Zeit und Macht

29.10.2021. Kurze Modewörter haben den Vorteil, dass Jeder sie sofort versteht. Deshalb sind sie beliebt und passen gut zur wechselnden Modekleidung. Weil der Inhalt immer gleich ist, kommt es zur Abnutzung. Öffnet man die Tür zu einem voll besetzten Raum und hört sofort ein Geprassel von Modewörtern, kann man sich sofort entscheiden, ob es noch ganz andere Ziele gibt. Genauso schlimm sind übertriebene Fremdwörter. Meist steckt gar nichts dahinter, aber Sonderlinge suchen damit Bewunderung. In Gutachten lassen sich damit sogar Richter täuschen, wenn sie keine Ahnung vom Inhalt des Streits zwischen den Klageparteien haben. Überhaupt noch etwas Neues zu finden, ist bereits zu anstrengend. Eine Methode funktioniert fast immer: Gründliche Erfahrungen mit der Bewertung eines Themas und eine normale Sprache. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wenn die klügsten Menschen so zurückhaltend auftreten, dass sie überhaupt nicht mehr auffallen.

Seit dem 30.9.21 gibt es hier das Kapitel „Die Architektur der Macht“. Das Thema beherrscht die ganze Welt, und es war immer das Lebensziel der merkwürdigsten Figuren. Damit nicht immer nur im gleichen Eintopf herum gerührt wird, habe ich nach ein paar neuen Türen gesucht. Das sind keine Einzelbegriffe, sondern Zusammenhänge, die das ganze Gebäude und seine Funktionen leichter durchschaubar machen, ohne dabei auf erkennbare Einzelteile zu verzichten. Wie immer kommt man auch mit Stichwörtern weiter, die wie Bohrmaschinen in die Tiefe gehen oder wie Weltraumkameras in ferne Planetensysteme  schauen. Um dabei Wiederholungen zu vermeiden, kann Jeder ein paar Stichwörter eintippen in die Such-Funktion, rechts oben auf dieser Seite. Zum Beispiel: Fundament. Universalgesetze. Symbolik. Psychoanalyse. Elektronik. Kriminalistik. In den Artikeln werden Zusammenhänge und Querverbindungen gezeigt, Ursachen und Folgen von Fehlern. Aber nicht als finsterer Sumpf, sondern als Übergang und Ausweg. Die Technik ist dabei immer wichtiger, aber sie stößt an gedankliche Grenzen. Die Bildersprache der Symbolik ist auch ein starkes Instrument. Zum Beispiel: Wenn man gegen eine magische Wand schießt, prallt der Fremdkörper zurück und trifft den Verursacher. .Das muss man nicht übersetzen. Andere Symbole aber schon.

Zur „Architektur der Macht“ gehört auch die veränderbare Zeit. Mit der Relativitätstheorie hat Albert Einstein (1879 – 1955) entdeckt, dass die Zeit nicht nur von Uhren gemessen werden kann, sondern sie ist abhängig von Masse und Geschwindigkeit. Diese Formel ist auf Papier sehr kompliziert zu verstehen  und eine Sache von Spezialisten. Aber sie ist das Fundament der Elektronik und sämtlicher Computer.

Also die Zeit. Sie  durchdringt alle Bereiche. Große Macht kann man zwar von den eigenen Eltern erben und auch viel Geld, aber wer nicht damit umgehen kann, verliert Alles. Sämtliche Formen der Kriminalität müssen zeitaufwändig erlernt werden, dann müssen sie in der Realität funktionieren, und trotzdem reicht nur ein einziger Whistleblower, ein Mitwisser, um die geheimsten Daten auf einem Speicherstift zu kopieren und dorthin zu schicken, wo sie dann für öffentliches Aufsehen sorgen und für höhere Einnahmen bei der Steuerfahndung. Die Strafen dafür sind saftig, und Italien hat schon vor vielen Jahren alle Besitztümer, Grundstücke, Gebäude und Sparkonten einfach beschlagnahmt, wenn der Besitzer nicht nachweisen konnte, woher er seine Schätze bekommen hatte. Die wurden dann flüssig gemacht oder an arme Leute übergeben, damit sie selbst ehrliches Geld verdienen konnten. Ständig jammern Politiker über dringend notwendige Steuererhöhungen. Das Geld liegt vor ihrer Nase, und wenn sie dann noch die bisherigen, übertriebenen  Ausgaben des Staats analysieren und bewerten, vor Allem die Subventionen, werden die nächsten Steuererhöhungen überflüssig oder können sogar an die Bevölkerung verschenkt werden. Unser bisheriger Finanzminister Olaf Scholz wird vermutlich bald Bundeskanzler. Wenn man zu diesem Hinweis nichts von ihm hört, kann es natürlich sein, dass man das Wichtigste einfach überhört hat.

Die Zukunft wird das zeigen. Mit der einfachen Formel, die heute nur ganz kurz wiederholt wird: Zwei vergleichbare Punkte in der Vergangenheit und Gegenwart ergeben eine graphische Verbindungslinie, die nach unten oder nach oben zeigt, Das ist die Zukunft,.

Auch das ist ein besonders wichtiges Element der Zeit. Am 24.8.21 schrieb ich einen Beitrag mit dem Titel „Der Lack verrostet“ :

https://luft.mind-panorama.de/lack/

Zitat: „Eine andere Perspektive der Zeit findet man im „Rosenkavalier“. Im „Uhrenmonolog“ heißt es: „Die Zeit, die ist ein sonderbares  Ding. Wenn man so hinlebt, ist sie rein gar nichts. Aber dann auf einmal, da spürt man nichts als sie. Sie ist um uns herum, sie ist auch in uns drinnen. Manchmal stehe ich auf, mitten in der Nacht und lasse die Uhren alle, alle stehen. Allein, man muss sich auch vor ihr nicht fürchten. Auch sie ist ein Geschöpf des Vaters, der uns alle erschaffen hat.“

Dazu hört man eine wunderbare Musik. Aber auch sie ist kein Einzelfall. Man höre nur Bruckners vierte Sinfonie, wenn der japanische Dirigent Takashi Asahina sie zum Klingen bringt:

https://www.youtube.com/watch?v=2DlsWGRQWNE

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