Abschied im September

12.9.2021. Private Dinge werden hier eigentlich gar nicht erwähnt, weil sie für Außenstehende, zu Recht,  langweilig und in der Privatsphäre unterwegs sind, deren Verletzung unsere Verfassung verbietet. Wenn es trotzdem geschieht, muss das auch, genau mit den gleichen Argumenten und Regeln, begründet werden. Unverletzlich ist dabei der Schutz privater Daten von Personen, die zufällig einmal eine Rolle gespielt haben. Das funktioniert mit den Methoden der Verschlüsselung. Vorgeführt wurde das kürzlich mit dem Porträt eines bekannten Filmregisseurs, in dem ausschließlich er selbst sich erkannt haben kann.

Beispiele haben nur den Sinn, ein großes, übergeordnetes Prinzip erkennbar zu machen, das sonst nur blutleer und theoretisch vor sich hinplätschert. Brennpunkt ist diesmal der Herbstmonat September. Die nebligen Trauertage kommen erst im November. Der September ist Erntezeit, auch die Chance für eine kritische Lebensbilanz, bevor der Winter Alles in Frost und Kälte verwandelt. Diesmal ist es der 27. und 29. September.

Am 27.9.1987 bin ich von Münster in Westfalen umgezogen, nach München. Das Umzugsauto war acht Stunden auf der Autobahn unterwegs. Drei Tage war die neue Wohnung am Schwabinger Hohenzollernplatz noch vom Vormieter besetzt. Ich habe im Transporter übernachtet, bin morgens zum Duschen in das Olympiabad gefahren. Der Rest des Tags gehörte der Erforschung eines neuen Kontinents und endete abends in der überfüllten Bierschwemme des Hofbräuhauses.

Der Grund für den Neuanfang war das Zerbrechen einer achtjährigen Partnerschaft. Ein achtzehnjähriger Rivale zerbrach Alles, was bis dahin aufgebaut worden war. Aber Nietzsche schrieb, „Was mich nicht umbringt, macht mich stark.“

Und so war das. Die ersten drei Jahre waren ein pausenloses Feuerwerk neuer Eindrücke und Personen, dazu ein Arbeitsbereich, der die gesamte Großstadt enthielt. Dabei sieht man nicht nur viel, sondern versteht es auch immer besser.

Am 29.9.1990, wieder ein Sonntag wie heute, schloss sich der Kreis mit einem Knall. Tagsüber war ich, mit einem Münchner Freund, in bester Laune, auf dem Oktoberfest. Erst acht Jahre später besuchte ich das westfällische Münster ein letztes Mal, auch mit einem Münchner Freund. Erst nach einigem Herumforschen entdeckte ich, dass die beiden Hauptbeteiligten des Dramas im Herbst 1987, mittlerweile verstorben waren. Ihre Partnerschaft hatte nur drei Jahre gehalten. Und am 27.9.90 starb der letzte der beiden, als ich, völlig ahnungslos, einen wunderbaren Tag auf dem Oktoberfest verbrachte.

Solche Dinge passieren Millionen anderen Menschen. Aber es trifft hart, wenn man selbst betroffen  ist. Ich schreibe oft über die mächtigen Gesetze des Universums, die auch ihre Verletzung bestrafen. Seit dem Beginn der Menschheitsgeschichte vor 2,6 Millionen Jahren funktioniert das. Auch zum Untergang von Kaisern, Königen und mächtigen Alleinherrschern existieren hier viele kommentierte Berichte.

Die ersten drei Jahre waren auch das Sprungbrett für viele unvergessliche Kontakte. Echte Freunde kamen dabei nicht vom Fließband, aberr leider die Übelkrähen und Taranteln (Giftspinnen), die Nietzsche mit einem Kurzporträt verwewigte: Menschen, die keinen Erfolg haben und sich für ihre Niederlagen an Unschuldigen rächen wollen.

Gegen Misserfolge und Tragödie kämpft auch dieses Webseite. Möglich ist das nur, wenn man hinter die Fassade schaut oder im Fundament Tiefenbohrungen durchführt. Die Ursachenforschung ist eine der großen Lücken in der Gegenwart, die für viele Tragödien sorgt. Genauso schlimm sind Informationslücken, die Jeder selbst schließen kann. Geschieht das nicht, wird jahrzehntelang Zeit verschwendet und wertvolles Geld auch. Hier gibt es keine persönliche Finanzberatung, aber eigene Erfahrungen, die man im Kapitel „Die Gesetze der Ökonomie“ findet, mit bisher 600 Artikeln. Unter dem Stichwort „Elektronik“ gibt es 553 Artikel.

Aber die Technik spielt dabei nicht die Hauptrolle, sondern die Fehler bei ihrer Benutzung und die Kriminalität. Kriminalfilme sind bei den Zuschauern sehr beliebt, aber auch sie haben große Lücken: Viele Ermittlungsmethoden für komplizierte, ungelöste Fälle tauchen dort gar nicht auf und sind sogar bei professionellen Spurenlesern unbekannt. Das findet man in keinem Buch, auch nicht in den Handbüchern von miilitärischen Elite-Akademien. Das erfährt man in Zufallsgesprächen an harmlosen Biertheken, wenn die Teilnehmer unter einem starken inneren Druck stehen. Das lässt sich beseitigen, aber nicht ohne Kenntnisse. Die Kriminalitätsrate ist immer noch viel zu hoch. „Unsichtbare“ Spuren hab ich hier oft erklärt, gerade im Bereich des Internets. Also kein Grund zur Neugierde, rechts oben auf dieser Seite kann man alle Suchbegriffe eintippen und findet dann sofort die passenden Kommentare.

Wer eine begründete, eigene Meinung hat, muss mit Feinden rechnen. Die verdunsten aber auch, wie Nebel am frühen Morgen, wenn sie ihre Denkmethoden ändern. Dazu nur eine kurze Wiederholung, vom ersten Teil dieses Textes: „Die mächtigen Gesetze des Universums bestrafen  auch ihre Verletzung. Seit dem Beginn der Menschheitsgeschichte vor 2,6 Millionen Jahren funktioniert das.“

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