Der extreme Wirecard-Finanzskandal

18.12.2020. Die Zukunftsplanung hängt auch ab von Finanzinvestoren. Ohne ihre Möglichkeiten geht es gar nicht. Wenn sie für gute Ziele verwendet werden. In den meisten Bereichen ist das so.

Schlagzeilen machen aber immer wieder Betrüger. Sie versuchen, Ahnungslose abzuzocken und auszunehmen, wie eine fette Weihnachtsgans.

Dann braucht man solche Geldgeber überhaupt nicht mehr. Aber oft tarnen sie sich, mit Methoden, die jetzt in München ganz genau freigelegt werden.

Zur Zeit wird einer der größten Internet-Finanz-Skandale vor einem Münchner Gericht abgehandelt. Man glaubt es kaum, was da passiert ist. Aber so sind die Fakten:

So steht es auch, nicht nur in der seriösen Wikipedia: „Die Wirecard AG mit Sitz in Aschheim bei München ist ein bankrottes, 1999 gegründetes, börsennotiertes Unternehmen für sehr viele elektronische Zahlungs­-Dienst­Leistungen. Also seit 31 Jahren. Wirecard bot ausgeklügelte Lösungen an, für den elektronischen Zahlungsverkehr, das Risikomanagement sowie für die Herausgabe und Akzeptanz von Kreditkarten. Die Tochtergesellschaft „Wirecard Bank AG“ hat auch eine deutsche Banklizenz, ist also weltweit aktiv..

Erst im Juni 2020 gestand Wirecard ein, dass offizielle, bilanzierte Vermögenswerte von über 1,9 Milliarden Euro nicht zu belegen sind, nachdem die Wirtschaftsprüfer Ernst & Young das Prüfungs-Testat für die Bilanz einfach verweigert hatte. Deshalb trat der langjährige Vorstandsvorsitzende Markus Braun zurück. Er wurde später unter den Vorwürfen des vorsätzlichen, bandenmäßigen Betrugs, der Vortäuschung von Einnahmen und wegen Marktmanipulation festgenommen. Wirecard galt im Vorgehen gegen kritische Journalisten und Konkurrenten als aggressiv: Die Anwälte des Konzerns meldeten sich schon bei Kleinigkeiten: Manche kritischen Beobachter sollen überwacht und beschattet worden sein.“ 

Wirecard – Wikipedia

Der sehr lange Wikipedia-Bericht wimmelt von zahllosen, unfassbaren Unglaublichkeiten. Ein ahnungslose Laie kann das Alles deshalb nicht verstehen, weil so viele hochkarätige, hochwertige, diskrete Finanzbereiche betroffen sind. Eine riesige Menge an Details, bei der es dem Leser den Atem verschlägt: Was da Alles möglich war!

Man hat den Eindruck, dass man in einem großen Flugzeug sitzt und aus dem Fenster hinaus schaut, auf das große Hochgebirge der Alpen, mit allen steilen Gipfeln und tiefen, gefährlichen Abgründen.

Dabei ist „Wirecard“ nur ein einzelner Fall der sehr vielen Verbrechen im Internet, der da jetzt aber gründlich abgearbeitet wird. Die Polizei ist, in vielen anderen Fällen, zunächst völlig überfordert, weil da noch sehr alte Denkweisen wie harter Beton herrschen und die Möglichkeiten zur Lösung gar nicht bekannt sind. Ich stelle diese Ideen hier laufend vor.

Unter diesem Text gibt es dafür auch viele Beispiele , in der angegebenen Themen-Übersicht. Abschreckend sind zum Beispiel die viel zu seltenen, offenen, öffentlichen Musterprozesse, wo einzelne Fälle ganz gründlich durchleuchtet werden. Das schreckt sogar die Nachahmer und bequemen Trittbrettfahrer ab, weil sie dann auch die ganzen Strafen kennenlernen.

Mit den, öffentlich für Alle zugänglichen Urteilsbegründungen können die Opfer sich direkt an Anwälte wenden. Es sind dann große Sammelprozesse möglich, die eine beliebige Anzahl von Geschädigten in einem einzigen Prozess zusammenfassen, die sich vorher gemeinsam an den Kosten beteiligen und später auch gemeinsam die vorhersehbaren Ergebnisse kassieren: Die Zahlung von Entschädigungen, Schmerzensgeld und Geldstrafen. Bis Ende März gab es ja noch viele Belästigungen, auch in den Straßen der Großstädte, durch verbotene Privatfotos, die über das Internet versandt wurden. Die Liste der Internetverbote ist sehr lang, aber nicht Alle kennen sie.

Deshalb erwähne ich es, damit es sich herumspricht und den ahnungslosen Betroffenen sicher hilft. Dass eine verdorbene Welt, mit ihren eigenen Fehlern plötzlich umfällt und symbolisch verschwindet, ändert nichts daran, dass danach eine ganz andere Welt kommt, spätestens im neuen Jahr.

Dazu passt ein altes englisches Weihnachtslied: „Hark, the herald angels sing“ :

https://www.youtube.com/watch?v=LDPwNPAV6tA

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