Zerbrechliche Partnerschaften 1986

16.12.20121. Treue und Liebe klingen so schön, dass man sich daran berauschen kann. Doch auf jeden Rausch folgt die Ernüchterung, mit Nebenwirkungen. Gestern gab es hier den Artikel „Ewige Treue“ :

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Zitat: „Die Wörter Hochzeit und ewige Treue waren Jahrtausende lang das Fundament von jeder Hochkultur.: Sie wurden aber oft ganz unterschiedlich bewertet, zum Beispiel als jahrelange Schlammschlacht, mit finanziellen Forderungen am Ende.“ Das muss allerdings gar nicht sein. Vom Februar 1979 bis September 1987“ hatte ich in Münster meine erste und letzte feste Partnerschaft Zwei Jahre vor dem Finale hatte ein achtzehnjähriger Rivale Alles zerstört. Er war jünger und hübscher, arbeitete in einem vornehmen Restaurant als Kellner. Sonst interessierte ihn gar nichts, aber der freie Platz in unserer Wohnung. Das wurde monatelang geheim gehalten, dann kam Alles heraus, und ein Kleinkrieg begann, bei dem man nur noch gehen konnte, möglichst weit weg. Also nach München. Dort waren die hübschen Filmstars noch zahlreicher, aber in Hollywood kannte sie Niemand.

Drei Jahrzehnte lang habe ich diese Komödie genau miterlebt, und sie wurde immer langweiliger. Die Liebesvögel wurden immer exotischer, und die Klammeraffen vermehrten sich. Selbst als meine Partnerschaft zerbrach, gab es dabei Fairness und ein Zusammengehörigkeits-Gefühl, das bei schlechtem Wetter sonst spurlos verschwindet. Wenn eine Partei arbeiten musste, oft auch abends, ergab sich immer noch viel Zeit und Platz. Im Betrieb habe ich den Fahrdienst für das ganze Münsterland organisiert und war damals trotzdem beliebt, weil so viele Freiheiten wie möglich darin eingebaut waren. Die Betroffenen erzählten oft auch private Geschichten. In der Altstadt hatten sie ein Stammlokal, wo einsame Frauen an der Theke warteten. Und wenn die Fahrer Nachtschicht hatten, besuchten sie oft die Bierfreundinnen unbemerkt zu Hause. Zu Einem sagte ich, „Sie haben doch Frau und Kinder. Warum machen Sie das?“ „Man kann nicht jeden Tag Erbsensuppe essen.“ Diese Antwort reichte für immer, und eigentlich wollte ich sie gar nicht wissen. Man muss sich nicht überall einmischen, dann gibt es eine Menge Probleme weniger. Außerdem ist die Treue eine psychische Kategorie, körperlich ist das unwichtig. In Großstädten ist die Auswahl immer riesengroß und erzeugt vollautomatisch künstliche Probleme. Manche Stammlokale In München habe ich nur deshalb aufgegeben, weil zu viel gieriges Gesindel dort unterwegs war und nach fetter Beute suchte.

Am schlimmsten war die Einsamkeit mit fünfzehn Jahren,und deshalb habe ich damals meine ersten Texte geschrieben. Liebesgedichte und Kurzgeschichten, die jahrelang in ungeordneten Papierstapeln verschwunden waren. Als sie kürzlich wieder auftauchten, habe ich aus ein paar Kostproben hier ein Kapitel gemacht: „Sommernächte 1965“.

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1966 entdeckte ich auch die Welt von Richard Wagner. Sein genialer Enkel Wieland (1917 – 1966) starb schon im gleichen Jahr, und hier gibt es ein unbeirrbares Gedenken an seine Persönlichkeit, wenn man den Namen eintippt in die Such-Funktion, rechts oben auf dieser Seite.

Fünf Jahre später kam die zweite Säule zu diesem Gedankengebäude: Sigmund Freud (1856 -1939). Ihm ist hier das Kapitel „Psychoanalyse“ gewidmet, mit bisher 64 eigenen Artikeln. Die Wagnerwerke kan man gar nicht richtig verstehen, wenn man nicht auch Freuds Deutung der Symbole im Unterbewusstsein kennt.

Vor Tempeln oder Heiligtümern stehen oft zwei Säulen. Genaueres darüber erfährt man, wenn man in die Such-Funktion, rechts oben, das Stichwort „Salomos Tempel“ eintippt:

https://luft.mind-panorama.de/?s=salomos+tempel&x=5&y=8

Damit kann man sich ein ganzes Leben lang beschäftigen. Einen praktischen Wert bekommt das sogar, wenn man die Denkmethoden mit persönlichen Erfahrungen verknüpft. Sie funktionieren auch beim Management großer Firmen, die auf einen Abgrund zusteuern, den Niemand rechtzeitig erkennt. Auch bei der Lösung ungeklärter Kriminalfälle, die noch nicht einmal aufgefallen sind. Dafür ist das wichtigste Transportmittel immer das Internet, und im nächsten Jahr wird es noch stärker, wenn dabei alle Schwächen und Informationslücken immer mehr bekannt werden. Das Paradies auf Erden gibt es nicht, aber viele Wege dorthin. Wenn man die „Gesetze der Mystik“ beachtet, die man direkt unter diesem Text findet.

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