Steven Weinberg

1.8.2021. Steven Weinberg (1933 – 2021) starb am 23. Juli, vor einer Woche. Er war einer der Begründer der Vereinigung der elektromagnetischen Wechselwirkung im Standardmodell der Teilchenphysik. Er war  bekannt für seine Beiträge zur Astroteilchenphysik und Kosmologie. Unter den Physikern hat sich auch sein Kollege Albert Einstein (1879 – 1955) als „Kosmologen“ bezeichnet. Er suchte eine Weltformel, die Alles erklärt, aber vermutlich gar nicht existiert.

Auch Steven Weinberg nannte sich „Kosmologe“ und schrieb einen Bestseller über den Urknall: „„Die ersten drei Minuten“. Einen solchen Millionen-Erfolg müssen die Leser verstehen, das ist bei der Physik nicht selbstverständlich. Zum Thema „Urknall“ gibt es hier schon 16 Artikel:

https://luft.mind-panorama.de/?s=urknall&x=13&y=12

Weinberg schrieb auch: „Mit oder ohne Religion würden gute Menschen Gutes tun und böse Menschen Böses. Aber damit gute Menschen Böses tun, bedarf es der Religion.“  Das klingt einfach, ist aber schwer zu verstehen. Er meint das Dualitätsprinzip: Gutes und Böses sind nicht auszulöschen, sie gehören zur universalen Weltordnung. Aber die Religion verleiht Spannungen eine besondere Kraft: Großen Kriegen und privaten Streitereien. Ein Glaube kann nicht nur Berge versetzen, sondern sie auch zerstören. Ziel ist immer das Gegenteil: Eine friedliche Welt. Ein Paradies für Alle. Zum Thema „Religion“ gibt es hier schon 48 Kommentare, aber sie können auch nur den Rahmen eines viel größeren Bereichs zeigen.

Ein Irrtum ist es, Naturkatastrophen für das Werk überirdischer Mächte zu halten. Im Hochsommer sorgen die Temperaturen auch für Waldbrände. Diesmal hat es wieder Kalifornien, Griechenland und die Türkei getroffen. Aber der Bürgermeister einer sizilianischen Stadt sagte auch, dass er Brandstiftung vermutet. Zwar ist das nicht so einfach nachuweisen, aber die Spuren werden immer leichter gefunden. Unglaublicherweise mischen sich die Täter unter die Zuschauer am Unglücksort, und manchmal sind auch Feuerwehrleute dabei. Die Motive sind Wichtigtuerei, Hass oder eine kranke Selbstsicherheit. Das lässt sich herausfinden, durch ganz normale Gespräche und die sonstige Stuation vor Ort. Bei den meisten Überprüfungen gibt es Wiederholungen und Auffälligkeiten danach, die auch in der Nachbarschaft bekannt sind.

Der Physiker Einstein korresponierte mit seinem Zeitgenossen, dem Entdecker der Tiefepsaychologie, Sigmund Freud. Aber sie fanden keinen rechten Draht zueinander. Freud hielt die Religion für eine Sehnsucht, eine Wunschvorstellung und schrieb dazu das Buch, „Die Zukunft einer Illusion.“ Genauso wie bei seiner „Traumdeutung“, sah er darin nur Phantasien über unerfüllte Wünsche. Karl Marx (1818 – 1883) war noch radikaler. Er sprach von „Opium für das Volk“, also einem Rauschmittel, um die ausgebeuteten Arbeiter von ihrer harten Realität abzulenken.

Aber diese Bewertungen  sind nur Vermutungen. Tatsache ist, dass die Religion, schon seit Millionen Jahren,  die ganze Welt bewegt. Auch ablehnende Atheisten müssen den Grund, das Thema ihrer Abneigung kennen: Die universale Energie, die unsichtbar ist wie der Strom, aber doch gewaltige Wirkungen hat. Beide staatlichen Verfassungen, für die   nordamerikanischen USA und die westdeutsche Bundesrepublik seit 1949, beschreiben, neben anderen wichtigen Freiheitsrechten, die Religionsfreiheit als unantastbares menschliches Grundrecht. Alle Glaubensgemeinschaften sind, auch bei ihrer eigenen, inneren Organisation dazu verpflichtet. Zwang ist nicht erlaubt,

Die innere Nähe der Physiker Einstein und Weinberg zur „Kosmologie“ enthält die stärkste Kraft der Welt: Die Erforschung der universalen Gesetze, die auch im Weltraum gelten, auf ihre eigene Art, aber mit Abläufen und Regeln, die sich sehr ähnlich sind. Näheres dazu findet man im Kapitel „Zehn Gespräche. Der Dekalog“, mit bisher 165 Beiträgen.

Nicht jedes Gespräch endet mit einem Ergebnis. Aber wenn es gut ist und kein belangloses Geschwätz, zur Zeitverschwendung, öffnet es Türen und Wege ganz weit, für Aufgaben in der Zukunft.

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