Stimmen aus der Vergangenheit

10.6.2021. Als vor einem Jahr alle Lokale und Versammlungsplätze geschlossen wurden, verloren die Besitzer ihre Einnahmen und die Gäste ihre gewohnte Freizeitgestaltung. Besonders ärgerlich, wenn man gern mit vernünftigen Leuten redete, aber die Verbindung deshalb unterbrochen war, weil man keine persönlichen Daten ausgetauscht hatte. Kürzlich ruft  Jemand plötzlich an, eine lange vermisste Stimme aus der Vergangenheit, und gleichzeitig werden Lücken geschlossen. Mit einem Herrn habe ich mich jahrelang, ausführlich über Opern unterhalten, plötzlich war Alles weg. Und jetzt kann man schon Termine austauschen. Seit letztem Herbst habe ich hier die übertriebenen Verbote kritisiert, die medizinische Gründe hatten, aber weit über ihr Ziel hinaus schossen.

Am 12.10.20 gab es dazu einen konkreten Artikel: „Opernfeste, doch warum ohne Gäste?“

https://luft.mind-panorama.de/opernfeste-ohne-gaeste/ 

Auf diesen Text hat Niemand geantwortet, aber er wird jetzt Wirklichkeit. Am Teatro San Carlo in Neapel wurde eine Aufführung der sizilianischen Nationaloper „Cavalleria Rusticana“ aufgezeichnet, mit Stars wie Elina Garanca und Jonas Kaufmann  in festlicher Abendkleidung. Das Orchester saß mitten auf der Bühne. Der Zuschauerraum war leer.  Auf Dekorationen wurde völlig  verzichtet. Die Musik ist so stark, dass sie auch ohne Kostüme und Requisiten überwältigt, wie eine konzertante Aufführung, die keine Schminke braucht, sondern direkt in das gedankliche Zentrum zielt. Wie sieht die Zukunft der Musiktheater aus?

Niemand weiß das, aber in allen anderen Bereichen hat das Tempo sich beschleunigt. Die Politiker reden immer noch jeden Tag dasselbe, aber ihr gewohnter Spielraum ist unter Druck geraten. „Die Gesetze der Ökonomie“ sind hier ein eigenes Kapitel mit über 300 Beiträgen. Eine Kurzfassung ist dafür der Schlüssel: Möglichst wenige Kosten, für möglichst große Erfolge. Das sind finanzielle Gewinne, die mit ehrlichen Methoden entstanden sind. In Deutschland hat das von 1950 bis 1970 funktioniert, mit den Regeln des „Wirtschaftswunders“. Danach gab es langsam, immer mehr Probleme.

Allein zum Stichwort „Wirtschaftswunder“ findet man hier über 30 Kommentare:

https://luft.mind-panorama.de/?s=wirtschaftswunder&x=15&y=17

Das war eine gute Zeit, mit viel Licht. Die pechschwarzen Fenster findet man direkt unter diesem Text, beim Thema „Elektronik“, mit bisher über 340 Beiträgen. Dort findet man  ein helles Licht für alle Fortschritte und die schwarze Finsternis für alle Gesetzesverstöße. Gesetze in Büchern gehören zum Beruf  der Juristen, die von den Vorschriften  immer mehr überschwemmt werden. Ungeschriebene Gesetze sind meistens gar nicht bekannt, aber sie wirken trotzdem, weil sie gegen die universale Weltordnung verstoßen. Das ist der Dekalog, die zehn Gespräche mit Gott über seine Verbote, zu lügen, betrügen, morden, fremdes Eigentum zu begehren (Habgier) und die Gemeinschaft mit Füßen zu treten. Das Licht der Erkenntnis war immer schon stärker als alle sterblichen Herrscher, und die dafür geeigneten Computer verbreiten sich immer mehr. Staatliche Schranken sind ihnen egal. Analysen und Auswertungen mit zulässigen Methoden müssen jedoch noch viel mehr verbessert werden. Die richtigen Wege werden jeden Tag immer besser erkennbar. Zur Zeit sind da keine Menschenmassen unterwegs, aber auch das wird sich ändern.

Eine der bekanntesten Stellen aus der oben erwähnten „Cavalleria Rusticana“ ist das Intermezzo. Mitten in einer Tragödie am Ostersonntag verbreitet es eine Stimmung der Hoffnung:

https://www.youtube.com/watch?v=BIQ2D6AIys8

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