Schatten in der Romantik

19.9.2021. Die Romantik kann die Phantasie beleben, und wenn dann neue Ideen dabei herauskommen, kann man nicht nur leere Luftschlösser bauen, sondern große Städte planen. Wenn man dabei aber nur unkontrolliert herumspinnt, hat kein  Projekt mehr ein sicheres Fundament und bricht zusammen. Meist sind  dann schon viel Zeit und Geld im offenen Kamin verbrannt, und die Mitarbeiter, genauso die Kunden schauen dann nur noch in eine leere Röhre. Verhindern kann man das nur, wenn man auch die Energie und die Macht hat, um sich durchzusetzen. Sonst greifen grobe oder  faule Hände in das empfindliche Räderwerk. Die Schaltzentrale,  die  ausgetüftelte Matrix wird  wertlos.  Verursacher sind meistens nicht normale Mitarbeiter, sondern die oberen  Köpfe des gefräßigen Ungeheuers, das  automatisch immer wieder neu wächst.

Solche Bilderpiele sind manchmal amüsant, aber sie führen auch zum Wegschauen, wenn die Ampeln auf Rot springen. Zuverlässig ist ein Blick in die Vergangenheit nur dann, wenn er zwei Messpunkte hat: Ausgewählte Hauptsachen von damals und von heute, die sich vergleichen lassen. Das ergibt eine graphische Veränderungslinie, die nach oben oder nach unten zeigt: Das ist die Zukunft.

Ich schreibe hier oft über wichtige Ereignisse der längst abgehakten Geschichte, aber nicht wegen romantischer Träume aus Nostalgie und Sehnsucht, sondern um die alten, nachprüfbaren Geschichten  mit Problemen der Gegenwart zu vergleichen. Daraus entstehen praktische Lösungen.

Alte Gedichte auswendig zu lernen, kann ein Vergnügen sein. An der Oberfläche. Was dahinter steckt, ist viel aufregender. Zum Beispiel „Shakespeares Sonette“. Dazu gibt es hier 21 Artikel. Das  sind leidenschaftliche Liebesgedichte, aber das ist eigentlich nichts Besonderes. Shakespeare hatte eine starke Bildersprache. Viele Wörter sind nur Andeutungen, Symbole  und Hinweise auf ganz andere Themen. Er brauchte dafür keinen künstlichen Nebel. Alles ist klar zu verstehen. Aber er hatte den größten Wortschatz seiner Zeit. Solche unbezahlbaren Werte konnte er umsetzen. Darum verweise ich gern auf meine Webseite vom 23.11.20, in der alle magische Farben von Shakespeares Persönlichkeit erkennbar werden. „Zeichen und Bilder“ :

https://www.mind-panorama.de/ 

Diesen Hinweis muss man gar nicht beachten, aber nachweisbar ist es, dass ein paar hungrige Augen aus der Theater-Branche sich auch dafür interessieren. Nur deshalb noch einmal der Hinweis auf das gesetzliche Copyright, das für sämtliche Artikel gilt und dessen Verletzung nachweisbar ist.

Die Romantik beherrschte das 19. Jahrhundert, als Gegen-Reaktion auf die kalte Industrialisierung, in deren Fließband-Fabriken die Arbeiter nur noch wie austauschbare Einzelteile  im ratternden  Räderwerk behandelt wurden. Das erregte den Zorn von Karl Marx (1813 – 1883). Auch Richard Wagner entzündete sichablehnend,  an diesem ausbeuterischen Denken. Seine Lebenjahre haben das gleiche Datum wie Marx. Marx löste schließlich zwei große Welt-Revolutionen aus. Die russicshe Oktober-Revolution 1917. Und 1949  die Gründung der Volksrepublik China und der ostdeutschen DDR.

Das Alles ist auch Vergangenheit. Wie bereits erwähnt, kann man daraus Messpunkte für Hauptsachen setzen und dann Vergleiche mit der Gegenwart ziehen: Das ist die Zukunft.

In der Kindheit schlafen die wichtigsten Dinge noch und werden gar nicht erkannt. Als dieser Lebensabschnitt endlich vorbei war, konnte man darüber froh sein. Aber heute sind diese  Bilder klar verständlich und werden es durch Vergleiche immer mehr.

Das Wasser ist das Element, in dem die ersten Lebewesen entstanden und sich langsam fortentwickelten. Der Sprung zur Gegenwart ist wieder solche ein Messpunkt, für alle ungelösten Probleme. Daraus ergeben  sich die wichtigten Aufgaben für die Zukunft. Dazu existieren schon sehr große Datenbanken. Aber erst die Auswahl und Analyse der Hauptsachen bringt den realistischen Fortschritt, der auch die nächsten Jahre noch sicherer macht.

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