Staffelberg 1996

18.2.2022. Zum ersten Mal im Sommer 1989, und dann auf einer großen Rundreise 1991, mit dem Auto, habe ich das Frankenland kreuz und quer kennengelernt, jedes Jahr, manchmal sogar mehrmals. Auch das ist jetzt dreißig Jahre her. Außer den bewegten und unbewegten Bildern mit Kameras ist im Gedächtnis viel mehr geblieben als damals in Hochgeschwindigkeit vorbeirauschte, aber auch die langen Abende in Wirtshäusern, die ausgefüllt waren mit Bildern des abgelaufenen Tages. Diese Eindrücke findet man hier im Kapitel „Sommernächte“, das ab 1965 alle eigenen Texte bis 2000 wiedergibt, natürlich nur in Kurzform und nicht lückenlos. Denn sonst wäre es ein langweiliges Sammelsurium, ohne Sinn und Verstand.

Es war immer ein Kontrast zu München, aus jeder Perspektive. Auch in der Bewertung. Sonnenschein ist angenehm, aber nicht die einzige Lichtquelle. Ohne Licht und dunklere Farben erkennt man gar nichts. Und das ist hier oft ein Thema, zum Beispiel in den Artikeln direkt unter diesem Text. Wer sich an das Format gewöhnt hat, findet sich auch schnell darin zurecht, obwohl es 1.597 Beiträge sind (Stand von heute). Wen es nicht interessiert, kann wegschauen, aber nach meinen ersten Beiträgen im Internet, im August 2000, hatte ich immer viele Leser und auch Feinde, die ganz anderer Meinung waren. Widerspruch ist willkommen, weil er die besten Ideen anfeuert und gleichzeitig bescheidener macht. Aber die Grenzen wurden zu oft überschritten, und erst kürzlich hat der Gesetzgeber laut auf den Tisch gehauen. So dass es Jeder hören und verstehen konnte. Auch die Juristen und Bearbeiter, die bisher untätig geblieben sind.

Aber das wird hier laufend, in anderen Artikeln erklärt, auch die finanziellen Auswirkungen. Zum Beispiel bei den Themen „Universalgesetze“ (436 Beiträge) und „Elektronik“ (949 Beiträge), auch in allen anderen Artikeln, wenn es dazu passt. 1987, nach meiner Ankunft in München, war die Welt nicht besser, aber nicht so schlimm. Man kann jetzt zuschauen, wie sich das ändert, im Alltag, im Beruf und bei den Staaten, wo Ungerechtigkeiten noch zum Alltag gehören. Schadenfreude ist Dummheit, aber die Welt von Morgen wird ganz anders sein, nicht nur im Traum.

Das Frankenlied schrieb 1859 Viktor von Scheffel. Und auf dem Staffelberg, 1996, singt es der Bamberger Oratorienchor:

https://www.youtube.com/watch?v=SLrRvKZSA8I

Text: Zum heiligen Veit von Staffelstein komme ich empor gestiegen, und sehe die Länder um den Main zu meinen Füßen liegen. Von Bamberg bis zum Grabfeldgau umrahmen Berg und Hügel die breite, stromdurchglänzte Au. Ich wollte, mir wüchsen Flügel.“

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