Rotierende Geldmaschinen

9.7.2022. Geldmaschinen beherrschen den Alltag. Besonders raffiniert laufen sie im Internet, dafür zuständig ist das Bundesamt für die Sicherheit in den Datentechnik (BSI). Das amerikanische FBI hat ein Kopfgeld ausgesetzt, auf die „Krypto-Queen“. Sie handelte mit Bitcoins. Einem Spielgeld, das bei Computerspielen im Einsatz ist, die auch Betrügereien in Schwung bringen. Wer mitmacht, muss auch mit Überwachung rechnen, denn die Projektleiter wollen kein Geld verlieren. Eine Schwachstelle, die immer mehr ins Visier gerät, weil die Rezepte ungenießbar sind, aber nicht erneuert werden. Dann kann mit einem Schlag die Beute in einem Ozean versinken, den kein Tauchroboter ausleuchtet, weil er zu tief ist.

So etwas liest man in den Tagesnachrichten, und in allen Medien werden die Einzelheiten dokumentiert, die Methoden und die Beteiligten. Bei einem Glas Bier im Wirtshaus erwacht auch ihr Mitteilungsbedürfnis, dann reicht ein Stichwort, damit auch nichts vergessen wird.

Das ist keine Nachricht von einem fernen Planeten, aber mich hat das nie interessiert. Es ist Teil des großen Hintergrund-Rauschens, das auch im Weltraum für Bewegung sorgt. Die Tatort-Kimis wiederholen sich, vor vielen Jahren habe ich den letzten angeschaut. Ein Mitarbeiter der Münchner Studios hat mich vor ein paar Jahren neugierig gemacht, weil er mit einem Drehbuch raschelte, aber das Ergebnis war Null. Er war selbst ein Beispiel für Ermittlungen, die ergebnislos bleiben, aber viele Spuren hinterlassen. Die Einzelheiten sind auch für seine Kollegen ein Stück zum Weinen und zum Lachen, aber ich habe dafür keine Zeit und kein Interesse. Im Kapitel „Kinofilme“ gibt es die Analyse einiger Meisterwerke und die Methoden, wie man sie herstellt:

https://luft.mind-panorama.de/category/6-die-magische-welt-der-symbolik/8c-kinofilme/

Schwachstellen sind offene Tore für gestohlene Schlüssel, sehr beliebt, aber auch ein Bumerang wie eine magische Wand, die jeden Angriff auf den Verursacher zurückschleudert. Die meisten wissen das nicht, aber Spurenleser schauen auch durch dicke Wände. Zum Beispiel Gianluigi Nuzzi, der von Mitarbeitern der römischen Vatikanbank so viele Geheimnisse erfuhr, dass er mehrere Bücher darüber schrieb. Zu seinem Namen gibt es hier über 30 Beiträge:

https://luft.mind-panorama.de/?s=gianluigi+nuzzi&x=14&y=1

Bewusstseinserweiterung ist ein Modewort, aber  ein Teil der Alltagsrealität. Die beste Musik hört man nur selten, wenn sie im Kopf gespeichert ist. Dazu gehört die Tannhäuser-Ouvertüre. Und das Bild von einem welkenden Herbstwald, den Pilgerchor und die Venusbergmusik:

https://www.youtube.com/watch?v=SRmCEGHt-Qk

Staaten geben viel Geld für Kultur aus. die Empfänger interessieren sich nicht immer dafür. Dann werden sie zum Ziel für Geldmaschinen. mit denen der erste Satz hier begann. Die Folgen sind offen erkennbar. Bei Münchner Opernpremieren tauchten immer Mitmenschen auf, die teure Abendkleider liebten, vor Allem, wenn sie damit am nächsten Tag in der Zeitung standen. Sie speisten luxuriös in den Pausen, und das war gut für die Einnahmen des Hauses. Eine Freude für die Augen, aber ich war niemals dabei, sondern habe meistens mit anderen Gästen über die Vorstellungen gesprochen und deren Qualität. Mit einem Journalisten war ich vor zwanzig Jahren befreundet, er spendete auch für die Oper und nahm mich mit zu Premierenfeiern. Dort waren Gespräche mit berühmten Sängern unvermeidlich und auch unvergesslich. Das erste Erlebnis war dabei Reimanns Uraufführung seiner Oper „Bluthochzeit“, Ende Oktober 2000, bei der es auch zu einem kurzen Gespräch mit dem Komponisten kam. Teure Kunst braucht Geld, aber wenn dabei übertrieben wird, ist es keine Kunst mehr. Kein Grund zur Unzufriedenheit, denn das Internet hat noch mehr zu bieten, für Jeden.

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