Unzählige leere Programme

10.2.2021. Die ersten Zeitungen bekamen die hächsten Verkaufszahlen, wenn Sensationen zu melden waren. Das ist vorbei. Die Überfülle an Informationen hat abgestumpft, und andere Attraktionen sind aufgetaucht. Die Wirkung ist mehr Gleichgültigkeit oder Langeweile. Dafür gibt es Ablenkungsmöglichkeiten, die nur kurz wirken. Das stundenlange Herumtippen auf Smartphones ist dabei besonders beliebt, die Gespräche danach genauso langweilig. Und wenn man durch die aktuellen Nachrichten blättert, erlebt man Wiederholungen auf allen Kanälen. In der Steinzeit des Fernsehens war allein das schon ein Zeichen für Einfallslosigkeit. Aber seit den ersten Erlebnissen in Farbe, in den Siebziger Jahren, als das ganze Volk staunte, gibt es immer mehr Sender und Programme, dazu technische Angebote in einer noch nie da gewesenen Vielfalt. Satellitenschüsseln verbinden die ganze Welt, und das Internet öffnet ständig neue Dimensionen.

Doch daraus wird wenig gemacht. Es ist bereits zu viel für die Mehrheit. Im römischen Kampfzentrum Colosseum galt der staatliche Leitspruch „Panem et Circenses.“ Brot und Spiele. Wenn das einfache Volk genug zum Essen und zum Zeitvertreib bekam, gab es keine Aufstände und Unruhen. Aber das stimmte schon damals nicht. Die allein herrschenden Cäsaren hatten freie Macht über Leben und Tod, den Ausbruch von Kriegen und den Raub großer Goldschätze. Aber wenn man mit ihnen nicht zufrieden war, wurden sie vom Volk gewaltsam verjagt oder von Konkurrenten, die ihrerseit niemals sicher auf ihren Thronen saßen. Einige schafften das sehr lange wie Kaiser Augustus (geboren: 63 v. Chr.). Er regierte von 31 vor Christus bis 14 n. Chr.

Diese 45 Jahre waren ein Rekord. Augustus war in Rom, als sein Vorgänger Cäsar am 15.3.44 v. Chr. von seinen engsten Vertrauten ermordet wurde. Er wollte ihre Macht als republikanische Senatoren beenden und alleiniger Diktator werden. Augustus bekam das Alles aus nächster Nähe mit. Er besiegte noch seinen schärfsten Rivalen Marc Anton, zusammen mit dessen ägyptischer Freundin, der Königin Cleopatra. Aber dann verstand er das große Risiko. „Wer Gewalt sät, wird Sturm ernten,“ heißt es schon im Alten Testament der Bibel. Der Prophet Hosea (750 – 725 v. Chr.) hält dort eine schriftliche Anklagerede, wie in einem Gerichtsprozess. Sie beschuldigt die Leser, Gottes Gesetze nicht zu beachten. „Es gibt keine Treue und keine Liebe. Fluch und Betrug, Mord, Diebstahl und Ehebruch machen sich breit.“

Die ausführliche Prophezeiung beschäftigt sich auch mit tatsächlichen Ereignissen der damaligen Gegenwart. Deshalb klingt sie sehr modern. Wir leben zwar in einer ganz anderen Außenwelt, aber das Innenleben ist vergleichbar. Katastrophen sind alltäglich. Einige kann man vermeiden, auch durch Vergleiche mit der Vergangenheit, durch Auswertung der Ursachen. Jede statistische Kurve zeigt den Anfang einer Entwicklung und deren weiteren Verlauf. Also sind auch seriöse Prognosen möglich. Das geschieht zwar, aber es ist oft wirkungslos, weil nur Details im Visier sind, deren Veränderung aber gar nicht erledigt wird. Das kann politische Gründe haben. Auch in Firmen ist das Sache der Führungskräfte. Aber dort sitzen nicht immer die Besten, sondern alte Freunde, die sich gemeinsam hochschschaukeln, gegenseitig belohnen und internationale Oganisationen in ein Schneckentempo versetzen. Das Ergebnis sind riesige Finanzskandale, die hier schon öfter thematisiert wurden. Zuletzt ausgerechnet der Verkauf von Corona-Schutzmasken, der noch nicht völlig aufgeklärt ist, aber genug Demonstrationsmaterial enthält. Gestern gab es dazu hier einen eigenen Artikel:

https://luft.mind-panorama.de/der-masken-skandal/

Wenn die letzten Grenzen überschritten werden, steht auch die Justiz im Regen. Es gibt bereits viel zu viele Gesetze, aber die wichtigsten stehen im Dekalog. Dieses Stichwort kann man direkt unter diesem Text finden. Es enthält bereits 131 Artikel. Es ist die universale Weltordnung, das Fundament unseres Planeten. Wird sie nicht beachtet, entstehen daraus Katastrophen. Das zu verhindern, ist die schwierigste Aufgabe, obwohl der Text dafür ganz kurz ist. Ändern lässt sich das auch, aber nur mit ganz anderen Denkmethoden.

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