Weltreiche, im Westen und im Osten

26.5.2022. Die weltweiten Querverbindungen steigern sich immer mehr, aber die innere Distanz der Beteiligten auch. Das Schmieröl wird zähflüssiger, nicht immer ein gutes Zeichen, weil zwar viel geredet wird, aber nur Nebensachen. Jahrelang hatte ich ein Stammlokal mit den unterschiedlichsten Gästen, das Beste davon zeigte sich erst langsam, dann aber immer gründlicher. Der Kopf war der Wirt hinter der Theke. Er ließ die Leute in Ruhe, bekam aber Alles mit und brachte die Richtigen zusammen. Kinofilme zeigen vergleichsweise weniger, wenn die Drehbücher zu oberflächlich sind.. Und Statisten, die sich in Nebenrollen drängen, sind noch langweiliger oder eine Belästigung. Rollenspiele müssen auch von Ausbildern trainiert werden, die selbst nie Hauptrollen spielten. In einem norddeutschen Musiktheater, nicht weit von Hamburg, schrie das Publikum vor Wut, weil die Vorstellung schlecht war. Aber gut verteilt saßen überall Gruppen junger Leute, die pausenlos „Bravo“ riefen. Also wurden sie dafür bezahlt, und die Buchhhaltung protokolliert das schriftlich.

Wer Kassenprüfungen kennt, erlebt dabei immer Überraschungen. Einmal monatlich ist das in Verkaufsläden normal, deren Kundschaft ständig wechselt, sonst wird es zu dunkel. Wer seine Mitarbeiter gut behandelt, erlebt das nicht so oft, weil sie gegenseitig aufpassen, ohne ständiges Geschrei. Beim Militär gibt es eine strenge Disziplin. Befehle müssen ausgeführt werden, erst anschließend kann man sich beschweren. Anders geht das auch nicht, aber das lässt sich übertreiben. Das wenigste muss auch erzwungen werden, der Verstand regelt den Rest. Wer das nicht will, ist auf dem falschen Schiff unterwegs. Eine Fehlbesetzung. Leider kein Einzelfall, auch viel Geld kann dabei verpulvert werden.

Zitat vom 20.5.22: „Am 29.5.1453 wurde Byzanz von den Türken erobert und heißt heute Istanbul. Damit brach das oströmische Weltreich zusammen, im Westen übernahm Rom die Führung, war aber auch bereits ein untergehendes Reich, das von anderen Kräften beherrscht wurde. Die Fürsten Medici regierten Florenz, sie wurden nicht reich durch militärische Eroberungen, sondern durch Handel und Geldgeschäfte.“

https://luft.mind-panorama.de/bistros-in-harlaching/

Byzanz und Rom waren damals die beiden Zentren der Welt am Mittelmeer. Byzanz hat diese Macht verloren, im Osten. Das lässt sich nicht rückgängig machen, aber die Welt hat viele Möglichkeiten, die Unterschiede kleiner zu machen. Fehler dabei haben Folgen, sie stehen in allen Informationsmedien, ohne dass sich daran etwas ändert. Es wird zu viel geredet, und Besserwisserei bringt dabei gar nichts. Nur tatsächliche Erfolge.

Auch die Zeit vor zweitausend Jahren regt Vergleiche an. Dafür gibt es viele Gründe, die auch die Gegenwart beeinflussen können. 2001 dirigierte der Sänger José Cura Respighis „Pinien von Roma“, zur Meditation gut geeignet. Hier kann man das erleben:

https://www.youtube.com/watch?v=qOi3pa72XoQ

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