Wo Parallelen sich treffen

29.5.2022. Zwei Parallelen laufen im gleichen Abstand nebeneinander. Gedanklich treffen sie sie sich nur in der Unendlichkeit, das ist schon nicht mehr zu überprüfen. Dafür gibt es die Ziffer Acht in der Zahlenmystik, die in liegender Form wie ein Fernglas aussieht, hier mit 23 Beiträgen:

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Die Lebensläufe richten sich auch nach dem Doppelprinzip, die Augen erkennen zwei Perspektiven, und im Lauf der Jahre vergrößert sich das immer mehr. Wo das Innere pechschwarz ist, hat es auch weiße Anteile, seit der Geburt, und die vorhandene Vergleichsmenge ändert sich nicht mehr.

Diese Warnung wird oft nicht ernst genommen, die Folgen können sehr ausdauernd sein, wenn man die Standorte nicht erkennt.  Die eindrucksvollsten Persönlichkeiten findet man nicht automatisch in berühmten Städten, aber in München gibt es viele davon. Eine lange Liste ist langweilig, also muss man sich auf Beispiele beschränken. Im Frühjahr 1989 kannte ich die Stadt schon über ein Jahr, das steigert die Wachsamkeit. In einem beliebten Bistro für schöne Menschen ergab sich unerwartet ein langes Gespräch mit einem Gleichaltrigen, der überhaupt nicht schön war, aber den Kopf voller Ideen hatte, die faszinierend waren. Das dauerte insgesamt ein paar Tage, danach tauchte er nicht mehr auf. Er sprach von einer ganz eigenen Welt, über die es zwar auch Bücher gab, aber keine Informationen aus erster Hand. Das Gleiche habe ich auch beruflich erlebt, in mehreren Firmen und als Gast in der Münchner Staatsoper. Nicht alltäglich, weil viele andere Gäste sich nicht einmal für die Musik interessieren, sondern für Kontakte mit Millionären, die sich abzocken und täuschen lassen. Das bringt Unglück oder man sucht sich ganz andere Plätze im Haus. Dort trifft man auch „Gute Berufsjournalisten“ und dazu viele Artikel hier:

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Zitat vom 15.5.22. „Das Beste vor 34 Jahren“: „Vor zwanzig Jahren war ich mit einem Münchner Journalisten befreundet. Wie trafen uns fast nur in der Staatsoper, weil er auch ein leidenschaftlicher Opernfreund war. Er war so oft da, dass er sich nur billige Karten leistete, während ich seltener auftauchte. Bei der Verärgerung über eine schlechte Inszenierung freute  er sich, wenn ich ihm eine gute Karte im Parkett überließ. Außerdem förderte er das Opernhaus finanziell, war dort den wichtigsten Mitarbeitern gut bekannt. Premierenfeiern zu besuchen, war kein Problem, und einmal nahm er mich mit. Das war im Oktober 2000. Ein paar Jahre später ist er leider verstorben, und unser letztes Telefonat werde ich nie vergessen. Inhaltlich war es für Fremde unwichtig, hatte aber einen persönlichen Wert.“

Die ersten Opern schrieb Claudio Monteverdi (1567 – 1643). Daraus wurde eine Tradition mit Eigenarten, die respektiert wurden. Das Gegenteil ist Fanatismus, das Erzwingen einer festen Weltanschauung mit Gewalt. 1990 brach das in Europa zusammen, aber die Folgen sind immer noch nicht verschwunden, weil sie nicht beachtet wurden.

Zitat vom 20.5.22: „Am 29.5.1453 wurde Byzanz von den Türken erobert und heißt heute Istanbul. Damit brach das oströmische Weltreich zusammen, im Westen übernahm stattdessen Rom die Führung, war aber auch bereits ein untergehendes Reich, das von anderen Kräften beherrscht wurde. Die Fürsten Medici regierten Florenz, sie wurden nicht reich durch militärische Eroberungen, sondern durch Handel und Geldgeschäfte.“

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Byzanz war ein politisches und militärisches Weltzentrum im Osten, genauso wie Rom im Westen, das vor zweitausend Jahren langsam unterging und abgelöst wurde durch die römische Weltkirche. Im Osten gibt es auch die Staaten Ukraine und Russland, den größten Flächenstaat der Welt. Hier ein Dauerthema, seitdem es dort Krieg gibt, seit drei Monaten. Darüber wird viel geredet, aber nur wenig über die Ursachen. Ein Thema hier, mit über 80 Beiträgen:

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Gedankensysteme sind wie monumentale Gebäude, sie brauchen ein sicheres Fundament und eine gute Projektleitung. Vor zehn Jahren erzählte mir ein Bauzeichner, der nicht viel verdiente, dass er jetzt für eine Sicherheitsfirma arbeitet. Er nannte dabei auch die Projekte, wo er aufpasste. Sportveranstaltungen oder Kunstausstellungen. Das Gespräch war nur kurz und langweilig, aber die Informationen hätten ihm auch zahlende Kunden gebracht, die neugierig waren. Neugierige Informanten sind ein Risiko, weil sie für beide  Seiten arbeiten können, für ihre Chefs und für deren Konkurrenz. Das ist ein Risiko, das die ganze Firma bedrohen kann, auch das Vertrauen der zahleden Kundschaft, vor Allem ganz oben. Ein Geheimnis ist das nicht, aber trotzdem unbekannt bei vielen Mitwirkenden. Ein alter Stammgast horchte die Besucher eines beliebten Lokals aus, man erkannte ihn an seinen schleichenden Bewegungen und immer weit offenen Ohren, die überall Kommentare aufsaugten und unauffällig herumposaunten. Seine Querverbindungen allerdings waren bekannt und verschwanden deshalb immer schneller. Dann suchte er sich einen neuen Standort. So beweglich sind nicht alle Solisten, dann fallen sie immer mehr auf, auch durch ihren Gesamteindruck.

Mehr Macht bekommt damit Niemand, und Geld frisst dabei den Verstand. Für Zuschauer nicht sehr angenehm, sondern langweilig. Aber ein Hinweis, den nicht Alle kennen. Das kann sich jederzeit ändern, auch ein Wundermittel für die meisten Fälle.

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