Steuer- und Geldwäschedelikte, den Bruch von UN-Sanktionen sowie andere Straftaten durch Kunden von Mossack Fonseca. Die Enthüllungen haben in zahlreichen Ländern zu Ermittlungen gegen Politiker und andere Prominente geführt und öffentliche Debatten über Steuerschlupflöcher, Briefkastenfirmen, Steueroasen, Steuerdelikte und Steuermoral ausgelöst. Bei den Dokumenten handelt es sich um rund 11,5 Millionen E-Mails, Briefe, Faxnachrichten, Gründungsurkunden, Kreditverträge, Rechnungen und Bankauszüge als PDF-, Text- sowie Bilddateien aus den Jahren 1977 bis 2016.[1] Ein anonymer Whistleblower hatte sie 2015 zunächst dem deutschen Journalisten Bastian Obermayer von der Süddeutschen Zeitung zugespielt.“

Seitdem brummt es. Zitat: „Am 3. April 2016 präsentierten 109 Zeitungen, Fernsehstationen und Online-Medien in 76 Ländern gleichzeitig die ersten Ergebnisse. Für ihre Recherchen zu dieser Affäre erhielt das ICIJ 2017 den renommierten Pulitzer-Preis.“

Und es geht immer weiter. Selbst mit viel Phantasie komm man nicht auf die Fakten, die bereits bekannt sind und noch bevorstehen. Der Fall wurde hier zwar öfter erwähnt, aber nur als Beispiel. Die Arbeit machen diejenigen, deren Beruf es ist. Jede Einmischung ist sinnlos, aber der Fall hat längst eine Automatik bekommen, mit der Keiner gerechnet hatte. Darum gehört er zu den Themen, die in der ganzen Berufsbranche bekannt sind, aber immer noch keine richtige Wirkung erzeugen. Denn wenn man die Spuren vergleicht, ist das nur die Spitze eines Eisbergs. Alle Informationen sind offen zugänglich, aber sie werden nicht immer richtig erkannt oder nicht beachtet. Schon seit dem Jahresbeginn vor einem Monat gab es immer wieder deutliche Hinweise darauf, dass noch einige Überraschungen hinter verschlossenen Türen warten, aber darauf kommen kann Jeder selbst. Wie man eine Analyse durchführt, erfährt man nicht nur bei der Psychoanalyse, aber sie hat ein Fundament dafür geschaffen, das vielseitiger ist als bekannt. Auch darum soll es sich herumsprechen. Hier ist das ein eigenes Kapitel mit 67 Beiträgen, die Niemanden erschrecken, aber aufwecken sollen.

Das Leben ist so wertvoll, dass es viel Platz für ganz andere Aktivitäten hat. Zum Beispiel ein Lied wie „Que sará“. Es hat eine eindringliche Melodie, und der Text prägt sich ein:

Mein Dorf da oben auf dem Hügel,
Dahingestreckt wie ein entschlafener Greis,
Die Langeweile, die Verlassenheit, das Nichts –
Sie sind deine Krankheit.
Mein Dorf, ich verlasse dich, ich gehe weg.

Was wird sein, was wird geschehen?
Was wird geschehen in meinem Leben, wer weiß?
Meine Freunde sind fast alle fort,
Und die anderen werden nach mir gehen.
Schade, denn ich war gern
in ihrer Gesellschaft-

Mit mir nehm‘ ich die Gitarre,
Und wenn ich weine in der Nacht,
Dann spiele ich ein Klagelied des Dorfes.“

José Feliciano, Jahrgang 1945, stammt aus Puerto Rico, 1971 sang er „Que sara“, hier mit Untertiteln auf englisch und italienisch, die man auf der ganzen Welt versteht:

https://www.youtube.com/watch?v=jRhtJtUDAZs

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