Zarathustras Gesetze

22.1.2022. Das Wochenende begann früher am Freitagnachmittag, und dann gab es Spass ohne Pause. So zeigte sich München vor dreißig Jahren, und damals war es wirklich ein Erlebnis, für jeden Geschmack. Die ganz hohe Kunst hatte viele Treffpunkte, und der schlechte Geschmack auch. In der Erinnerung geblieben sind zahllose Bilder, und wenn man die faulen Früchte weglässt, war es wirklich ein Höhepunkt nach dem anderen. Aber das ermüdet. Der erste Fasching 1988 spielte sich vier Tage lang ab, alle Treffpunkte waren geöffnet, und für den Mindestbedarf an Schlaf gab es immer fremde Personen, die man morgens sofort vergessen wollte. Das reichte dann auch bis heute. Ähnlich war das auch so bei allen anderen Attraktionen.

Was sich hochschaukelt, muss trotzdem wieder auf den festen Boden zurück, selbst wenn er nur noch schwankte, weil der Abend zu lange dauerte.   Und zur Zeit sieht man das Gegenteil. Die Gastronomie hat nur noch geringe Einnahmen, das Wort von der Existenzgefähdung fällt immer öfter, und auch überall, wo Menschen sich treffen, ist es stiller geworden. Dazu der dunkle Winter, aber wer den nicht magt, lebt schon lange in einer eigenen Welt, in der Menschen nur noch als Schatten existieren. In Bayern galt der Föhn, das helle Licht im Alpenvorland,  lange als tiefere Ursache für schlechte Laune und Depressionen. Aber das waren Projektionen. Das Innenleben klammert sich dann an Bilder aus der Außenwelt, die  an Allem schuld ist. Oder an einzelne Parteien oder Personen, die mit Hass überschüttet wurden. Im Internet war das ein Dauerzustand, als ich im August 2000 zum ersten Mal dort auftauchte. Selbst Hinweise auf die Strafbarkeit von Drohungen und Beleidigungen nützten nichts. Erst seit ein paar Wochen ist das Thema in der Politik angekommen, immer lauter werden Rufe nach neuen Gesetzen. Aber die gibt es schon längst, seitdem Zarathustra, zweitausend Jahre vor Christus, im Iran seine Gesetzestafeln  zur Pflicht für das Volk machte. Zarathustra verehrte sieben Erscheinungsformen Gottes, vergleichbar mit den Zehn Geboten, die das Universum regieren und Verstöße bestrafen. Die Ziffer Sieben ist in der Zahlenmystik. der Numerologie, auch die Zahl der Schöpfungstage, an dernen  Gott die Welt aufbaute und vollendete. Damals war nur  der Planet Erde gemeint, was hinter dem Himmelsgewölbe existierte, war nur das Thema von Vermutungen oder die Wunschvorstellung, dass dort Götter lebten, die menschliche Eigenschaften hatten, aber unendlich mehr Kraft besaßen, also allmächtig waren.

Die Ziffer Zehn ist die Zahl der zehn Gebote, und der „Dekalog“ sind die Gespräche mit Gott über seine Weltordnung. Das findet nicht auf der Straße statt, sondern beim Nachdenken. Das ist schwieriger geworden, weil der ausgelassene Fasching, das Karnevalstreiben  vor dreißig Jahren, immer noch  als Dauerzustand bewundert wird, für viele Gruppen. Leider auch an Orten, wo sie nicht hinpassen. Jetzt ist eine große Atempause eingekehrt, aber die kann nicht ewig dauern, Seit einem Jahr gibt es hier das Kapitel „Die neue Welt“, das keine Schwarzmalerei enthält sondern realistische Bewertungen der Zukunft. Einige sind unvermeidlich und nachprüfbar, aber trotzdem nicht allgemein bekannt. Es kann gar nicht weitergehen ohne Veränderungen. Schlecht ist nur eine übertriebene Unruhe, die viel Schaum schlägt, aber nichts bewirkt. Der Gruselmeister Alfred Hitchcock (1899 – 1980) hatte ein Prinzip: „Ich werfe einen Stein in eine ruhige Wasserfläche und schaue zu, welche Bewegungen er auslöst.“ Hichcock redete nicht nur so, sondern handelte auch danach. Ihm sind hier über 60 Beiträge gewidmet.

https://luft.mind-panorama.de/?s=hitchcock&x=18&y=12

Pessimismus kann angeboren sein, und ein Charakter ändert sich niemals, auch nicht bei Lügnern und Betrügern. Aber man kann die Perspektive verändern, weil es genug gute Gründe dafür gibt. Dann erkennt man die Menschen besser und zuverlässiger. Voraussetzung sind persönliche Erfahrungen und die Methoden, die hier in allen 44 Kapiteln (Kategorien) offen erklärt werden. Sie lassen jedem die Freiheit, sich dafür zu entscheiden. Aber auch das hat Folgen. Wer den jetzigen Zustand der Welt nicht mag, kann ihn, auch in kleinen Bereichen verändern, wenn er Unterstützer findet.  Und das werden immer mehr, weil die Logik es so will, wenn ihre Faktoren nicht manipuliert werden. Erkannt wird das auch, immer schneller.

.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.