Rothenburg im Winter

19.12.2020. Rothenburg im Winter. Das war auch vor dreißig Jahren sehr beliebt. Im Dezember 1991 habe ich das zum ersten Mal gesehen. Dick verschneite, romantische Fachwerkhäuser. Ganz kalt, aber tagsüber voller Besucher, vor Allem aus Japan, die morgens in großen Reisebussen kamen und gegen 19.00 Uhr fast Alle wieder verschwanden, zum nächsten Ziel ihrer Europareise, zu der immer auch, im sehenswerten Alpenvorland, das Märchenschloss Neuschwanstein gehörte, das Hollywoods Walt Disney im amerikanischen Orlando, in einer Zuckerbäcker-Kitsch-Version wieder aufbaute, als verfremdete Kopie, im „Disneyland“, einer Attraktion für ganz Nordamerika.

Damals wie heute sah man in Rothenburg eine unversehrte, mittelalterliche Stadt, ohne eine einzige bauliche Modernisierung. als wäre die ganze Stadt konserviert, wie in einer Schneekugel. Ein großer Adventskalender, mit ganz langsamen Pferdekutschen, einem verspielten Puppentheater und alten Wirtshäusern, die verwunschene Märchen-Namen trugen wie : „Reichsküchenmeister“.

Jetzt gilt auch dort, nachts zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr, ein striktes Ausgehverbot, das auch woanders, auf der ganzen Welt besteht. Auch damals waren abends die Wirtshäuser und Hotels nur gering besucht, weil die sparsamen Tagestouristen schon wieder weg waren. Jetzt kämpft die ganze Gastronomie, weltweit um ihre Existenz. Viele werden im nächsten Jahr schließen müssen, wenn sie keine Einnahmen mehr haben. Die ganze Welt ist in eine Finanzkrise geraten, die es so bisher noch nie gegeben hat. Und auch das nutzen kriminelle Großbetrüger aus, wie gestern hier beschrieben, beim „Wirecard“ Skandal. Aber jetzt hilft ihnen ihr zusammengeraffter Reichtum gar nichts mehr, so wie auch in anderen Fällen.

Damals hatte ich meine erste Videokamera dabei. Den privaten Reisefilm von damals hat ein Profi digitalisiert. Auf dem großen Fernseh-Monitor sieht man zwar keine Profi-Qualität. Aber die Bilder sind klar, die Farben leuchten und der Originalton erzeugt ständig solche Klänge, an die man sich überhaupt nicht mehr erinnern konnte. Dazu eine Überfülle von optischen Details, die plötzlich starke Erinnerungen erzeugen, die man vergessen hatte, aber die jetzt auf einmal farbenprächtig aufrauschen, als wären sie erst gestern entstanden. Ich habe das wieder angeschaut, mit meinem damaligen Reisebegleiter, der acht Tage lang, mir seine Heimat zeigte, mit dem Auto überhaupt keine körperliche Strapaze. Wir haben seitdem, Jahr für Jahr, zwanzig Jahre lang, die ganze Region, die Traumlandschaften immer gründlicher erkundet, auch Wien und London, auch im Dezember. Leidet gab es dabei freche Einmischungs-Versuche von außen, die aber jetzt, kaum noch eine Rolle spielen. Überhaupt: Fast Niemand verreist mehr inzwischen, wenn er es nicht beruflich unbedingt muss. Auch München ist abends nur noch eine verlassene Gespensterstadt, wie New York und Rom auch. Aber ich trauere dieser unruhigen Vergangenheit überhaupt nicht nach. Sie spielt sowieso keine Rolle mehr, weil das ganze Herumreisen, schon seit ein paar Jahren kein Thema mehr ist. Einfach so, weil die Schwerpunkte sich verlagert haben, von außen nach innen.

Dort arbeitet das Gedächtnis, zieht Vergleiche, bewertet sie und lässt auch Ursachen für die Veränderungen erkennen. Damit lösen sich ganz alte Rätsel in Luft auf. Wenn man Bewertungen wie Schulnoten gebraucht, von „Sehr gut“ bis „Erledigt“, dann sieht man immer mehr Entwicklungen, die unsichtbar sind, aber das ganze Leben bisher gesteuert haben. Auch Rothenburg hat sich äußerlich seit damals nicht verändert, aber das Gedränge und Gewimmel im Massentourismus ist weg. Damit aber auch die hohen Einnahmen. Den beliebten großen und kleinen Touristenlokalen in München geht es genauso. Dort tauchten in den letzten Jahren immer mehr selbstbewusste Chinesen auf, die auch in ihrer Heimat genug Geld zum Ausgeben haben. Wenn man mit ihnen spricht, bekommt man angenehme Erfahrungen. Im letzten Frühjahr, unvergesslich war ein Herr im schwarzen Anzug, der am Nachbartisch Platz nahm. Ihn hielt ich für einen Vietnamesen, aber er sagte freundlich, dass er aus Peking kam. Er sprach fließend Deutsch, also war er nicht nur für eine kurze Woche hier. Sein Nadelstreifenanzug war teuer geschnitten, also verdiente er gutes Geld. Nach ein paar Minuten sagte ich ihm sogar, was für einen Beruf er ausübte. Das bestritt er zwar, aber das musste er sicherlich auch bestreiten. Verärgert war er deshalb nicht, denn er hat mir beim Abschied sehr freundlich hinterher gewinkt.

Manchmal sind unbekannte Leute, bei nicht geplanten Zufallstreffen, völlig überrascht, was ich über sie weiß. Das geht hin bis zu Wut und Verärgerung, wenn es lichtscheue Halunken und Gauner sind. In diesem Fall des Besuchers aus Peking habe ich aber überhaupt keine verwundbare Stelle entdeckt und bin auch froh darüber. Ich lehne die verbotene, menschenfeindliche moderne Überwachungstechnik ab, weil sie legale Grenzen weit überschreitet und schwer verletzt. Man bekommt, mit genug Erfahrung, wichtige Dinge auch einfach so heraus, ohne das Mikrofon eines lauschenden Smartphones heimlich in der Jackentasche zu verstecken. Weil jeder Mensch deutliche persönliche Signale aussendet, die man, auch ohne jeden Druck verstehen kann, vor Allem, wenn Vertrauen entsteht. Dann reden selbst unbekannte Personen über Dinge, die sie gar nicht sagen sollen. Denn sie stehen unter einem inneren Druck, endlich einen Gesprächspartner zu haben, der auch ihre Belastungen erkennt.

Vor dreißig Jahren hatte ich zunähst, etwa zehn Jahre lang, einen großen Bekanntenkreis. Heute sind das fremde Leute, die man zwar noch höflich grüßt, aber Nichts mehr von ihnen wissen will, aus gutem Grund. Das macht sie aber erst recht auffällig und ungenießbar. Im Lauf der Jahre bekommt man deshalb eine Antenne für Lügner und Betrüger, und das mögen sie gar nicht. Dann wird frech herumspioniert, aber sie finden nur Belanglosigkeiten, weil das, was sie in ihrer Neugier suchen, gar nicht vorhanden ist. Dann werden dreiste Lügen zusammenphantasiert. Manchmal fällt sogar die Polizei darauf herein, weil sie mit ganz veralteten Methoden arbeitet,

Die großen Wissenslücken beseitigt eigentlich das Internet, aber Viele wissen gar nicht, es auch sinnvoll zu nutzen. Deshalb schreibe ich hier, oft über solche Wissenslücken in der Kriminalistik, damit auch die Opfer rechtzeitig gewarnt sind. Den meisten nützt es auch überhaupt nichts, wenn sie sich ganz normal benehmen. Denn wenn sie trotzdem an falsche Hunde geraten, fangen auch die größten, überflüssigen Probleme an. Die Kriminalität im Internet hat längst Formen gefunden, die für Normalmenschen gar nicht erkennbar sind, weil die Methoden immer raffinierter werden. Licht in dieses Dunkel werfen zahllose Artikel hier. Zum Thema „Elektronik“ gibt es bereits 121 Beiträge. Sie handeln überhaupt nicht von begehrten Weihnachts-Sonderangeboten, sondern zeigen den verdeckten Mechanismus von Gesetzesbrechern, die mit allen Mitteln ihre Arbeit machen.

Jetzt haben Alle viel mehr Zeit als jemals zuvor, um über Alles nachzudenken. Darum schauen auch immer mehr Menschen in das Internet. Ganz oben auf dieser Seite hier, findet man die „Besucherstatistik“. Die Zahl der Leser hat sich erhöht, weil alle Menschen auch miteinander mehr sprechen oder telefonieren, wenn sie abends keine Gaststätten mehr besuchen können. Oder die Stille zum gründlichen Nachdenken nutzen, über die Ursachen der aktuellen, großen Krisen. Das wird sich im neuen Jahr noch weiter verbessern. Denn es entsteht eine „neue Welt“, hier bereits ein Thema von fast dreihundert Beiträgen. Die Artikel nennen die ungelösten Probleme deutlich, machen aber auch realistische Lösungsvorschläge. Nach über vierzig Jahren, voll guter Erfahrungen und auch hinterlistigen Enttäuschungen, habe ich die Gründe und Ursachen dafür verstanden und gebe sie gern hier weiter, aber nicht für Betrüger, die daraus Geld machen wollen, für ihre eigenen Taschen. Die verdeckten Spuren werden immer deutlicher und gehören in das Internet, für Alle. Dabei ist es streng verboten, hier damit persönliche Rufmord-Kampagnen auszubauen. Wichtig für Verbesserungen sind nicht Einzelpersonen, die Datenschutz, zu Recht beanspruchen können, sondern viel mehr die Methoden, die immer leichter und schneller erkennbar sind. Wenn eine Maschine kaputt ist, sucht jeder Techniker nach den Ursachen. Nur das hilft.